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Eishockey

Eisbären: Nur ein Tor und kein Punkt

In Rosenheim gibt es ohne elf Spieler wieder nichts zu holen. Am Sonntag kommt Weiden zum Oberpfalz-Derby in die Donau-Arena.
Von Claus-Dieter Wotruba

Eisbär Tomas Schwamberger und Co. hatten in Rosenheim (in der Szene aus Regensburg rechts Joshua Mitchell, links Michael Fröhlich und in der Mitte 1:0-Torschütze Matthias Bergmann) nichts zu bestellen. Foto: Andreas Nickl
Eisbär Tomas Schwamberger und Co. hatten in Rosenheim (in der Szene aus Regensburg rechts Joshua Mitchell, links Michael Fröhlich und in der Mitte 1:0-Torschütze Matthias Bergmann) nichts zu bestellen. Foto: Andreas Nickl

Rosenheim.Rosenheim bleibt auch im dritten Versuch ein Ort der Niederlage für die Eisbären des EV Regensburg. In der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd verloren die Oberpfälzer diesmal vor 2432 Zuschauern mit 1:4 (0:1, 0:1, 1:2) und mussten damit auch den zweiten Tabellenplatz an die Starbulls abgeben. Nach der zweiten Niederlage in Folge wartet jetzt am Sonntag (18 Uhr) das Oberpfalz-Derby gegen die Blue Devils Weiden in der Donau-Arena auf die Regensburger.

Personell hatte Trainer Max Kaltenhauser im Vorfeld noch gehofft, dass sich die Lage wieder bessern würde. Doch weil Nikola Gajovsky und Leopold Tausch krank ausfielen und das Lager der Verletzten und Kranken mit Constantin Ontl, Petr Heider, Michail Sokolov und Alexander Diel auf sechs anwachsen ließen, dazu die drei Landshuter Förderlizenzler und auch Fabian Herrmann (DNL) und Fabian Birner (Klassenfahrt) fehlten, traten die Eisbären eben doch wieder ohne elf Spieler an – obwohl mit Topskorer Richard Divis, Kapitän Peter Flache, Top-Verteidiger Jakob Weber oder auch Erik Keresztury wichtige Spieler wieder ins Team zurückkehrten.

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Beim stärksten Heimteam in Rosenheim gelang diesmal kein Kraftakt. Gelingt dafür am Sonntag der erste Heimsieg gegen Weiden?

Um drei Sturmreihen stellen zu können, mussten die Verteidiger Walther Klaus und Xaver Tippmann in den Sturm rücken. Und im Tor stand erstmals in der Meisterrunde der 20-jährige Deutsch-Österreicher Raphael Fössinger, der im Rosenheimer Nachwuchs groß geworden war, bevor er 2016 nach Regensburg kam. „Er ist ein starker Torwart, hat Rosenheimer Vergangenheit und hat es verdient zu spielen“, begründete Kaltenhauser bei eisradio.de vor dem Spiel Fössingers 16. Saisoneinsatz. „Jetzt stellen wir ihn rein und hoffen das Beste.“

Wieder ein Rückstand zur Pause

Zehn Punkte hatten die Eisbären mit ihren neun Siegen in den letzten zehn Spielen auf die Gastgeber gutgemacht und waren in der Tabelle an den Starbulls vorbeigezogen. Rosenheim fehlte ebenfalls ein Schwung Spieler wie zum Beispiel Verteidiger Tobias Draxinger. 3:7 und 0:4 – beide Saisonvergleiche in Oberbayern gingen bisher verloren. Und wie schon in diesen beiden Spielen gingen die Oberpfälzer mit einem Rückstand in die erste Pause. 106 Sekunden vor der Sirene traf Verteidiger Matthias Bergmann zum 1:0.

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Das Team von Trainer Max Kaltenhauser hat es erwischt wie keinen anderen Oberligisten. Tomas Gulda hat dennoch die Ruhe weg.

Tomas Schwamberger, der Gajovsky in der ersten Reihe an der Seite von Lukas Heger und Richard Divis vertrat, hatte in Unterzahl in der 24. Minute die beste Eisbären-Gelegenheit bis dahin, scheiterte aber an Rosenheims Schlussmann Andreas Mechel. Stattdessen sorgte Jake Robinson-Smith für das 2:0 (27.). Als Schwamberger gegen den Pfosten krachte, gab es noch eine Eisbären-Schrecksekunde (33.). Der Deutsch-Tscheche versuchte es mit schmerzverzerrtem Gesicht, musste kurz pausieren und biss im letzten Durchgang auf die Zähne. Und die Rosenheimer hätten ihren Vorsprung mit einigen guten Gelegenheiten in der Endphase ausbauen können, unter anderem traf Smith den Pfosten (36.).

Immer wieder Robinson-Smith

Die Hausherren von Trainer John Sicinski – auch ein Mann mit EVR-Vergangenheit – lieferten ein Topspiel und führten hochverdient. „Wir haben Platz zwei selbst in der Hand. Den ersten Schritt wollen wir gegen Regensburg tun“, hatte Sicinski als Devise ausgegeben. Mit dem 3:0, erneut durch Robinson-Smith, nach nur 75 Sekunden des Schlussdurchgangs war die Entscheidung im Prinzip auch schon gefallen – der zehnte Skorerpunkt im erst fünften Starbulls-Auftritt für den 22-jährigen Kanadier, der 2014/15 schon einmal in der DNL für Rosenheim aufgelaufen war.

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Dann patzte auch noch Raphael Fössinger und ließ die Scheibe bei Simon Heidenreichs Schuss passieren (48.). Peter Flaches setzte mit seinem 27. Saisontor und dem 1:4 den Schlusspunkt (57.).

Rosenheim – Regensburg 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)

Starbulls Rosenheim: Mechel –Krumpe, Linden; Reiter, Dietrich; Bergmann, Vollmayer – Litesov, Bucheli, Zick; Höller, Baindl, Slezak; Mitchell, Daxlberger, Robinson-Smith; Heidenreich, Stanik, Fröhlich
Eisbären Regensburg: Fössinger – Gulda, Bühler; Schiller, Weber; Vogel, Schütz – Heger, Schwamberger, Divis; Sauer, Keresztury, Flache; Klaus, Schwarz, Tippmann

Tore: 1:0 (18:14) Bergmann (Vollmayer-Daxlberger), 2:0 (26:23) Robinson-Smith (Mitchell-Bergmann), 3:0 (41:15) Robinson-Smith (Daxlberger-Vollmayer), 4:0 (47:19) Heidenreich (Reiter-Stanik), 4:1 (56:53) Flache (Weber-Keresztury)
Schiedsrichter: Bastian Steingross. – Zuschauer: 2432. – Strafminuten: Rosenheim 8 – Regensburg 6

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