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Judo

Ernüchternde Bilanz für TSV-Trio

In Paris punkten die Deutschen nicht so wie erhofft. Für die Kämpfer des TSV Abensberg lief es alles andere als rund.
Von Dieter Krelle

Johannes Frey scheiterte in Runde zwei. Foto: Jonas Güttler/dpa-Archiv
Johannes Frey scheiterte in Runde zwei. Foto: Jonas Güttler/dpa-Archiv

Paris.„Außer Spesen nicht viel gewesen.“ So ließ sich das Abschneiden der deutschen Judo-Elite am ersten Tag beim Grand Slam in Paris beschreiben. Jubel dagegen am zweiten Tag des Traditionsturniers: Mit den Finalqualifikationen von Dominic Ressel im Mittelgewicht und Luise Malzahn in der 78-kg-Kategorie hatten die Nationalstaffeln die Kurve gekriegt.

Für drei Kämpfer des deutschen Rekordmeisters TSV Abensberg lief es alles andere als rund. Platz sieben für den zunächst durchaus überzeugend auftretenden Sebi Seidl (66 kg). Doch die in Runde vier gegen den späteren Finalisten Vazha Margvelashvili erlittene Niederlage im Golden Score hatte Wirkung gezeigt. In der Trostrunde war gegen den Russen Abdulzalilov, der mit einer Innensichel siegte, der Dampf raus. Pech hatte auch Manuel Scheibel.

Ein unüberwindliches Hindernis

Für diesen baute sich in Runde zwei mit dem späteren Turniersieger Denis Viriu aus Rumänien ein unüberwindliches Hindernis auf. Beachtlich dennoch sein Widerstand bis zur Ippon-Niederlage nach 3:32 Minuten – die erste Wertung seines mehrmals in Gefahr geratenen Gegners. Die neue TSV-Schwergewichtshoffung Johannes Frey scheiterte bereits in Runde zwei.

Die Einstellung Scheibels hätten einem Talent wie Moritz Plafky (60 kg) und den höher gewetteten Igor Wandtke und Antony Zingg (73 kg) gut gestanden. Doch sie scheiterten bereits in Runde zwei. Da bei den Damen sich auch Katharina Menz (48 kg), Nathalie Rouviere (52 kg), die 57-kg-Zwillinge Amelie und Theresa Stoll und Martyna Trajdos (63 kg) früh verabschiedeten, mussten die DJB-Hoffnungen auf eine erfolgreiche Generalprobe für den Heim Grand Slam in Düsseldorf auf den zweiten Tag verschoben werden. Bei Bundestrainer Richard Trautmann dürfte der Auftritt von Dominic Ressel (81 kg) für ein gewisses Aufatmen gesorgt haben. Er kämpfte sich souverän zum Poolsieg, während Ex-Weltmeister Alexander Wieczerzak an der neuen Mittelgewichts-Größe Saeid Mollaei aus dem Iran in der dritten Runde chancenlos abging.

Sven Heinle auf dem siebten Platz

Ressel, ein Ex-Abensberger, dagegen trieb in einem Gefecht bis zur totalen Erschöpfung den Russen Khasan Khalmurzaev nach über neun Minuten Kampfzeit in die Verwarnungs-Niederlage und sicherte den DJB-Männern die einzige Gold-Medaille. Endkampfgegner war der Israeli Sagi Muki, ebenfalls ein ehemaliger Abensberger.

Halbschwergewichtlerin Luise Malzahn (78 kg) holte ebenfalls eine Medaille. Im Halbfinale bezwang sie die Chinesin Fei Chen. Auf Platz sieben kämpfte sich Schwergewichtler Sven Heinle. Für den neuen Abensberger Johannes Frey galt nach Runde zwei die Erkenntnis im Feld der 30 Kilo mehr aufweisenden Konkurrenz das Motto „Gewogen und zu leicht befunden“. Wie er gegen den da höchst explosiven Koreaner Kim Sungmin abging, war schon sensationell.

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