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Handball

ESV legt vor, HC Erlangen zieht nach

Das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der Herren-Bezirksoberliga hält an. Die SG Regensburg II feiert einen wichtigen Sieg.
Von Gerd Winkler

ESV-Abwehrchef Thomas Reber traf dreimal.  Foto: Brüssel
ESV-Abwehrchef Thomas Reber traf dreimal. Foto: Brüssel

Regensburg.Alles wie gehabt in der Handball-Bezirksoberliga: Seit November siegt das Spitzenduo wöchentlich im Gleichschritt. Tabellenführer ESV 1927 Regensburg legte mit dem 26:22 (13:4)-Heimsieg über Herzogenaurach vor, tags darauf zog der zwei Zähler dahinterliegende HC Erlangen III (26:21 gegen HSG Erlangen) nach.

„Unser Konzept in der Abwehr ist sehr gut aufgegangen“, bilanzierte ESV-Trainer Bernie Goldbach den achten Erfolg in Serie: „Wir haben den Gegner immer wieder in die Mitte reinkommen lassen und dann offensiv attackiert.“ Die nur vier Gegentore zur Pause sprächen Bände. Aber: „Zur Halbzeit muss das Ergebnis wesentlich deutlicher sein, wir haben extrem viele Chancen vergeben“, bedauerte Goldbach. Unter dem Strich seien mehr als 50 Würfe zustande gekommen. Gegen Ende betrieben die Gäste mit einem 8:1-Lauf Ergebniskosmetik. Goldbach: „Das Spiel haben wir schon zu früh abgehakt, das darf so nicht passieren.“

Die SG Regensburg II konnte unterdessen dank des 32:24 (12:10)-Sieges bei Schlusslicht HC Weiden das Polster auf die Abstiegszone auf sechs Punkte ausbauen. Früh setzten die Nordoberpfälzer auf eine kurze Deckung gegen Halblinks Sebastian Heiligtag. „Damit hatten wir schon gerechnet, dafür hatten wir beim Fünf-gegen-Fünf mehr Platz“, berichtete SG-Coach Michi Sigl. „Wir haben die Außen reingezogen, damit die anspielbar sind und Druck auf die Abwehr ausüben.“ Mit mehr Räumen im Rückraum konnte der leichtfüßige Johannes Hugo seine technischen Qualitäten voll zur Geltung bringen. „Wir sind ausgeglichener als Weiden besetzt“, stellte Sigl final fest.

Derweil kassierte Wiederaufsteiger SG Naabtal die dritte Heimpleite: 33:39 (14:20) gegen den TV Altdorf. Vergeigt wurde das Spiel in der Positionsabwehr. „Wir waren zwar am Körper der Altdorfer dran, aber zu wenig ballbezogen“, kritisierte Trainer Matthias Frankerl das inkonsequente Verteidigen: „Die hatten die Wurfhand frei und konnten entscheiden – werfe ich oder spiele ich ab.“ Der zweifache Wechsel des Abwehrsystems ging ins Leere, auch die Absprachen hätten gefehlt. Somit war die eigene gute Wurfausbeute für die Katz.

Eine bittere 25:26 (12:12)-Heimniederlage quittierte die akut abstiegsgefährdete HSG Nabburg/Schwarzenfeld gegen den HC Forchheim. Mit der Schlusssirene kamen die Gäste auf dem rechten Flügel durch einen Rechtshänder zum Siegtor. „Wenn die Leute nicht ins Training kommen, wie willst du da Spielzüge und die zweite Welle einstudieren?“, polterte Coach Christian Zachmann: „Ich weiß nicht, ob ich nach der Saison weitermache.“ Er sei aufgewühlt erst um 4 Uhr morgens eingeschlafen – „und einen höheren Puls habe ich auch seit Monaten...“

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