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Fünf Telis-Läufer meistern Marathon

In Frankfurt feierten die Regensburger Sportler Erfolge, lernten aber auch die Leiden der Distanz kennen.

Dominik Notz (Mitte) und Simon Boch (vorne) waren in Frankfurt am Start. Foto: Schaake
Dominik Notz (Mitte) und Simon Boch (vorne) waren in Frankfurt am Start. Foto: Schaake

Frankfurt.Katharina Steinruck, geborene Heinig (LG Eintracht Frankfurt), sorgte am Sonntag für die beste deutsche Leistung beim Frankfurt Marathon. Mit einer cleveren Renngestaltung steigerte sie ihre Bestzeit auf 2:27:26 Stunden und hakte damit die Olympia-Norm ab. Im Weltklassefeld tummelten sich bei guten äußeren Verhältnissen viele deutsche Marathonis, darunter auch zwei Frauen und drei Männer der LG Telis Finanz.

Als zweit- und drittbeste Deutsche konnten Thea Heim mit 2:41:14 Stunden und Corinna Harrer mit 2:41:58 Stunden ins Blickfeld laufen. Dominik Notz in 2:18:41 Stunden als knapp geschlagener drittbester Deutscher, Tim Ramdane Cherif in 2:20:14 Stunden als Vierter und Fabian Laukamp in 2:39:11 Stunden lernten bei ihren Debüts vor allem auf den letzten Kilometern die Leiden der längsten olympischen Distanz kennen.

Notz zollte seinem Tempo Tribut

Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) erlebte bei seinem Debüt die Höhen und Tiefen eines Marathons und finishte am Ende als zweitbester Deutscher in 2:18:33 Stunden. Kurz vor dem Ziel schnappte ihm Karl Junghannß (LAC Erfurt) den Prestigeerfolg „Bester Deutscher“ in 2:17:54 Stunden weg. Eine Halbmarathon-Bestzeit, die exakt der Durchgangszeit von Tesfaye entsprach, hatte Telis-Läufer Dominik Notz vor seinem ersten Marathon auf dem Konto. Er absolvierte in 66:39 Minuten eine schnelle erste Rennhälfte, konnte das Tempo aber nicht ins Ziel bringen. In 2:18:41 Stunden schaffte er mit Platz drei in der nationalen Wertung einen Achtungserfolg.

Knapp an der 2:20 Stunden-Barriere schrammte Tim Ramdane Cherif mit 2:20:14 Stunden vorbei. Auch er musste auf den letzten sieben Kilometern Federn lassen. Mittelstreckler Fabian Laukamp hatte am Ende mit Blutblasen zu kämpfen und war „einfach nur froh, das Ganze bewältigt zu haben“.

Harrer lässt Köln-Desaster hinter sich

Telis-Läuferin Thea Heim hatte sich anfangs mehr als ihre 2:41:14 Stunden ausgerechnet. Die Regensburgerin trug es mit Fassung und weiß, „dass ihre besten Zeiten auf dieser Strecke erst noch kommen“. Für Corinna Harrer hat sich nach dem Köln-Desaster vor zwei Wochen mit Abbruch nach 32 Kilometern der Versuch in Frankfurt gelohnt. Mit 2:41:58 Stunden steigerte sie ihre persönliche Bestleistung aus dem Frühjahr um fast genau fünf Minuten.

Auch Miriam Dattkes Teilauftritt lässt hoffen. Die ersten Halbmarathons der jungen Deutschen Meisterin waren vielversprechend, noch läuft sie aber überwiegend auf der Bahn. Am Sonntag schnupperte die 21-Jährige schon einmal Marathon-Luft und rannte bis Kilometer 26 das hohe Tempo von Steinruck mit. Die halbe Strecke absolvierte sie in 74:07 Minuten. Ihren ersten Marathon plant sie für 2021. (orv)

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