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Fernando Hierro trainiert Spanien bei WM

Zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel trennt sich der Fußballverband von seinem Nationaltrainer. Nun gibt es einen Nachfolger.

Julen Lopetegui Foto: Miguel Morenatti/AP/dpa
Julen Lopetegui Foto: Miguel Morenatti/AP/dpa

Krasnodar.Sportdirektor Fernando Hierro übernimmt die spanische Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland. Dies gab der Verband am Mittwoch via Twitter bekannt, nachdem er sich kurz zuvor von Julen Lopetegui getrennt hatte.

Der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler hatte bisher nur den Zweitligisten Real Oviedo trainiert. Hierro wird damit den WM-Favoriten beim ersten Spiel am Freitag in Sotschi gegen Europameister Portugal aufstellen.

Der einstige Real-Profi Hierro hat zwischen 1989 und 2002 für La Roja 89 Länderspiele bestritten. Der spanische Verband kündigte für diesen Mittwoch um 16.30 Uhr (MESZ) eine erneute Pressekonferenz an. Lopetegui will sich nach Verbandsangaben erst nach seiner Rückkehr nach Spanien zu seinem spektakulären Abgang

Überraschende Trennung vor WM

Der spanische Fußballverband hat sich zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Portugal von seinem Nationaltrainer Julen Lopetegui getrennt. Das teilte Verbandschef Luis Rubiales am Mittwoch mit. Tags zuvor war der Wechsel Lopeteguis zu Real Madrid nach der Weltmeisterschaft in Russland bekanntgegeben worden. „Wir stecken in einer komplizierten Situation, die komplizierteste, die man sich vorstellen kann“, sagte Rubiales im WM-Quartier des früheren Welt- und Europameisters in Krasnodar.

„Wir stecken in einer komplizierten Situation, die komplizierteste, die man sich vorstellen kann.“

Verbandschef Luis Rubiales

Wer die Mannschaft jetzt beim Turnier betreut, war zunächst offen. Auf die Frage, wer das Training am Nachmittag leiten sollte, gab Rubiales auf einer um anderthalb Stunden verschobenen Pressekonferenz keine Antwort. „Wir suchen einen Trainer – von jetzt an“, sagte der Verbandschef. Als Kandidat für das Amt gilt U21-Trainer Albert Celades.

Vorwürfe gegen Real Madrid

Der Verbandschef erhob schwere Vorwürfe gegen Real. „Wir hatten überhaupt keine Information über das“, sagte Rubiales. „Julen hätte es lieber gehabt, wenn die Dinge anders gehandhabt worden wären.“

Der Verband RFEF war am Dienstag von der Ankündigung des spanischen Rekordmeisters und Champions-League-Siegers offenbar überrumpelt worden. Erst 50 Minuten nach der Real-Mitteilung hatte der RFEF mit einer dürren Presseerklärung reagiert, in der er die Ausstiegsklausel in Lopeteguis Vertrag bestätigte. Die Spieler hätten die Entscheidung der sofortigen Trennung „akzeptiert“, sagte Rubiales. „Es ist ein harter Schlag, aber wir stehen zusammen, um nach vorne zu schauen.“ . (dpa)

Infos zur Fußball-WM in Russland:

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