MyMz

Links oben

Let‘s Dance

Ein Kommentar von Sebastian Böhm, MZ

Seinen eigenen Namen zu tanzen, ist eine Praktik, die bisher eigentlich nur in Waldorfschulen gepflegt wurde. Doch Pep Guardiola und Diego Simeone hievten diese alte Tradition nun auf ein neueres, höheres Level: Die beiden Trainer tanzten ihre Spielphilospophien.

Es war der erwartete hitzige Halbfinal-Kracher zwischen dem FC Bayern München und Atlético Madrid. Auf dem Platz standen sich 22 Ausnahmekönner gegenüber, auf den Tribünen tobten die Fans. Doch die wahren Stars zeigten am Seitenrand ihre Moves. Um 20:45 Uhr hieß es: Let‘s Dance – Tango Time in den Coaching-Zonen.

Auf der einen Seite überzeugte Pep Guardiola mit ausgefeilten, filigranen Bewegungen. Er dirigierte sein Team, wollte es zu einer Super-super-Leistung animieren. In seinem perfekt sitzenden Anzug zelebrierte er den „Tiki-Taka“, einen Stil, den er selbst erfunden hat und der sogar im schlimmsten Falle zu einer zerissenen Hose führen kann.

Nicht weniger intensiv präsentierte sich Atlético-Coach Diego Simeone. Der Argentinier gehört eher der Fraktion „Bad Boy“ an. Schwarzes Hemd, schwarze Krawatte und schwarzer Anzug – das Outfit passte auf jeden Fall zum Image. Simeones Bewegungen leben von der Leidenschaft, sind fast schon zu aggressiv. Schon nach wenigen Sekunden verließ der Argentinier seine Coaching-Zone, sie bot einfach nicht mehr genug Platz für sein Temperament.

Die beiden Startrainer hätten den Let‘s Dance-Titel locker unter sich ausmachen können, wäre da nicht die elfte Spielminute gewesen. Denn da setzte ein gewisser Saul Niguez zu einer überraschenden Tanzeinlage durch die Abwehrreihe des FC Bayern München an. Da stimmte einfach alles, leider auch das Tor...

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht