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Handball

ESV sieht sich so stark wie nie

Regensburger Drittligist hat Meisterschaft im Visier. Für den Aufstieg braucht es aber noch eine erfolgreiche Relegation.
Von Gerd Winkler

Die ESV-Frauen haben ehrgeizige Ziele in der 3. Liga: Nicole Lederer, Dorothee Mooser, Andrea Vlachova, Franziska Peter, Anna Fuhrmann, Sophia Peter, Nicole Schiegerl, Andrea Poschenrieder, Kristyna Hurtova, Chiara Zellner, Natascha Weber, Andreea Popovici, Carina Vetter, Annalena Kessler, Amelie Bayerl, Isabel Toth, Sara Mustafic und Julia Drachsler (von links) Foto: Alexander Paintner
Die ESV-Frauen haben ehrgeizige Ziele in der 3. Liga: Nicole Lederer, Dorothee Mooser, Andrea Vlachova, Franziska Peter, Anna Fuhrmann, Sophia Peter, Nicole Schiegerl, Andrea Poschenrieder, Kristyna Hurtova, Chiara Zellner, Natascha Weber, Andreea Popovici, Carina Vetter, Annalena Kessler, Amelie Bayerl, Isabel Toth, Sara Mustafic und Julia Drachsler (von links) Foto: Alexander Paintner

Regensburg.Bevor am Samstag die Handballfrauen des Drittligisten ESV 1927 Regensburg mit dem Heimspiel gegen den TV Möglingen in die neue Saison starten, hält sich der Abteilungsleiter bedeckt, während der Trainer nach der Vizemeisterschaft im Mai ein klares Ziel vor Augen hat. Dieter Müller, seit zig Jahren die „graue Eminenz“ an der Dechbettener Brücke, schwärmt „von einem so guten Kader, wie ihn wir noch nie hatten. Die Vorbereitung ist super gelaufen, ich freue mich riesig, wenn es jetzt endlich losgeht“. 2003 gelang dem ESV erstmals der Aufstieg in die 2. Liga.

„Damals ist es viel leichter gewesen, aufzusteigen. Nur in der Spitze waren die Mannschaften gut, mittlerweile ist in der Liga die Breite wesentlich stärker geworden“, mahnt Müller und sagt zum Saisonziel: „Unter die ersten Drei müssen wir schon kommen.“ Müller mahnt, dass die drei Neuen zu integrieren seien und sich die Mannschaft erst finden müsse. Der satte 17er-Kader könne durchaus ein Problem für die Trainer werden, meint der Abteilungsleiter: „Es wird sich erfahrungsgemäß ein enger Stamm von neun, zehn Feldspielern herauskristallisieren“. Dann seien noch vier, fünf weitere Akteure da, die kaum Spielanteile bekommen oder gar nicht zum Einsatz kommen. Gerade bei den Auswärtsspielen könne das zu Frust führen.

ESV: Spielpraxis in der Zweiten?

„Es wird Unzufriedene geben, das ist in jeder Mannschafts-Sportart so“, befürchtet Müller: „Das ist eine Aufgabe für die Trainer, das zu lösen.“ Er rede keinem Trainer rein, aber bevor einige Spielerinnen kaum oder gar nicht zum Einsatz kommen, mache es mehr Sinn, dass diese bei der Landesliga-Truppe Spielpraxis kriegen, sagt er: „Bevor eine nur fünf Minuten spielt, macht es mehr Sinn, in unserer Zweiten 55 Minuten zu spielen.“

Vor dem Start

  • Bunker:

    Dieter Müller ist guter Dinge, dass die Sanierung es zulässt, dass ab November zumindest an der Dechbettener Brücke trainiert werden kann. Ab Januar soll der ESV seine Heimspiele wieder im Bunker ausgetragen können.

Zwischen den Zeilen verrät Müller dann doch, wo die Reise hinzugehen hat. „Wir haben unsere Aufgaben erledigt, die Trainer haben ihre Wunschspielerinnen bekommen.“ Nun seien Stefan von Frankenberg und sein Co. Ingo Gömmel gefordert. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Konkurrenz in puncto Quantität und Qualität mehr zu bieten habe. Der große Kader könne vier, fünf Ausfälle wegstecken. Zudem seien die Spielerinnen so austrainiert, dass leichte Verletzungen wie muskuläre Probleme kaum vorkommen werden. „Und ich kann mir so viel Pech mit größeren Verletzungen gar nicht vorstellen, dass wir mit den vielen Leuten da ein Problem kriegen.“

Abschließend hat der 71-Jährige noch eine Botschaft für Franzi Peter und Co.: „Wir haben uns auf uns zu konzentrieren, nicht auf den Gegner. Dann läuft es!“ Coach Stefan von Frankenberg, in seiner dritten Saison auf der Bank, drückt sich klar aus. „Es wäre unglaubwürdig, wenn wir uns nicht die Meisterschaft als Ziel setzen würden.“

Es sei jetzt eine neue Situation, dass man als Favorit gelte, das werde man auch annehmen. „Nicht zu vergessen ist, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben, die diesen positiven Druck im Kopf verarbeitet bekommen muss“, tritt von Frankenberg auf die Euphoriebremse. Der 47-Jährige ist überzeugt, „dass die Gegner noch mehr motiviert sind, uns ein Bein zu stellen“. In der Vorsaison hat der ESV einige Punkte gegen Teams aus dem Mittelfeld liegenlassen. Das müsse seine Crew künftig abstellen, um das große Ziel zu erreichen.

Handball

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Amelie Bayerl ist der Königstransfer

Spielmacherin Amelie Bayerl (vorher HCD Gröbenzell), Halblinks Isabel Toth (HSG Würm-Mitte) und Kreisläuferin Julia Drachsler, die nach einem einjährigen Abstecher nach Herzogenaurach zurück an die Donau wechselte, kommen von Drittligisten. Der Königstransfer ist Bayerl, die in der Junioren-Nationalmannschaft Teamkameradin von Franzi Peter war. Dem Trio steht der Verlust der gesetzten Rechtsaußen Mirela Negrutiu-Chirila (Karriereende) entgegen. In der Vorbereitung haben die Eisenbahnerinnen einen Aufwand wie noch nie betrieben: Trainingslager in Regenstauf, Pilsen und im fränkischen Roßtal sowie die Teilnahme am gut besetzten Wochenendturnier in Echterdingen.

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