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Judo

Großer Wurf in Düsseldorf bleibt aus

Die deutschen Judokas steigern sich in Düsseldorf, ohne zu brillieren. Frühes Ende für den Abensberger Manuel Scheibel.

Leistet sich eine Unkonzentriertheit: Manuel Scheibel Foto: Scheibel
Leistet sich eine Unkonzentriertheit: Manuel Scheibel Foto: Scheibel

Düsseldorf.Mit den deutschen Judokas ist doch Staat zu machen. Beim ersten Grand Slam Turnier im Düsseldorfer ISS Dome steigerten sich die Kämpfer des Deutschen Judo-Bundes nach enttäuschendem Auftritt am ersten Tag zu Weltklasse-Leistungen, die auch mit Medaillen belohnt wurden.

Am Samstag erkämpften Szaundra Diedrich (Bushido Köln) und Dominic Ressel (TSV Kronshagen) Bronzemedaillen. Diedrich, EM-Dritte von 2015, erzielte gegen die Japanerin Saki Niizoe nach 15 Sekunden im Golden Score mit O-uchi-gari (Innensichel) die entscheidende Wertung. Vize-Europameister Ressel donnerte Matthias Casse (Belgien) nach 4:55 Minuten mit Uchi Mata auf die Matte.

Hochspannung bot auch der Schlusstag, an dem die deutsche Mannschaft vergebens um den großen Ausreißer nach oben kämpfte. In der dritten Runde schieden Falk Petersilka, Jens Schmid und Eduard Trippel (alle 90 kg) aus. Das Aus im Achtelfinale kam auch für den WM-Zweiten Karl-Richard Frey (100 kg) gegen Elmar Gazimov aus Aserbaidschan. Freys ins Schwergewicht aufgerückter Bruder Johannes scheiterte im Viertelfinale am Japaner Takeshi Ojitani, qualifizierte sich aber gegen Or Sasson (Israel) für den Bronze-Kampf, ebenso wie bei den Damen überraschend die Juniorin Samira Bouizgarne.

Eine Enttäuschung hatte der einzige Abensberger Kämpfer Manuel Scheibel (66 kg) zu verkraften. „Ich hatte ihn eigentlich sicher im Griff, war nur einen Moment unkonzentriert“, erklärte er die Erstrunden-Niederlage im Golden Score gegen den Kirgisen Artur Te. Scheibels Cheftrainer Jürgen Öchsner dürfte der vergebenen Chance nachtrauern, im Pool mit Tal Flicker und Turniersieger Kenzo Tagawa international weiter in den Blickpunkt zu rücken, wie es seinem langjährigen Teamkameraden Georgii Zantaraia mit der Silbermedaille gelang. Der mit einer Verletzung fehlende Paris-Dritte Sebastian Seidl hätte sicherlich eine gute Chance gehabt. (kr)

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