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Jahn verleiht Vrenezi nach Würzburg

Sein Start in Regensburg war turbulent. Die Erwartungen hat der Angreifer bislang aber nie wirklich erfüllen können.
Von Jürgen Scharf

Albion Vrenezi Foto: Nickl
Albion Vrenezi Foto: Nickl

Regensburg.Vor einem Jahr klang alles noch ganz anders. Damals verlängerte der SSV Jahn Regensburg den Vertrag mit seinem offensiven Mittelfeldspieler Albion Vrenezi vorzeitig bis zum Jahr 2021. Geschäftsführer Christian Keller sagte, dass „Albi mittlerweile sehr gut beim SSV Jahn, in unserer Mannschaft und vor allem auch in unserer Spielidee angekommen ist“. Nun gehen der Jahn und der 25-Jährige für eine Saison aber getrennte Wege. Der Klub gab am Montag bekannt, dass Vrenezi an den Drittligisten FC Würzburger Kickers ausgeliehen wird.

Vrenezi kam 2017 vom FC Augsburg II zum Jahn. Der Kosovare galt damals als einer der Stützpfeiler, mit denen die soeben aufgestiegenen Regensburger in der 2. Fußball-Bundesliga bestehen wollten. Die hohen sportlichen Erwartungen konnte der technisch versierte Tempodribbler aber niemals wirklich erfüllen. Vereinzelt blitzte seine Klasse auf, die meiste Zeit kam Vrenezi beim Jahn über die Rolle des Ergänzungsspielers aber nicht hinaus.

Schwieriger Start in Regensburg

Ein Grund dafür, dass Vrenezi beim Jahn bislang nicht richtig durchstartete, könnte sein, dass er einen schwierigen Start bei seinem neuen Verein hatte. In den ersten Partien der Saison 2017/2018 war er wegen eines kuriosen Vertragsstreits zum Zuschauen verdammt. Bevor er beim Jahn unterschrieb, hatte er nämlich bereits einen Vertrag beim SV Sandhausen unterzeichnet. An diesen sahen sich Vrenezi und sein Berater – weil es noch keine Annahmebestätigung durch den SV Sandhausen gegeben haben soll – dann jedoch nicht mehr gebunden.

Wir meldeten bereits, dass bei Albion Vrenezi ein Wechsel bevorsteht: Lesen Sie hier den Bericht zum Trainingsauftakt

Vrenezi heuerte stattdessen in Regensburg an. Sandhausen legte Protest ein. Die Deutsche Fußball-Liga erteilte daraufhin keine Spielgenehmigung. Erst nach wochenlangen Verhandlungen konnten sich die beiden Vereine endlich einigen. Nach Informationen der Mittelbayerischen erhielt der SV Sandhausen damals eine Ablösesumme im mittleren fünfstelligen Bereich. Diese bezahlte zwar der Jahn, konnte einen Großteil davon angeblich aber dadurch refinanzieren, dass der Berater Vrenezis auf Provisionen und der Spieler selbst auf einen Teil seines Gehalts verzichtete.

In der zweiten Saison sollte alles besser werden

Nach diesem turbulenten Start sollte in der zweiten Saison alles besser werden. Vrenezi hatte aber sogar noch weniger Einsätze, musste teilweise in der zweiten Mannschaft in der Bayernliga ran, um Spielpraxis zu erhalten. Die soll er nun im Profifußball erhalten, beim Drittligisten in Würzburg: „In Abstimmung mit Albi haben wir entschieden, dass die Leihe nach Würzburg den richtigen nächsten Entwicklungsschritt bildet“, sagt Keller. Vrenezi selbst lässt erklären, dass er „zur neuen Saison mit viel Selbstvertrauen wieder beim SSV Jahn angreifen“ will.

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