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Leichtathletik

Für Corinna Harrer lief es nicht

Die Regensburger Läuferin wird in London über 1500 Meter nur Letzte. Sprint-Superstar Usain Bolt glänzt mit seiner besten Zeit in diesem Jahr.

Die Kenianerin Mary Kuria gewann das 1500-Meter-Rennen mit der Regensburgerin Corinna Harrer in London. Foto: ap

London. Auf einer künstlichen Rakete und im Schneckentempo kam Usain Bolt ins Londoner Olympiastadion – als pfeilschneller Sieger verließ es der Sprint-Superstar wieder. Der Jamaikaner gewann am Freitagabend beim Diamond League-Meeting der Leichtathleten die 100 Meter sicher in 9,85 Sekunden. Er war damit so schnell wie noch nie in diesem Jahr und legte damit eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Moskau hin.

Vor 60 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion, das mittlerweile Queen Elizabeth Olympic Park heißt, wurde Bolt ein Jahr nach seinem dreifachen Gold-Triumph bei den Sommerspielen schon bei der Präsentation groß gefeiert. Der Showmann im giftgrünen T-Shirt winkte feixend ins Publikum – und gab später beim Schlusspunkt des Sportfests Gas, blieb allerdings über der Saisonbestmarke des Dopingsünders Tyson Gay (9,75). Der Weltrekordler ließ nach einem mäßigen Start den Amerikaner Michael Rodgers (9,98) und Landsmann Nesta Carter (9,99) hinter sich. Bolts Saisonbestzeit lag bis dahin bei 9,94.

In einem hochklassigen Hochsprung-Wettbewerb setzte sich der derzeitige Überflieger Bogdan Bondarenko mit 2,38 Meter durch. Der Ukrainer ließ die Latte sogar auf 2,43 und 2,47 Meter legen, riss aber. Der Weltrekord des Kubaners Javier Sotomayor liegt seit 1993 bei 2,45.

Zum Auftakt hatte der Magdeburger Martin Wierig den zweiten Platz im Diskuswerfen belegt. Der deutsche Meister musste sich mit 66,60 Metern nur Piotr Malachowski (67,35) geschlagen geben. Im Stabhochspringen untermauerte Silva Yarisley ihre Favoritenstellung für die WM. Die Kubanerin siegte mit 4,83 Metern und blieb sieben Zentimeter unter ihrer unangetasteten Saisonbestmarke. Zweite wurde Olympiasiegerin Jenifer Suhr (4,73) aus den USA vor Fabian Murer aus Brasilien (4,63) und der höhengleichen Leverkusenerin Silke Spiegelburg.

Für Corinna Harrer lief es schlecht. Die 22-jährige Regensburgerin von der LG Telis Finanz wurde über 1500 Meter nach 4:15,65 Minuten Letzte im 15er-Feld und verpasste wie auch Diana Sujew (4:10,19/8.) die letzte Chance, die Norm für die Weltmeisterschaften zu erfüllen. Es gewann die Kenianerin Mary Kuria (4:08,77). (dpa/cw)

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