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Jahn: Vorbereiten auf den Endspurt

Die Regensburger haben noch acht Spiele. Um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben, müssen sie weiter kräftig punkten.
Von Jürgen Scharf

Trainer Achim Beierlorzer (rechts) trainiert mit seiner Mannschaft derzeit für den letzten Abschnitt der Saison. Foto: Andreas Nickl
Trainer Achim Beierlorzer (rechts) trainiert mit seiner Mannschaft derzeit für den letzten Abschnitt der Saison. Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Die britische Dichterin Elizabeth Barrett Browning hat es einst allen Ruhelosen zugerufen: „Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.“ Ob die im 19. Jahrhundert lebende Dame damit auch Fußball-Profis während einer Länderspielpause gemeint hat, ist nicht überliefert. Passen würde es allerdings auch in diesem Bereich. Länderspielpausen gelten im Fußball bekanntlich als Zeit, in denen Luft geholt und Kraft getankt werden kann – um, dann noch besser durchzustarten. Und beim SSV Jahn gilt das natürlich auch.

„Wir wollten, dass die Spieler die Länderspielpause auch zur Regeneration nutzen.“

Achim Beierlorzer

Es war ein bitteres Ergebnis. 0:2 hatten die Regensburger trotz einer guten Leistung gegen die SpVgg Greuther Fürth verloren. Zuvor hatten sie vier Spiele lang nicht verloren. Diese Serie war vergangene Woche in der Regensburger Arena beendet worden. Mittelfeld-Boss Andy Geipl blickte aber sogleich nach dem Abpfiff nach vorne: „Wir gehen jetzt in die Länderspielpause und gestärkt in die nächste Partie.“

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Stärke kann der Jahn auch gebrauchen, schließlich will er einen, ganz entscheidenden Schritt machen: die 40 Punkte knacken. Da dafür nur noch ein Sieg fehlt, hat Trainer Achim Beierlorzer jede Partie bis zum Erreichen des großen Ziels als Machtball tituliert. Schon gegen Fürth wollten die Regensburger diesen versenken. „Das ist uns leider nicht gelungen“, sagt Geipl: „Aber wir haben ja noch ein paar.“

„Einen anderen Jahn zeigen“

In der Tat. Um genau zu sein, sind es im Extremfall acht Stück. So viele Spiele stehen in dieser Saison noch an. Bis zum Schluss wollen die Regensburger am liebsten aber nicht warten. Kapitän Marco Grüttner kündigt an, dass die Mannschaft schon im nächsten Spiel, am kommenden Samstag in Darmstadt „wieder Gas geben und einen anderen SSV Jahn zeigen wird“.

Für diese Mission kann Beierlorzer derzeit mit fast seinem gesamten Kader arbeiten.Auch der zuletzt verletzte Adrian Fein ist wieder zurückgekehrt und stand vergangenen Freitag bei der 1:3-Testspielniederlage gegen Wacker Innsbruck auf dem Platz. Verzichten musste der Coach nur auf drei Spieler, die zu Länderspielen gereist waren.

Überaus gefreut haben dürfte sich dabei Innenverteidiger Markus Palionis über den Anruf aus Litauen. Der 31-Jährige, der 2013 zuletzt für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes nominiert worden war, war wieder in den Kader berufen worden. Von der Ersatzbank aus verfolgte er am Freitagabend die 1:2-Niederlage seiner Mannschaft im Rahmen der EM-Qualifikation in Luxemburg. Zum festen Personal gehört dagegen Angreifer Sargis Adamyan bei der Nationalmannschaft Armeniens. Gemeinsam mit Top-Star Henrikh Mkhitaryan lief er vergangenen Samstag in Bosnien auf. Doch auch für Adamyan gab es keinen Erfolg. Armenien verlor mit 1:2. Besser lief es für Asger Sörensen, der mit der U21-Nationalmannschaft Dänemarks 3:2 gegen Belgien gewann.

Für die Spieler, die in Regensburg geblieben waren, gab es in der vergangenen Woche einige Trainingseinheiten und zudem das Testspiel. Dieses nutzte Beierlorzer nach eigener Aussage um „den Jungs, die zuletzt nur wenig Spielpraxis bekommen haben, Einsatzzeiten zu verschaffen“. Weil Länderspielpausen zu einem gewissen Teil aber eben auch als Pause und zur Regeneration genutzt werden sollen, gab der Coach seiner Mannschaft danach das komplette Wochenende frei.

Einstelliger Platz im Visier

Marco Grüttner und Andreas Geipl (rechts) müssen mit dem Jahn am Samstag in Darmstadt ran. Foto: Michael Bermel/Eibner
Marco Grüttner und Andreas Geipl (rechts) müssen mit dem Jahn am Samstag in Darmstadt ran. Foto: Michael Bermel/Eibner

Seit Montag ist das Team nun wieder im normalen Trainingsbetrieb, um sich auf die Partie in Darmstadt vorzubereiten. Zwar können die Regensburger bis zum Saisonende grundsätzlich locker aufspielen, da in der Tabelle sowohl die Aufstiegs- wie auch die Abstiegszone in großer Entfernung liegen, ein Ziel werden die Oberpfälzer aber wohl noch haben. Ein einstelliger Tabellenplatz zum Saisonabschluss wäre schließlich ein weiterer großerer Erfolg in der Vereinsgeschichte. Hier ist das Rennen noch durchaus offen. Mit einem Sieg in Darmstadt könnten die Regensburger einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten.

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