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SSV Jahn

Jahn-Aufstieg ermöglicht „Quantensprung“

Ob Lizenztabteilung oder e.V.: Der SSV Jahn Regensburg sieht sich wirtschaftlich konsolidiert und zukunftsfähig aufgestellt
Von Heinz Gläser, MZ

Christian Keller, der Jahn-Geschäftsführer Profifußball Foto: Eibner
Christian Keller, der Jahn-Geschäftsführer Profifußball Foto: Eibner

Regensburg.„Der SSV Jahn Regensburg e.V. hat sich wirtschaftlich konsolidiert und ist zukunftsfähig aufgestellt“, diese Botschaft überbrachte der Verein bei der Versammlung am Montagabend in der Continental-Arena seinen Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2016/17 habe man zum fünften Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielt. Der Jahresüberschuss wurde auf 234 000 Euro (2015/16: 747 000 Euro) beziffert.

Der Schuldenabbau schreite derweil zügig voran. Der Verein habe binnen drei Jahren seine bilanzielle Überschuldung beseitigt und reale Vermögenswerte geschaffen. Das Eigenkapital liege zum Stichtag 30. Juni 2017 bei 277 000 Euro – zum Vergleich: Zum 30. Juni 2014 stand in dieser Rubrik ein Minus von rund 3,55 Millionen Euro. Im selben Zeitraum stiegen die Sachanlagen von praktisch null auf rund 846 000 Euro.

Die Schuldenlast gegenüber der Lizenzabteilung, also der KGaA, wurde derweil um 35 Prozent gesenkt – von 662 000 auf 431 000 Euro. Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten des e.V. wurden innerhalb von drei Jahren seit 30. Juni 2014 drastisch von 2 822 000 auf 56 000 Euro reduziert. Der Jahn hat im angesprochenen Zeitraum zudem seine Mitgliederzahl fast verdreifacht, von 846 auf 2471.

Die Jahn-Kapitalgesellschaft befindet sich unterdessen auf stetem Wachstumskurs. „Der Aufstieg in die 2. Liga ermöglicht einen Quantensprung“, heißt es im Rechenschaftsbericht. In der vergangenen Drittliga-Saison lag der Umsatz bei 6,96 Millionen Euro, in der Spielzeit 2017/18 steigt er laut Plan auf knapp 14,5 Millionen Euro. Freilich bewegt sich der SSV Jahn mit dieser Ziffer immer noch deutlich unter dem durchschnittlichen Umsatz eines Zweitligisten im unteren Tabellendrittel, der laut Deutscher Fußball Liga bei rund 22,8 Millionen Euro liegt.

Die TV-Vermarktung erweist sich dabei als sprudelnde Einnahmequelle. Die Erlöse liegen laut Plan bei 7,1 Millionen Euro – im Vergleich zu 882 000 Euro in der Drittliga-Saison. Die Sponsoringerlöse steigen von knapp 3,5 auf rund 5 Millionen Euro. Im Bereich Ticketing und Hospitality stehen laut Plan rund 2,4 Millionen Euro zu Buche, in der 3. Liga waren es knapp 2,1 Millionen Euro.

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