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Montag, 21. Mai 2018 25° 2

Tischtennis

DJK Sportbund feiert Aufstieg

Die Tischtennis-Herren gewinnen die Relegation zur Bayernliga. Gepunktet haben nicht nur die üblichen Verdächtigen.

Die Meistermannschaft: Sebastian Juschka, Vincent Kunz, Christian Joch (obere Reihe von links) sowie Friedrich Binder, Stefan Plattner, Thorsten Loreit (untere Reihe von links). Es fehlt Thomas Hauer.Foto: Julia Loreit

Regensburg.Thomas Rempter zum Aufstieg seiner Mannschaft zu gratulieren, ist etwas schwierig: „Mir muss man nicht gratulieren, ich habe ja nicht gespielt. Das waren andere“, flachst er. Aber natürlich freut sich der Abteilungsleiter der DJK Sportbund Regensburg über das Meisterstück seiner Mannschaft.

Nach einem vierstündigen Kampf setzten sich die Regensburger im Relegationsspiel knapp mit 9:6 gegen den 1. FC Bayreuth, den Tabellenzweiten der Landesliga Nord/West, durch. Die DJK war als Tabellenzweiter der Landesliga Nord/Ost in die Relegation gegangen. Das bedeutet: Die Tischtennis-Bayernliga hat die DJK Sportbund Regensburg wieder, die Regensburger steigen auf.

Was Rempter besonders freut: Das Team hat gezeigt, dass Tischtennis eine Mannschaftssportart ist, und es eben nicht nur darauf ankommt, wer an Position eins und zwei spielt. „Bayreuth war auf den beiden Spitzenpositionen brutal stark besetzt“, sagt Rempter. Zwar gewannen Sebastian Juschka und Stefan Plattner ihr Eingangsdoppel durch 3:0-Erfolge, ebenso Thorsten Loreit und Fritz Binder – nur Christian Joch und Thomas Hauer mussten ihr Spiel abgeben – aber im Spitzenpaarkreuz sah das schon anders aus.

Juschka und Plattner, die beide über Zweitliga-Erfahrung verfügen, hielten in sehenswerten Matches gegen die starken Bayreuther Lukasz Dzikowski und Alfonso Olave Quinteros zwar voll dagegen, mussten sich jedoch jeweils knapp im Entscheidungssatz geschlagen geben. „Es ist natürlich oft genug so, dass Juschka und Plattner während der Saison wichtige Nadelstiche setzen, aber unsere Spieler auf den Positionen drei bis sechs haben gezeigt, was in ihnen drin steckt und sind in die Bresche gesprungen. Da hat der Rest der Mannschaft ausgeglichen“, sagt Rempter.

5:4 nach Durchgang eins

In der Tat: Im mittleren Paar teilte man sich die Punkte, Christian Joch siegte gegen Marko Zirkel, Friedrich Binder unterlag Tomasz Sidelnik in drei Durchgängen. Im hinteren Paar siegte Thorsten Loreit glatt in drei Sätzen, Thomas Hauer gewann nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen den Materialspieler Gerhard Zirkel. Das bedeutete die 5:4-Führung nach dem ersten Durchgang.

Nach den beiden Niederlagen im vorderen Paar gab es für die Gäste aus Oberfranken nichts mehr zu bestellen. Christian Joch siegte nach verlorenem ersten Satz noch souverän, Friedrich Binder steigerte sich im zweiten Einzel und gewann glatt in drei Durchgängen. Thorsten Loreit behielt mit einer konzentrierten Leistung auch in seinem zweiten Einzel die Oberhand und Thomas Hauer markierte mit seinem deutlichen Erfolg gegen Yesuf Jemal den 9:6-Endstand. „Eine lange Saison mit einem glücklichen Ausgang geht zu Ende, wir haben knapp, aber verdient gewonnen“, sagte Mannschaftsführer Thorsten Loreit nach dem Spiel.

Nun bastelt die Abteilungsführung um Thomas Rempter an einer schlagkräftigen Truppe für die neue Saison, da es trotzdem einen Wermutstropfen gibt. Der frischgebackene Familienvater Loreit wird nach drei Jahren wieder in seine Heimat Kiel zurückkehren und steht der Mannschaft kommende Saison nicht mehr zur Verfügung.

Verstärkung notwendig

„Der Rest wird bleiben, aber die eine oder andere Verstärkung wird nötig sein, wenn wir den Klassenerhalt in der Bayernliga schaffen wollen“, sagt Rempter. Zumal sich die Bayernliga auch noch als Wundertüte entpuppen könnte. Hat die DJK Sportbund bislang immer in den Norden gespielt, wird sie es durch die Ligenreform in der kommenden Saison diesmal mit Mannschaften aus dem südbayerischen Raum zu tun bekommen.

„Was man so hört, könnte es durchaus sein, dass sich so manche Mannschaft nicht stark genug für die Oberliga fühlt und dann in der Bayernliga melden will“, mag Rempter noch keine Prognose abgeben. Der Abteilungsleiter ist jedenfalls glücklich, dass es dieses Jahr mit dem Aufstieg geklappt hat. „Es hätte auch anders ausgehen und nur zu Platz drei reichen können, zumal wir gerade mit Erlangen und Regenstauf II zwei starke Mitkonkurrenten hatten.“ (mz/pz)

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