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ERFOLGE

Duo sorgt für zwei Doppelsiege

Harrer und Kock teilen sich über 1500 und 3000 Meter Gold und Silber. Bronze für Dreispringer Ziegler
Von Claus-Dieter wotruba, MZ

Zwei Frauen, zwei Doppelsiege für die LG Telis Finanz: Corinna Harrer (l.) gewann die 3000 Meter, Teamkollegin Maren Kock die 1500 Meter. Foto: Eibner

KARLSRUHE. 2011 waren es vier Medaillen, diesmal sind es deren fünf: Auch wenn sich längst nicht alle Hoffnungen erfüllten, kehrte der Trupp der LG Telis Finanz aus Regensburg zufrieden aus Karlsruhe zurück. Zwei Läuferinnen sorgten mit zwei Doppelsiegen alleine schon für vier Medaillen und teilten sich über 1500 und 3000 Meter Gold und Silber. Dreispringer Manuel Ziegler hatte einen gültigen Sprung über 15,80 Meter, doch der bedeutete Hallen-Bestleistung und Platz drei. „Bis zum letzten Durchgang wäre es sogar noch Silber gewesen“, sagte Telis-Teamchef Kurt Ring.

„Die Mittelstrecklerin gewinnt die Langstrecke und die Langstrecklerin die Mittelstrecke.“ Auch Kurt Ring wunderte sich ein wenig über den Ausgang. Am Samstag hatte Corinna Harrer Frieden mit der bislang wenig Glück bringenden Halle geschlossen und ihren ersten Frauentitel dort gefeiert. „Aller guten Dinge sind drei“, sagte sie über das Rennen, in dem Harrer gegen Kock 9:25,87:9:26,11 Minuten die Oberhand behielt.

Am Sonntag lieferte sich Harrer über 1500 Meter einen Zweikampf mit Gesa Krause – und vergaß dabei ihre Vereinskameradin, die fast schon den Anschluss verloren hatte, sich dann aber mit der „zweiten Luft“ an dem Favoriten-Duo vorbeischob (Kock 4:14,72; Harrer 4:15,24). Kurios an dieser Strecke: 13 Läuferinnen hatten sich am Samstag in drei Vorläufe begeben müssen, um 12 Finalplätze auszulaufen. Nachdem Telis-Läuferin Jana Soethout ausgestiegen war, waren es drei nutzlose Läufe. „Das war ein Witz“, schimpfte auch Harrer. „Da sollte sich der Verband etwas überlegen. Ich bin noch nie in meinem Leben so langsam 1500 Meter gelaufen.“

Kurt Ring schwärmte auch von der Leistung von Hürdensprinterin Pamela Spindler, die in 8,20 auf Platz vier über 60 Meter lief. „Sie ist Superrennen gelaufen. Mit dem ehemaligen Trainer der Rockmeier-Zwillinge, Heinz Löser, scheint die bald 30-Jährige „ein ideales Paar“ zu bilden.

Wenig Glück hatten die Titelverteidiger der LG Telis Finanz: 1500-Meter-Mann Florian Orth war in einen Sturz verwickelt, musste aufgeben und sogar ins Krankenhaus fahren. „Er wurde übel getreten“, sagte Ring. Auch der zweite Telis-Läufer, Erik Somssich war verwickelt, lief aber als Zehnter zu Ende. Weitspringerin Michelle Weitzel schied nach drei ungültigen Versuchen in einem Wettbewerb der Favoritenstürze zwar nach dem Vorkampf aus, war aber nicht todtraurig. „So blöd das klingt, aber ich habe mein Sprunggefühl wiedergefunden“, sagte Weitzel. „Ich hatte halt diesmal kein Glück. Der erste und dritte Versuch wären sehr gut gewesen.“

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