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Fussball

Jahn: Klarer Sieg bei der Generalprobe

Zum Ende der Vorbereitung gewinnen die Regensburger beim FC Liefering mit 5:1. Trainer Beierlorzer zieht zufrieden Bilanz.
Von Jürgen Scharf und Felix Kronawitter

Trainer Achim Beierlorzer (re.) im Gespräch mit Marcel Hofrath. Der Außenverteidiger war gegen Liefering gut drauf und bereitete drei Tore vor. Foto: Nickl
Trainer Achim Beierlorzer (re.) im Gespräch mit Marcel Hofrath. Der Außenverteidiger war gegen Liefering gut drauf und bereitete drei Tore vor. Foto: Nickl

Regensburg.Irgendwie läuft es einfach beim SSV Jahn. In der Winterpause gab es sogar noch Unterstützung von ganz oben. Weil die Regensburger auf ein Trainingslager im Süden verzichteten, hoffte Trainer Achim Beierlorzer inständig, dass es daheim in Deutschland keinen allzu strengen Winter geben würde – „und wir in Schneemassen versinken“. Und es kam wie gewünscht. „Alles war wunderbar, wir konnten jede Trainingseinheit so durchführen, wie wir wollten“, zieht Beierlorzer nun einen Schlussstrich unter eine wie er sagt „vollauf gelungene“ Vorbereitung auf die Restrückrunde, die am kommenden Dienstag mit dem Spiel beim 1. FC Nürnberg startet.

Die Winterpause war dieses Jahr so kurz wie selten zuvor. Nur zweieinhalb Wochen standen Beierlorzer seit dem Trainingsstart am 3. Januar bis zur Generalprobe am Freitag beim FC Liefering zur Verfügung. Insgesamt vier Testspiele mussten in dieser Zeit untergebracht werden.

Nach der Pause aufgedreht

Nach dem 3:2-Sieg in Jena, einem 3:3 gegen Linz und einem 2:0-Sieg in Großaspach gab es gestern noch einen klaren 5:1-Sieg beim österreichischen Zweitligisten Liefering. Albion Vrenezi hatte den Jahn in der dritten Minute in Führung geschossen. In der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber zwar zum Ausgleich, nach der Pause schossen Jonas Nietfeld (53.), Hamadi Al Ghaddioui (60.), Sebastian Freis (65.) und Sebastian Stolze (68.) dann aber den klaren Sieg für den Jahn heraus.

Adamyan gesperrt

  • Beim Punktspielauftakt

    am kommenden Dienstag beim 1. FC Nürnberg muss der Jahn auf Sargis Adamyan verzichten.

  • Der Armenier,

    der eine starke Vorrunde gespielt hat, ist wegen der fünften gelben Karte gesperrt.

Der Test in Liefering dürfte der letzte Mosaikstein bei Beierlorzers Überlegungen gewesen sein, wen er denn am Dienstag auf den Platz schickt. Im alten Jahr hatte sich zum Ende der Vorrunde eine eingespielte Stammelf gebildet. Wenn der Trainer von den vergangenen Trainingswochen erzählt, wird aber deutlich, dass sich etliche Spieler neu angeboten haben dürften. So habe etwa Albion Vrenezi, der in der Vorrunde über die Rolle des Jokers kaum hinauskam, zuletzt einen tollen Eindruck hinterlassen. Überhaupt seien mehrere Spieler näher an die Mannschaft herangerückt, wie sich Beierlorzer ausdrückt. Er nennt da Außenverteidiger Marcel Hofrath und Innenverteidiger Markus Palions – und auch Sebastian Freis. Letzter hatte zuletzt gar keine Rolle mehr gespielt. Nun gibt es bei ihm Beierlorzer zufolge eine „klare Tendenz nach oben“. Der Konkurrenzkampf in der Offensive werde auch dadurch immer größer.

Hein ist bald wieder zurück

Von neuen Verletzungen blieb der Jahn fast komplett verschont. Einzig Oliver Hein hatte Probleme mit der Wade. Nächste Woche soll er aber schon wieder komplett ins Training einsteigen können. Und auch Andy Geipl dürfte dann wieder voll belastbar sein. Der Mittelfeldspieler hatte sich am Ende der Vorrunde das Innenband im Knie gerissen, sei nun aber wieder fast vollständig gesund.

Neue Teamkameraden wird es für die Jahn-Spieler übrigens endgültig nicht mehr geben. Mit Hamadi Al Ghaddioui wurde wie geplant ein neuer Stürmer geholt. Dabei bleibt es nun auch, sagt Beierlorzer: „Wir haben völliges Vertrauen in diese Mannschaft, die 25 Punkte geholt hat. Das hat sie sich auch verdient.“ Es seien dem Klub zwar „in der Tat viele interessante Spieler“ angeboten worden: „Aber da war immer das Gefühl, dass auch die uns nicht so besser machen, als dass wir dafür die Mannschaftsstruktur durcheinanderwirbeln sollten. Das würde vielleicht eher Ärger bereiten, weil Unzufriedenheit entstehen könnte.“

Mit Al Ghaddioui hat Beierlorzer zumindest im Sturmzentrum eine Option mehr. Der 27-Jährige habe sich bisher sehr gut präsentiert, lobt der Coach: „Wir haben ja ohnehin darauf geachtet, dass er zu hundert Prozent zu uns passt.“ In den Testspielen konnte der Deutsch-Marokkaner auf sich aufmerksam machen und erzielte insgesamt drei Treffer. Der Spielweise der Mannschaft müsse sich Al Ghaddioui allerdings noch weiter etwas anpassen, sagt Beierlorzer. Um vollständig drin zu sein, sei die Zeit in der Mini-Winterpause dann doch zu kurz gewesen.

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