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Fußball

FC Bayern holt sich die Meisterschaft

Der FC Bayern ist zum siebten Mal in Folge Deutscher Meister. Die Münchner gewannen gegen Frankfurt mit 5:1.

Der FC Bayern ist zum 29. Mal Deutscher Meister. Im Bild: Torjubel nach dem Tor von David Alaba (links) in der 53. Minute. Foto: John Macdougall/AFP
Der FC Bayern ist zum 29. Mal Deutscher Meister. Im Bild: Torjubel nach dem Tor von David Alaba (links) in der 53. Minute. Foto: John Macdougall/AFP

München.Die Schale bleibt in München. Beim emotionalen Abschied der Torschützen Franck Ribéry und Arjen Robben hat sich der FC Bayern zum siebten Mal zum deutschen Fußball-Meister gekrönt. Es war der insgesamt 29. Titelgewinn. Beim 5:1 (1:0)-Torfestival gegen Eintracht Frankfurt standen die souveränen Münchner am Samstag zu jedem Zeitpunkt des Titel-Fernduells mit Borussia Dortmund an der Tabellenspitze. Trainer Niko Kovac wurde mit Sprechchören gefeiert.

Kingsley Coman (4. Minute) nahm dem Bundesliga-Finale früh viel Spannung. Auch den Ausgleich durch Sébastien Haller (50.) beantworteten die Münchner prompt. Nach den Treffern von David Alaba (53.), Renato Sanches (58.), einem wunderbaren Sololauf von Ribéry (72.) und dem 99. Liga-Tor von Robben (78.) konnten die Bayern früh mit immer größerer Vorfreude der Übergabe der Meisterschale und den Feierlichkeiten entgegenblicken.

Die Frankfurter retteten sich trotz der hohen Niederlage in die Qualifikation zur Europa League. Den Bayern um den alten und neuen Torschützenkönig Robert Lewandowski (22 Tore) winkt in einer Woche im DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Leipzig dagegen das Double.

Abschied von Robben, Ribéry und Rafinha

Emotional wurde es schon vor dem Anpfiff in der Münchner Arena. Die Bayern-Bosse verabschiedeten Ribéry, Robben und Rafinha unter dem lautstarken Jubel der 75 000 Zuschauer. „Servus & Danke“ stand auf einem großen Plakat in der Kurve. So ergriffen Robben und Ribéry die besonderen Momente vor der Partie genossen, so unglücklich waren die beiden über ihre Bankrolle zu Beginn des letzten Heimspiels nach einem glorreichen gemeinsamen Jahrzehnt. Die letzte knappe halbe Stunde entschädigte dann in ihrem letzten gemeinsamen Pflichtspiel in der Arena - Gänsehaut pur.

„Was die beiden hier geleistet haben, war sensationell“, sagte Kovac kurz vor dem Anpfiff. Dass vor seinem großen Tag als Meistercoach die Spekulationen um seine vorzeitige Demission eine neue Stufe erreicht hatten, wurmte den 47-Jährige: „So ist das Leben. Schade.“ Als zweiter Münchner nach Franz Beckenbauer kürte er sich als Spieler und Trainer mit dem FC Bayern zum Meister.

Der erste große Druck fiel im finalen Bundesliga-Schlussakt zeitig von Kovac ab. Die „Robbery“-Nachfolger rückten in den temporeichen Anfangsminuten in den Fokus. Nach Vorarbeit von Lewandowski und Thomas Müller traf Coman gegen die desolat postierte Frankfurter Dreierkette. Serge Gnabry erhöhte dann auf 2:0 (26.). Doch mitten in das Vorglühen für die Meisterehrung platzte die Kunde aus den Kölner Videokeller, dass Lewandowski in der Vorbereitung im Abseits gestanden hatte.

Torhüter Trapp glänzte

Dass die Frankfurter zur Pause überhaupt noch Chancen auf etwas Zählbares besaßen, hatten sie einzig Kevin Trapp zu verdanken. Der Nationaltorhüter rettete in der Anfangsphase glänzend gegen Gnabry (7.), Alaba (9.), Lewandowski (13.) und Thomas Müller (32.). Mehr und mehr verlor die Partie vor dem Seitenwechsel aber an Esprit.

Nach Magerkost-Fußball der Europa-League-Heroen in Hälfte eins, riskierten die Gäste nach der Pause mit der Hereinnahme von Haller mehr. Sie wurden schnell belohnt: Eckball Filip Kostic, Lattentreffer David Abraham - und Haller traf aus kurzer Entfernung zum Ausgleich.

Kovac schickte Ribéry und Robben zum Aufwärmen, die Kollegen auf dem Platz schlugen postwendend zurück. Trapp rettete noch gegen Müller, aber Alaba staubte ab. Sanches machte mit seinem ersten Bundesligator alles klar - und sprintete zum Jubel über den ganzen Platz zu Ribéry, Robben und Rafinha.

Sensationell beendete Sololäufer Ribéry seine Bayern-Heimzeit mit einem weiteren sehenswerten Tor für die Münchner, Robben machte es ihm wenig später nach. Im Kreise der tanzenden Teamkollegen feierten sie den perfekten Abschied.

Sonstige Ergebnisse

Im Gegensatz zum Titelkampf war am Tabellenende bereits in der Vorwoche alles klar. Hannover 96, das 1:2 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf verlor, verabschiedet sich nach zwei Jahren wieder in die 2. Liga. Gleiches gilt für Schlusslicht 1. FC Nürnberg, der zum Abschluss beim SC Freiburg 1:5 (0:2) unterlag und nach nur einem Jahr wieder zweitklassig ist.

In der Relegation nachsitzen muss der VfB Stuttgart, der beim FC Schalke 04 0:0 spielte. Auf Schalker Seite saß Huub Stevens zum letzten Mal auf der Bank, seine Mission Klassenerhalt hat der Niederländer erfüllt. Im Sommer macht er Platz für David Wagner.

Leverkusen zog dank der Tore von Kai Havertz (28.), dreimal Lucas Alario (38., 72. und 88.) und Julian Brandt (54.) bei einem Gegentor von Valentino Lazaro (34.) in die Königsklasse ein.

Wolfsburg kam durch drei Tore von Wout Weghorst (21., 37. und 55.) sowie Robin Knoche (42.), Daniel Ginczek (57.), Elvis Rexhbecaj (60.), Josip Brekalo (85.) und einem Eigentor von Kevin Danso (89.) zu einem Kantersieg und ist damit nächste Saison international vertreten. 1899 Hoffenheim verlor 2:4 (2:0) beim FSV Mainz 05 und verpasste damit ebenso die Europacup-Teilnahme wie Werder Bremen ungeachtet des 2:1 (1:0) gegen RB Leipzig.

(dpa)

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