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Leichtathletik

Kein Regensburg-Marathon in diesem Jahr

Der Veranstalter LLC Marathon zieht die Reißleine. Der Laufverein bleibt auf Kosten in Höhe von rund 40 000 Euro sitzen.
Von Heinz Gläser

Tausende waren auch im vergangenen Jahr auf der Strecke. Nun legt der Regensburg-Marathon eine Zwangspause ein. Fotos: altrofoto.de
Tausende waren auch im vergangenen Jahr auf der Strecke. Nun legt der Regensburg-Marathon eine Zwangspause ein. Fotos: altrofoto.de

Regensburg.Die Flut der sportlichen Absagen hat auch den Regensburg-Marathon erfasst. Das Laufsport-Großereignis wird angesichts der Corona-Krise nicht wie geplant am 23. und 24. Mai über die Bühne gehen. Eine Verschiebung auf einen späteren Termin in diesem Jahr scheidet aus organisatorischen Gründen aus. Der Marathon fällt damit zum dritten Mal nach 1994 und 2012 komplett aus. Die Veranstaltung war 1990 von einigen Laufsport-Enthusiasten im LLC Marathon Regensburg aus der Taufe gehoben worden.

Finanzieller Schaden

„Wir haben die Reißleine gezogen“, sagt Veranstaltungsleiterin Claudia Fritsch. Über eine mögliche Absage war im LLC bereits seit zwei Wochen diskutiert worden. Nachdem auch die Stadt aus infektionsschutzrechtlichen Gründen zu diesem Schritt geraten hatte, stand die Entscheidung fest. Eine kurzfristige Absage wenige Tage vor dem Spektakel hätte einen finanziellen Schaden im sechsstelligen Bereich bedeutet und für den LLC Marathon existenzgefährdenden Charakter gehabt.

Marathon-Veranstaltungsleiterin Claudia Fritsch
Marathon-Veranstaltungsleiterin Claudia Fritsch

So aber bleibt der Regensburger Traditionsverein auf Kosten in Höhe von rund 40 000 Euro sitzen, verursacht durch Aufwendungen für Werbung, Medaillen, T-Shirts und Ähnliches. Schlimm genug, aber dank solider Finanzpolitik noch auffangbar.

„Wir hoffen, die Läuferinnen und Läufer bleiben uns treu und sind nächstes Jahr wieder dabei.“

Claudia Fritsch

Laut Fritsch lagen am Montagabend bereits etwa 1400 Anmeldungen für den Marathon und 300 Anmeldungen für den Kinderlauf am Samstag, 23. Mai, vor. Die Startgelder würden nun zügig zurücküberwiesen, dies könne allerdings einige Tage in Anspruch nehmen, so die Veranstaltungsleiterin. Im Zuge der Corona-Krise waren die Anmeldezahlen in den vergangenen Wochen ohnehin bereits eingebrochen.

Von der Situation überrollt

Eine Verlegung in den Herbst sei für den LLC Marathon keine Option gewesen, da für die organisatorische Abwicklung im traditionellen Start- und Zielbereich ein Brückentag unerlässlich sei. „Und so einen gibt’s bei Infineon heuer nicht mehr“, sagt Fritsch, die sich nach eigenen Worten „von der Situation überrollt“ fühlt: „Wir konnten unsere Planungen nicht mehr guten Gewissens vorantreiben.“

Fritsch blickt schon voraus auf 2021: „Wir hoffen, die Läuferinnen und Läufer bleiben uns treu und sind nächstes Jahr wieder dabei.“

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