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Kommentar

Es ist an der Zeit zu liefern

Ein Kommentar von Ein Kommentar Claus-Dieter Wotruba

Wenn ein Team beim Tabellenletzten das erste Drittel 1:3 verliert, aber das zweite 8:1 gewinnt, dann ist in zweimal 20 Minuten alles gesagt. Das Spiel in Höchstadt spiegelt das Potenzial der Eisbären 2019/20 so gut wieder wie kein zweites. Dass der vermeintliche Anwärter auf die Spitze ein Kellerkind ist, ist einfach nicht zu glauben.

Mag sein, dass die Mannschaft jung ist – und damit instabil. Dass die Niederlagen allesamt knapp ausfielen, stimmt auch. Dass es diverse Probleme gab, die im Herbst 2018 nicht da waren, ist ebenfalls Fakt. Und dass es sich leichter spielt, wenn niemand etwas erwartet sowieso. Doch 16 Spiele sind kein Saisonstart, keine Momentaufnahme: Für Trainer und Team wird es Zeit zu liefern. Jetzt und sofort!

Das Schöne ist: Im Herbst entscheidet sich im Eishockey gar nichts. Und auch wenn sich die Redensart, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, auf eine Geschichte von Lügenbaron Münchhausen gründet, ist es an der Zeit selbiges zu tun. Gelingt das, wird das jeden Spieler enorm weiterbringen. Wenn nicht, braucht es Veränderung. Welche auch immer.

Fakt ist nämlich auch: Ein ambitioniertes Eishockeyteam wirtschaftlich aufrecht zu erhalten, ist schwer genug. Krachender Misserfolg wie aktuell schadet nicht nur, sondern gefährdet die Existenz auf höherem Niveau.

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