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Eiskunstlauf

ECR-Erfolge von groß bis klein

Die Regensburger Eiskunstlauf-Riege feierte vieleTopplatzierungen. Ann-Christin Marold und Andrea Pekarek glänzen besonders.
Von Claus-Dieter Wotruba

  • Fein säuberlich sortiert: Das große ECR-Aufgebot hatte in Oberstdorf wieder einen seiner Saisonschwerpunkte. Fotos: ECR
  • Zwei Sieger: Ann-Christin Marold (links) und Andrea Pekarek

Regensburg.Wer Ergebnislisten studiert, um sich über das Abschneiden des EC Regensburg kundig zu machen, der kann getrost von oben beginnen. Das galt auch für Stuttgart, Innsbruck und Oberstdorf wieder, wo die die Talente des Trainerpaars Nicole Brünner und Ferdinand Dedovich diverse Siege und Topplatzierungen holten und auf internationaler, nationaler und bayerischer Ebene Punkte sammelten.

Allen voran trumpfte wieder Ann-Christin Marold auf. „Mein bestes Kurzprogramm in dieser Saison“ und „Gerade noch einmal gutgegangen“ schrieb die 14-Jährige auf facebook über die beiden Teile ihres Programms beim „Cup of Tyrol“ in Innsbruck, den sie mit 143,01 (davon 53,54 im Kurzprogramm) Punkten unter 37 Teilnehmerinnen vor der Italienerin Lucrezia Beccari (139,67) und der Schweizerin Noemi Bodenstein (133,54) gewann. „Das war auf alle Fälle wieder eine Steigerung gegenüber den Grand Prix“, meinte Marold. Und: „Ist mir jetzt erst noch bewusst geworden – das ist mein erster Sieg bei einem internationalen ISU-Wettbewerb.“

„Sie hat mit dieser Bestleistung im Kurzprogramm gezeigt, was möglich ist“, sagte auch Trainerin Nicole Brünner. „Trotz des kleinen Sturzes nach einem lapidaren Fehler aus dem Nichts, der aber nichts gekostet hat.“ Brünner erklärt den technischen Wert: „Da war eine Dreifach-Dreifach-Kombination dabei, rückwärts. Und auch der dreifache Lutz war sehr schön. Alle Elemente waren auf höchstem Niveau.“ Und dennoch: Noch bringt das Regensburger Toptalent, das auch in Deutschland ganz vorne dabei ist, nicht die nötige Konstanz für Kurzprogramm und Kür auf. „Entweder das eine oder das andere ist super. Für beides ist sie noch nicht stabil genug“, sagt Nicole Brünner.

Nächste Station Zagreb

Freilich bilanziert auch die ECR-Trainerin: „Mit dieser Punktzahl sind wir unserem Ziel, der Junioren-Weltmeisterschaft im März, wieder einen Schritt nähergekommen.“ Dennoch wollen die beiden bald versuchen, „das Ergebnis zu wiederholen oder zu überbieten“. Noch sei zwar „niemand in der Nähe“, um Marold den WM-Platz streitig zu machen, „aber man weiß ja nie“. Deswegen wird das Programm am Wochenende in Oberstdorf nochmals choreographisch überarbeitet. „Am Dienstag fliegen wir nach Zagreb“, wo Marold beim „Golden Spin“ noch einmal nachlegen kann und will.

Eine Geschichte über die Grand-Prix-Auftritte von Ann-Christin Marold finden Sie hier.

In Oberstdorf bei den bayerischen Nachwuchsmeisterschaften glänzte vor allem Andrea Pekarek. „Sie hatte rund 15 Punkte Vorsprung. Dreimal dreifacher Rittberger, zweimal Doppelaxel: Das war ihr Optimum, das sie auch zu den deutschen Meisterschaften bringt. So ist sie auch dort eine Kandidatin für Platz eins“, sagt Nicole Brünner mit Blick auf das Ergebnis von beinahe 100 Punkte. Auch Emily Kling, die in Innsbruck als Vierte bei den Fortgeschrittenen das Treppchen knapp verfehlte, ist für die Nachwuchs-DM als Bundeskader-Sportlerin schon gesetzt. Und Sophia Gienger, der im Kurzprogramm ein Pirouetten-Fehler drei Punkte kostete, machte mit der besten Kür in der Neulingsklasse ein weiteres Mal so auf sich aufmerksam, dass auch sie vom 10. bis 14. Januar in Chemnitz dabei sein darf.

Siege auch in unteren Klassen

Auch in den unteren Klassen: Ob Annabelle Schwegler „mit großem Vorsprung“ bei den Sternschnuppen, Shanya-Lynn Porsch und Maya-Lysann Porsch bei den Anfängern A bzw. den Neulingen U 12 oder Katharina Kurz in der Jugend – der Weg zu Platz eins führte mit freilich auch kleineren Feldern nicht am ECR-Nachwuchs vorbei. Dazu hatte ein ECR-Aufgebot mit Trainerin Carolin Meister-Goschy Mitte November auch beim Eisemann-Pokal Erfahrungen gesammelt und geglänzt, wo Carolin Traub in der Neulingsklasse Zweite wurde.

Das Großaufgebot überprüfte seine Form auch im Hinblick auf den traditionellen Karl-Klötzer-Pokal, bei dem Ende Februar, Anfang März wieder der beste Nachwuchsverein mit einer Punktewertung über alle Klassen gekürt – und hieß zuletzt stets Regensburg. „Oberstdorf wird aber diesmal kaum zu schlagen sein“, sagt Nicole Brünner mit Blick auf die Zugänge. Aber vielleicht sagt die Ergebnisliste dann ja doch etwas anderes.

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