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Fussball

Jahn legt Sonderschicht gegen Linz ein

Die Testpartie gegen den LASK wird auf 120 Minuten ausgedehnt. Am Ende steht ein gerechtes Unentschieden.
Von Jürgen Scharf

Der SSV Jahn (hier im Bild links Benedikt Gimber) legt gegen Linz drei Tore vor – und kassiert dann noch drei. Foto: Nickl
Der SSV Jahn (hier im Bild links Benedikt Gimber) legt gegen Linz drei Tore vor – und kassiert dann noch drei. Foto: Nickl

Regensburg.Ein völlig neues Zeitgefühl brauchten die rund 250 Fußball-Fans, die am Dienstag zum Trainingsgelände des SSV Jahn am Regensburger Kaulbachweg gekommen waren. Das Testspiel gegen den LASK Linz wurde nämlich in einem ungewöhnlichen Modus ausgetragen. Vier Viertel statt zwei Halbzeiten, 120 Minuten statt 90 Minuten Gesamtspielzeit. „Es war vor allem ein Wunsch der Linzer“, erzählte Jahn-Coach Achim Beierlorzer später. In der Halbzeit wurde komplett durchgewechselt. Durch die verlängerte Spielzeit konnten beide Formationen jeweils eine volle Stunde auf dem Platz stehen.

Am Ende des interessanten Vergleichs zwischen deutschem Zweit- und österreichischem Bundesligisten stand ein 3:3-Unentschieden. Die Regensburger hatten dabei allerdings eigentlich schon wie der sichere Sieger ausgesehen. Der erst vergangene Woche verpflichtete Stürmer Hamadi Al Ghaddioui hatte den Jahn mit einem Doppelpack mit 2:0 in Führung gebracht. „Die Tore haben mir gefallen, er braucht aber wohl noch gewisse Zeit, um endgültig reinzukommen“, sagte Beierlorzer über den 27-Jährigen. Er sei noch zu kurz in Regensburg, um bereits voll ins Spiel eingebunden zu sein, „aber man sieht schon, dass er sehr torgefährlich ist, er hat Super-Laufwege, das ist klasse“.

Nachreiner wird geschont

Mit dem 2:0 für den Jahn wurden nach einer Stunde die Seiten gewechselt. Und auch in der Umkleidekabine war nun mächtig Betrieb. Beide Trainer schickten nach der Pause wie angekündigt komplett neue Teams aufs Feld. Ein Quartett musste beim Jahn allerdings über die komplette Spielzeit zusehen. Während Andy Geipl und Jonas Nietfeld ohnehin noch Verletzungen auskurieren, fielen Sebastian Nachreiner und Oliver Hein kurzfristig aus. Beide hatten sich tags zuvor im Training verletzt. Nachreiner zog sich eine Prellung zu und wurde vorsichtshalber geschont. Bei Hein ist es eine Muskelverletzung in der Wade. Eine exakte Diagnose stehe hier noch aus, erzählte der Coach.

Sebastian Stolze stand dagegen auf dem Platz und ließ sich nur kurz nach der Pause die Chance zum 3:0 nicht entgehen. Sargis Adamyan war im Strafraum gefoult worden, Stolze verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Als dann alles auf einen klaren Sieg der Regensburger hindeutete, meldeten sich die Linzer aber plötzlich zurück. Mit einem Doppelschlag verkürzten sie zunächst auf 2:3 und Marko Raguz gelang dann sogar noch der Ausgleich.

„Trainer mit klarem Konzept“

Die drei Gegentore gefielen Beierlorzer „nicht so sehr“, wie er nach der Partie sagte. Unterm Strich habe er aber sehr viele positive Erkenntnisse aus der Partie ziehen können. Er habe sich ohnehin darüber gefreut, gegen Linz spielen zu können. „Das ist eine absolute Profi-Truppe mit einem tollen Trainer mit einem klaren Konzept“, sagte er über den von Oliver Glasner gecoachten LASK, der in der österreichischen Bundesliga zur Winterpause auf dem fünften Platz steht. Insbesondere in der Schlussphase des Freundschaftsspiels habe man gesehen, wie gut die Linzer – bei denen unter anderem Top-Leute wie Emanuel Pogatetz kicken – Fußball spielen können, meinte Beierlorzer.

Der Coach hat mit seinem Team in der laufenden Wintervorbereitung nun bereits zwei Testspiele absolviert. Und beide Partien hätten Beierlorzer zufolge gezeigt, „welch breiten Kader wir haben, wir haben sehr, sehr viele gute Spieler“. Es werde für ihn deswegen nicht einfach sein, zu entscheiden, welche Elf letztendlich im ersten Ligaspiel des Jahres gegen den 1. FC Nürnberg auf dem Platz stehen wird. Gegen Linz wechselte er mit Andreas Kalteis und Marco Pfab sogar noch zwei U21-Spieler ein. Er wolle diese integrieren, und es habe ihn gefreut, wie sie sich präsentierten.

Für den SSV Jahn geht es am kommenden Samstag bereits mit dem nächsten Testspiel beim Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach weiter. Sechs Tage später steht noch die Generalprobe gegen den FC Liefering an, bevor es am 23. Januar in der 2. Liga wieder ernst wird.

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