MyMz

Eishockey

Es reicht nicht für die Eisbären

2832 Zuschauer sehen, wie Spitzenreiter Deggendorf auch das zweite Donau-Derby mit 5:3 für sich entscheidet.
Von Claus-Dieter Wotruba

Das große Engagement in der Regensburger Defensive half am Ende nichts: Fünfmal musste Goalie Fössinger hinter sich greifen. Foto: Christian Brüssel
Das große Engagement in der Regensburger Defensive half am Ende nichts: Fünfmal musste Goalie Fössinger hinter sich greifen. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Stellenweise verbessert, aber nicht stark genug für den Spitzenreiter präsentierten sich die Eisbären vom EV Regensburg in der Eishockey-Oberliga Süd. Mit dem 5:3 (1:1, 3:1, 1:1) gewannen die Niederbayern des Deggendorfer SC vor der Topkulisse von diesmal 2832 Zuschauern nach dem ersten Vergleich zum Saisonstart in Deggendorf auch das zweite Donau-Derby in der Donau-Arena. Das Oberpfälzer Team von Trainer Igor Pavlov muss nun versuchen, es am Sonntag (18 Uhr) in Peiting besser zu machen.

Eishockey

Die Eisbären suchen die Balance

Igor Pavlov will jetzt am liebsten eine Serie starten. Gegen Deggendorf und in Peiting werden die Ansprüche stark geprüft.

Mit neuem Zug im Spiel knüpften die Eisbären im ersten Drittel an die zuletzt beim 2:1 gegen Füssen zuhause gezeigte Leistung an. Tomas Gulda hatte sich doch fit gemeldet und war einer der acht Eisbären-Verteidiger, die sich mit Thomas Greilinger dem vielleicht besten Oberligaspieler der Saison gegenüber sahen. Der ehemalige Nationalspieler und langjährige DEL-Spieler lieferte früh eine Kostprobe seines Könnens, als er nach 5:22 Minuten im eigenen Drittel loskurvte und mit all seiner Routine zum 1:0 abschloss.

Siebter Saisontreffer für Flache

Es entwickelte sich gegen die Niederbayern, bei denen der Deutsch-Kanadier Tyler Brower und der Ex-Regensburger Youngster Filip Reisnecker ihre Debüts gaben, eine immer intensiver werdende Partie, in der sich auch die Hausherren nach und nach ihre Chancen erspielten.

Nikola Gajovsky hatte die besten Gelegenheiten nach einem Gulda-Schuss (13.) und bei einem Break, als er an Schlussmann David Zabolotny scheiterte (16.). Erst als Vorbereiter klappte es aber beim Tschechen: Als bei beidseitigen Strafzeiten und vier gegen vier Platz auf dem Eis war, kam der Pass auf Kapitän Peter Flache, der zu seinem siebten Saisontreffer vollendete (16.).

Wieder mehr als drei Wünsche

Igor Pavlov hatte vor der Partie schon die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Zeiten der Torfluten vorbei wären und das bildhaft erklärt. „Bei einer Fee hat man immer drei Wünsche“, sagte der Eisbären-Coach. „Man kann schon hoffen, dass der Torwart einmal einen Alleingang hält, Nikola Gajovsky ein Tor macht und der Gegner einmal am leeren Tor vorbeischießt. Aber das geht eben nur dreimal und nicht 30 Mal.“ Beim Pflichtspiel-Debüt von Verteidiger Andre Bühler war allerdings der Wunsch der Vater des Pavloschen Gedankens. Denn in der Defensive zeigten sich auch diesmal immer wieder Lücken, die die Gäste auch clever nutzten.

Zwar lief es auch im zweiten Durchgang viel besser als zuletzt, aber nur zunächst. Richard Divis, Nikola Gajovsky und am Ende erneut Peter Flache spielten eine mustergültige Überzahlkombination – 2:1 (24.). Da saß Deggendorfs Verteidiger Andreas Gawlik auf der Strafbank, der anschließend mit drei Treffern hintereinander danach zur Freude des bestens gefüllten Gästeblocks im Donau-Derby zum Mann des Drittels wurde.

Signal kurz vor Ende

Beim 2:2 überraschte er in Gäste-Überzahl Eisbären-Keeper Raphael Fössinger, dem die Sicht verdeckt war nur 151 Sekunden nach der Regensburger Führung., glich in der 32. Minute aus und hämmerte den Puck schließlich bei neuerlichem Powerplay auch zum 4:2 in die Maschen (36.). Die Niederbayern hatten durchaus eindrucksvoll gezeigt, warum sie Spitzenreiter sind und auch jenseits eines Greilinger Qualität im Kader haben.

Zwischendrin hatte Peter Flache zwar erst bei einem Konter zu dritt und im Anschluss noch einmal eine Eisbären-Führung auf dem Schläger (28.), aber Fössinger hatte auch gegen den freien Filip Reisnecker nach genauen 28 Minuten zu retten. Danach freilich tauchten die Hausherren offensiv ab. Erst Gajovsky 29 Sekunden vor Ende setzte mit einem Solo noch einmal ein Signal.

Osterberg-Tor entscheidet

Auf die Suche nach einem nochmaligen Zugriff auf die Partie machten sich die Eisbären vergeblich. Nach dem Konter, den US-Boy Kyle Osterberg mit dem 5:2 abschloss, war früh die Entscheidung gefallen (45:58). Daran änderte auch das dritte Eisbären-Tor von Richard Divis 22,1 Sekunden vor Ende nichts mehr.

Regensburg – Deggendorf 3:5 (1:1, 1:3, 0:1)

Eisbären Regensburg: Fössinger – Gulda, Heider; TZippmann, Schiller; Bühler, Schütz; Vogel, Diel – Flache, Gajovsky, Divis; Schwamberger, Sokolov, Sauer; Mühlbauer, Keresztury, Schwarz; Heger, Herrmann, Tausch

Deggendorfer SC: Zabolotny – Pietsch, Pfänder; Andreas Gawlik, Wolfgram; Schmid, Brower; Kischer – Greilinger, Osterberg, Schembri; Röthke, Christoph Gawlik, Brunner; Stern, Döring, Seidl; Reisnecker; Maul, Resinecker

Tore: 0:1 (5:22) Greilinger (Pfänder bei 5-4), 1:1 (15:50) Flache (Gajovsky-Divis bei 4-4), 2:1 (23:12) Flache (Gajovsky-Divis bei 5-4), 2:2 (25:43) A. Gawlik (Osterberg bei 5-4), 2:3 (31:03) A. Gawlik (Pietsch-C. Gawlik), 2:4 (35:43)A. Gawlik-Stern bei 5-4), 2:5 (45:58) Osterberg (A. Gawlik-Osterberg), 3:5 (59:38) Divis (Heider)

Schiedsrichter: Jens Steinecke. – Zuschauer: 2832. – Strafminuten: Regensburg 8 – Deggendorf 6

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht