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Hier starteten schon Weltkarrieren

Ein Kommentar von Claus-Dieter Wotruba

Allen Widrigkeiten trotzen ist die Spezialdisziplin der Regensburger Leichtathleten. Die Sparkassen-Gala ist ein Musterbeispiel dafür. Sich an die Dinge zu wagen, von denen andere lieber die Finger lassen, ist typisch für Kurt Ring und Co. Da stört es nicht mal, dass das Zuschauerinteresse oft nicht so groß ist, wie es angemessen wäre. Dieses Mal sind Zuschauer sowieso coronabedingt nicht möglich. Und auch wenn die Internationalität unter den Umständen leidet, ist reichlich Klasse geboten. Es ist nicht verwegen, die Gala das hochwertigste Sportereignis der Region zu nennen. Es ist nicht zweit- oder drittklassig, was zu sehen ist, sondern seit Jahren erstklassig.

Und es ist nicht übertrieben, Regensburg als Pflaster zu nennen, auf dem sogar Karrieren von Weltniveau begannen. Dass sich nationale Topathleten auf der Laufbahn tummeln, ist sowieso zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Oft werden Organisationsleistungen wie diese auswärts mehr geschätzt als zuhause. Ganz nach dem Motto, dass der Prophet im eigenen Land weniger gilt.

Aber auch diesmal gilt es genau hinzuschauen, welcher Athlet(in) sich wann wie zeigt. Die Macher ermöglichen es und haben sofort auf den Zuschauerentzug reagiert: Wer will, kann die Sparkassen-Gala auch im Livestream verfolgen.

Und erst, wenn es die Gala einmal nicht mehr geben sollte, wird auffallen, welches Loch das in die hiesige Veranstaltungslandschaft reißt.

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