MyMz

Regensburg-Marathon

Endlich über die Steinerne Brücke laufen

Der Countdown für mindestens 3500 Teilnehmer auf vier Strecken bis zum Marathon am Sonntag läuft. Wer meldet nach?
Von Claus-Dieter Wotruba

Über eine Brücke müssen sie gehen, genauer laufen: LLC-Vorstand Sylvia Gingele im Teilnehmershirt, der städtische Vertreter Dr. Klaus Rappert und Chef-Organisatorin Claudia Fritsch (von links) freuen sich mit den Maskottchen Mara und Thoni, dass die Steinere Brücke am Sonntag nach neun Jahren Pause wieder ein Teil der Strecke sein wird. Foto: Claus Wotruba
Über eine Brücke müssen sie gehen, genauer laufen: LLC-Vorstand Sylvia Gingele im Teilnehmershirt, der städtische Vertreter Dr. Klaus Rappert und Chef-Organisatorin Claudia Fritsch (von links) freuen sich mit den Maskottchen Mara und Thoni, dass die Steinere Brücke am Sonntag nach neun Jahren Pause wieder ein Teil der Strecke sein wird. Foto: Claus Wotruba

Regensburg.Ein Regensburg-Besuch ohne Steinerne Brücke ist wie ein Aufenthalt in der Stadt, ohne in den Dom zu gehen oder Bratwürschtl zu essen. Kurz: Geht gar nicht! Die Läufer des Regensburg-Marathons hatten lange keine Wahl und durften wegen der Sanierung nicht. Jetzt können sie wieder. „Endlich“, sagt Claudia Fritsch, die Chef-Organisatorin. „Vor neun Jahren war es das letzte Mal, dass wir über die Brücke gelaufen sind. Das ist fast eine ganze Läufergeneration her.“

Am Sonntag wird es bei der 28. Auflage im Jahr des 40-jährigen Vereinsjubiläums des ausrichtenden LLC Marathon Regensburg am Start und Ziel auf dem Infineongelände im Stadtwesten Regensburgs wieder rund dreieinhalb Minuten dauern, bis sich die Teilnehmer auf den vier Strecken von Viertel-, Halb-, Dreiviertel-Marathon und die komplette Marathonstrecke von 42,195 Kilometern auf die Socken gemacht haben. Im Ziel wartet eine Medaille, auf der aus gegebenem Anlass – natürlich – die Steinerne Brücke abgebildet ist.

Läuferwürze liegt in der Kürze

Weiterhin gilt: „Der Trend geht zu den kürzeren Strecken“, sagt Claudia Fritsch und meldet als einen der Belege, dass der Firmenlauf am 10. Juli mit 3000 Teilnehmern ausgebucht ist. „Eine kürzere Strecken ist eben auch eine Möglichkeit, einmal an einem so großen Event teilzunehmen“, sagt Fritsch und hat noch einen Beleg für die steigende Läufer-Vorliebe für die Würze de Kürze: „Im Halbmarathon haben wir 2500 Anmeldungen – und da kommen sicher noch 200, 300 Nachmeldungen dazu.“

Leichtathletik

Punktlandung beim Regensburg-Marathon

Die Anmeldezahlen für das Laufspektakel bewegen sich auf dem Niveau der Vorjahre. Einige Favoriten gehen erneut an den Start.

Dass jetzt die Strecke über eines der Wahrzeichen und die Donau führt, macht die Strecke kurzweiliger. „Die Läufer können diesmal den Dom von einer anderen Seite sehen und das Panaroma genießen“, sagt Claudia Fritsch bei der Abschluss-Pressekonferenz im „Curry and style“ in Stadtamhof auf Höhe der Wendemarke für die Läufer.

Überhaupt entwickelt sich die Strecke in Fritschs Augen. „Ich bin jetzt das siebte Mal dabei und sie ist immer schöner geworden. Früher war der Osten öde und langweilig: Heute sind dort attraktive Wohngebiete entstanden“, berichtet sie über einen Teil der Strecke. Diesmal wird auch eine neue Verpflegungsstelle am Domplatz den Attraktivitätsfaktor erhöhen.

Das Marathon-Vorprogramm am Samstag

  • Start:

    Der MZ-Frühstückslauf, für den rund 300 Einsteiger acht Wochen trainiert haben, ist ab 9.30 Uhr der erste Wettbewerb des Wochenendes. Ab 12 Uhr sind 1600 Kinder im Mini-Marathon auf Strecken bis 4,2 Kilometer unterwegs, auch im Rollstuhl und Rollator, dem R-Lauf.

  • Trachtenlauf:

    Am Samstag ab 17 Uhr wird 4,2 Kilometer in Dirndl und Lederhose gelaufen.

Goutiert wird die Strecke einerseits von Startern aus der ganzen Welt – auch wenn großartige sportliche Ansprüche nicht im Sinne der Organisatoren sind. Besonders begeistert aber sind die einheimischen Läufer: „Das Gros kommt aus dem ostbayerischen Raum“, sagt Fritsch und hat genauer nachgerechnet. „Ein Viertel der Starter hatte seinen Wohnsitz in Regensburg: Die Regensburger haben den Regensburg-Marathon also für sich angenommen.“ Ein Selbstläufer ist die Organisation trotzdem nicht. „Es war diesmal gar nicht so einfach, die nötigen Sponsoren in trockene Tücher zu bekommen“, erklärt Sylvia Gingele, die Vorsitzende des LLC Marathon. „Wir brauchen diese Sponsoren auch, weil wir sonst die Startgelder so erhöhen müssten, dass der Breitensportgedanke gefährdet wäre.“

Ob der Vorjahressieger kommt?

Die beiden Organisatorinnen Gingele/Fritsch und ihre Helfer haben es wieder irgendwie hinbekommen und hoffen auch dank des Einsatzes von 15 Feuerwehren, 60 Rot-Kreuzlern und 50 Masseuren der Döpfer-Schulen auf einen reibungslosen Ablauf. „Der Aufbau der Zeltstadt beginnt am Donnerstag und findet in Windeseile statt“, berichtet Claudia Fritsch. Sie hat auch schon die Liste nach den Vorjahressiegern gefiltert, „aber keine gefunden“. Auch Felix Mayerhöfer von der DJK Daßwang nicht, der vor der Haustür zuhause ist und in den beiden vergangenen Jahren den Marathon gewann.

Weitere Nachrichten aus dem Sport finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht