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Kommentar

Marco van Basten sorgt für TV-Eklat

Der einstige Stürmerstar fiel nach einer Gesprächsrunde im niederländischen Fernsehen mit einer Nazi-Parole negativ auf.

Marco van Basten entschuldigte sich später für seinen Wortschatz. Foto: Andrey Pronin/ZUMA Wire/dpa
Marco van Basten entschuldigte sich später für seinen Wortschatz. Foto: Andrey Pronin/ZUMA Wire/dpa

Berlin.Vor dem Erstliga-Spiel Ajax Amsterdam gegen Heracles Almelo wurde Almelos deutscher Trainer Frank Wormuth interviewt. Kurz nach dem Ende des Gesprächs, von dem unter anderem das „Algemeen Dagblad“ ein entsprechendes Video veröffentlichte, hört man den TV-Experten van Basten im Studio die Worte „Sieg Heil“ sagen.

Wenig später entschuldigten sich der Sender Fox Sports und der frühere Weltklasse-Stürmer für das Nazi-Vokabular. „Es war nicht meine Absicht, die Menschen zu schockieren“, sagte van Basten. Er habe sich über das Deutsch des Reporters lustig machen wollen. Der Scherz sei „deplatziert gewesen“.

An diesem Wochenende wurde in den beiden höchsten Fußballligen in den Niederlanden eine Schweigeminute gegen Rassismus abgehalten. Die erste Minute nach Anpfiff sollten die Spieler nicht spielen, während auf den Anzeigetafeln eingeblendet wurde: „Rassismus? Dann spielen wir nicht!“

Zuletzt war es in einem Zweitliga-Spiel zu rassistischen Entgleisungen durch Fans gekommen. Seitdem wird in den Niederlanden verstärkt über das Thema diskutiert. Premierminister Mark Rutte nannte das Verhalten der Zuschauer „ekelhaft, wirklich fürchterlich“. (dpa)

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