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Kovac muss nach Transfers jetzt liefern

Der erste Weg von Philippe Coutinho führt wohl auf die Ersatzbank. Der Bayern-Trainer lobt seine Chefs – und ist gefordert.
Von Klaus Bergmann

Niko Kovac ist mit seinem Kader zufrieden. Foto: Michael Weber/Eibner
Niko Kovac ist mit seinem Kader zufrieden. Foto: Michael Weber/Eibner

München.Der neue Weltstar der Bundesliga beginnt als Joker auf der Bank. Denn Niko Kovac macht’s beim FC Bayern im Topspiel auf Schalke nicht wie einst Trainer-Guru Pep Guardiola. Der aktuelle Bayern-Coach will den noch nicht fitten Philippe Coutinho „nicht verheizen“ und darum am Samstag um 18.30 Uhr nicht etwas wagen, womit Guardiola vor fünf Jahren ebenfalls in Gelsenkirchen und auch am 2. Spieltag alle verblüffte.

Am 30. August 2014 lief – entgegen Guardiolas Aussagen im Vorfeld – der gerade von Real Madrid verpflichtete Mittelfeldstratege Xabi Alonso sofort in der Startelf auf. Erst beim Anschwitzen am Morgen des Spieltags hatte der Spanier seine neuen Kollegen kennengelernt. Trotzdem war Alonso bei der Premiere gleich der Fixpunkt im Münchner Spiel: Nach 88 Ballkontakten ging er nach 68 Minuten raus. Endstand 1:1. Ein Bluff à la Pep ist bei Kovac mit Coutinho auszuschließen. Der Kroate ist ein ganz anderer Typ als Guardiola. Und hinsichtlich der Physis Coutinhos positionierte sich Kovac deutlich. „Er ist noch nicht auf dem Fitnessniveau, das er braucht, um von Beginn an oder 90 Minuten zu spielen. Dem werden wir Rechnung tragen.“

Ein „demütiger junger Mann“

Bayerns neuem Topstar fehlen Kondition und Spielpraxis. „Wir wollen ihn sukzessive aufbauen, obwohl sicherlich viele wollen, dass wir ihn sofort bringen“, sagte Kovac. Auch die Münchner Bosse können es kaum erwarten, dass mit Ballartist Coutinho im Münchner Spiel die Post abgeht.

Meinung

Spieler-Coup – aber ohne Weitsicht

Philippe Coutinho steht dem FC Bayern gut zu Gesicht. Dennoch lässt sich kein Masterplan für die Zukunft erkennen.

„Er ist ein Spieler, der für seine exzellente Technik und seinen Offensivgeist bekannt ist“, rühmte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den neuen Spitzenverdiener. Der Brasilianer soll für die „spektakuläre Note“ auf dem Platz sorgen, sagte Hasan Salihamidzic. Wann Coutinho loslegen darf, werde aber „der Trainer entscheiden“, betonte der Sportdirektor.

„Es muss schon alles passen. Denn nur dann kann Philippe seine optimale Leistung auch zeigen“, sagte Kovac, der den „Weltklassespieler“ Coutinho in den ersten Tagen als „bescheidenen, ruhigen und demütigen jungen Mann“ kennenlernte. „Er möchte keine Sonderstellung.“ Als Joker reinkommen möchte Coutinho aber bestimmt schon gegen Schalke. „Ich bin ein ehrgeiziger Typ“, sagte der kleine Brasilianer: „Ich möchte so schnell wie möglich spielbereit sein.“ Und dann am liebsten als Zehner zentral ran.

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Bayern klotzt nach Kleckerstart

Der XXL-Transfer von Barças Millionen-Kicker Coutinho begeistert Bosse und Spieler. Kehrt Mandzukic nach München zurück?

Perisic ist nah an der ersten Elf

Auf der Bayern-Bank dürften neben Coutinho auch der 80 Millionen Euro teure Rekordeinkauf Lucas Hernandez und Ivan Perisic sitzen. Kovacs Landsmann fehlte beim 2:2 gegen Hertha noch wegen einer Sperre aus Italien. „Ivan ist eine Option, vielleicht auch von Anfang an, wer weiß das schon“, sagte Kovac und grinste: „Ich wahrscheinlich.“ Ein Bluff? Die Laune des Trainers vor der ersten Auswärtsprüfung ist bestens. Kovac verfügt nach der späten Münchner Transferoffensive über einen Kader, bei dem nun Qualität und Quantität „gut“ seien: „Kompliment an unsere Chefs, die Versprechen sind eingehalten worden.“

Bayern und Dortmund im Free-Tv

  • ARD:

    Das Borussia-Duell zwischen Dortmund und Mönchengladbach in der 2. Runde des DFB-Pokals wird die ARD am 30. Oktober ab 20.45 Uhr live übertragen.

  • Sport 1:

    Einen Tag zuvor ist am 29. Oktober auch das Spiel des Cupverteidigers Bayern München beim VfL Bochum über Sport 1 im Free-TV (20 Uhr) zu empfangen. (dpa)

Selbst ein sich abzeichnender Wechsel des notorisch unzufriedenen Renato Sanches (22) zum OSC Lille wäre zu verschmerzen, zumal mit Michaël Cuisance (20) ein Ersatz im Mittelfeld schon da ist. Kovac muss nun liefern. Beginnen wird wohl die Elf des 2:2 gegen Hertha. „Jetzt muss man nur das Ergebnis anders gestalten, dann sind wir alle glücklich“, sagte Kovac. Vielleicht sticht ja der Edeljoker.

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