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Eishockey

Die WM wird kein Selbstläufer

DEB-Präsident Franz Reindl warnt vor zu hohen Erwartungen. Das dritte Viertelfinale in Serie möchte das Team gerne erreichen.

Franz Reindl will die Erwartungen an die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM nicht zu hoch stecken. Foto: Tobias Hase
Franz Reindl will die Erwartungen an die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM nicht zu hoch stecken. Foto: Tobias Hase

Herning.Verbandschef Franz Reindl hat vor dem Auftakt der Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark vor zu hohen Erwartungen an die deutschen Olympia-Silbergewinner gewarnt. „Die Chance, dass sich Wunder ständig wiederholen, ist ja relativ gering. Diese WM wird ganz schwierig“, sagte der 63-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Man könne nicht davon ausgehen, dass Deutschland locker ins Viertelfinale einziehe. „Da ist man weit, weit daneben, wenn man so denkt.“

Nach der Sensation von Pyeongchang im Februar strebt die neuformierte Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm das dritte WM-Viertelfinale nacheinander an. Wie groß die Chancen auf den dafür notwendigen Platz unter den ersten Vier in der Vorrundengruppe ist, wollte Reindl nicht beziffern. „Es kommt auf jeden Einzelnen an und ob sich das Team schnell findet. Nur dann haben wir eine Chance“, sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB).

„Die, die da sind, die sind fit, die wollen unbedingt spielen. Das ist doch besser, als wenn man angeschlagene Spieler überredet, mitzufahren.“

Franz Reindl, DEB-Präsident

Für den Auftakt am 4. Mai in Herning gegen den WM-Gastgeber sieht Reindl die Dänen als Favoriten, obwohl sie in der Weltrangliste als 14. sieben Plätze hinter den Deutschen stehen. Nur zehn Olympia-Finalisten und acht WM-Debütanten hat Sturm berufen. Gerade die NHL-Profis Leon Draisaitl, Dennis Seidenberg und Korbinian Holzer sollen die Lücken nach den zahlreichen Absagen und Rücktritten schließen.

Für die vielen Ausfälle äußerte Reindl Verständnis. „Das ist immer so nach einer langen Saison mit so vielen Emotionen. Da passieren Erschöpfungszustände, da passieren Verletzungen“, sagte er. „Die, die da sind, die sind fit, die wollen unbedingt spielen. Das ist doch besser, als wenn man angeschlagene Spieler überredet, mitzufahren.“

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