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Fussball

FC Bayern besiegt Cottbus mit 3:1

Ohne Glanz lösen die Bayern die Pflichtaufgabe im Pokal. Bis zum Bundesliga-Auftakt gegen Hertha bleibt noch viel Arbeit.
Von Jens Mende und Jens Marx

Münchner Jubeltraube: Torschütze Kingsley Coman (r.) feiert mit Corentin Tolisso und Leon Goretzka (l.) seinen Treffer zum 2:0. Foto: Odd Andersen/afp
Münchner Jubeltraube: Torschütze Kingsley Coman (r.) feiert mit Corentin Tolisso und Leon Goretzka (l.) seinen Treffer zum 2:0. Foto: Odd Andersen/afp

Cottbus.Nach den Endlos-Diskussionen um neues Personal hat der FC Bayern beim tapferen Außenseiter Energie Cottbus nur einen schmucklosen Sieg geschafft. Dauertorjäger Robert Lewandowski (32. Minute), Kingsley Coman (64.) und Leon Goretzka (85.) sorgtenam Montagabend in der Lausitz für das 3:1 (1:0) des Rekord-Pokalsiegers zum Start der Mission Jubiläumstitel. 19 Mal haben die Münchner den nationalen Cup schon gewonnen – am Saisonende soll der 20. Pokalsieg stehen. Vor 20 602 Zuschauern im ausverkauften Stadion der Freundschaft tat sich der Favorit unerwartet schwer. Die Gastgeber kamen in der Nachspielzeit durch Berkan Taz per Foulelfmeter noch zum Ehrentor (90.+3).

„Ungleicher als ungleich“, hatte Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz das Duell der in die vierte Liga abgestürzten Lausitzer mit den großen Bayern beschrieben. Dafür hielt seine Mannschaft überraschend lange dem Münchner Druck stand. Womöglich auch, weil der große Favorit vier Tage vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Hertha BSC noch ein wenig im Schonmodus agierte.

Illustre Besetzung der Bank

Das zeigte allein schon die illustre Besetzung der Bank, wo zu Spielbeginn immerhin 80-Millionen-Euro-Neuzugang Lucas Hernández, Nationalspieler Goretzka und 2014er-Weltmeister Jérôme Boateng Platz nahmen. Dafür hatte der französische Neuzugang Benjamin Pavard in der Innenverteidigung den Vorzug erhalten. Die Münchner Elf auf dem Rasen konnte Trainer Niko Kovac aber nicht restlos überzeugen. Ungeachtet der hohen Ballbesitzquote waren die Bayern nicht zwingend genug und erlaubten sich den ein oder anderen Passfehler im Spiel. Thomas Müller fand selten Bindung zu seinen Nebenleuten. Meist wurde es noch über die linke Seite gefährlich, wenn sich Coman mit Tempo-Dribblings Räume verschaffte.

Cottbus schlägt sich tapfer

So resultierte auch die erste große Chance, als Coman auf Lewandowski auflegte. Doch der erst 19 Jahre alte Energie-Torhüter Lennart Moser lenkte den Schuss des Polen noch an die Latte (14.). Der Keeper lieferte eine überragende Partie ab und rettete auch vor dem Münchner Führungstor bei einem Kopfball von Coman großartig. Doch beim Nachschuss von Lewandowski war er geschlagen. Für den Bundesliga-Torschützenkönig war es bereits das 34. Tor im DFB-Pokal. Coman scheiterte zudem mit einem Kopfball an die Latte (41.).

Am Ende des ersten Durchgangs konnten sich die Lausitzer, die von 2000 bis 2003 und dann noch einmal von 2006 bis 2009 in der höchsten deutschen Spielklasse dabei waren, sogar für kurze Zeit vom großen Bayern-Druck befreien.

Auch im zweiten Durchgang erspielten sich die Münchner viel zu selten klare Torchancen – und das gegen eine Mannschaft, die im Schnitt gerade einmal 21,3 Jahre alt war, nimmt man Routinier Dimitar Rangelow (36) raus. „Deutscher Meister, keiner weiß warum“, schallte es gar von den Rängen. Die vagen, aber nie realistischen Hoffnungen auf einen großen Coup des krassen Außenseiters machte aber schließlich Coman zunichte, als er aus halblinker Position den Ball ins lange Eck setzte. Anschließend traf auch noch Goretzka. Kurz vor Schluss kam Hernandez zu seinem Debüt. So bleibt noch ein wenig Arbeit auf den Bundesliga-Serienmeister. Vielleicht hilft auch die eine oder andere Neuverpflichtung.

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