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Leichtathletik

Miriam Dattke hofft auf eine Medaille

Bei der Crosslauf-Europameisterschaft in Tilburg haben die Regensburger Teilnehmer unterschiedliche Ziele.

Miriam Dattke gewann 2017 in Samorin Bronze. Foto: Iris Hensel
Miriam Dattke gewann 2017 in Samorin Bronze. Foto: Iris Hensel

Regensburg.Würde es die Crosslauf-Europameisterschaften nicht schon lange geben, hätte man sie schlichtweg für die Lauf-Asse der LG Telis Finanz Regensburg erfinden müssen. Gut 20 Nominierungen können die Blauen im Verlauf der letzten 15 Jahre inzwischen vorweisen. Corinna Harrer und Miriam Dattke haben auch schon Einzel-Bronze mit nach Hause gebracht und Franzi Reng stand vor einigen Jahren im deutschen Gold-Team der Juniorinnen U20. Wenn es heute für das 30-köpfige DLV-Aufgebot mit dem Flieger zunächst nach Amsterdam und weiter nach Tilburg geht, sitzen mit Miriam Dattke, Florian Orth und Simon Boch drei gestandene Regensburger sowie Neuzugang Konstantin Wedel (Quelle Fürth) drin.

Bemerkenswert ist, dass das halbe Männer-Team aus Domstädtern besteht. Miriam Dattke hat zumindest mit dem deutschen U23-Team Medaillenchancen. „Eigentlich hätten wir die Titelkämpfe gerne Ende Februar/Anfang März im Kalender, dann könnten wir uns gezielter vorbereiten. Jetzt, Anfang Dezember, muss eben eine gute Grundlagenform für den Auftritt meiner Schützlinge reichen. Wir waren in Darmstadt schon erstaunt, wie locker sich unsere Leute trotzdem qualifizieren konnten“, sagt Telis-Teamchef Kurt Ring. Für das deutsche Männerteam wird schwer, überhaupt in Medaillennähe zu kommen. Zu stark sind da immer noch die im Crosslauf mit großen Traditionen ausgestatteten Nationen wie Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien. Auch die stets mit afrikanischen „Leihgaben“ gespickten Türken werden kräftig mitmischen.

Florian Orth freut sich auf die EM

  • Einsatz:

    Der Regensburger Florian Orth weiß seinen Einsatz bei der EM zu schätzen: „Eigentlich ist es besonders schwer, sich für ein Cross-Team zu qualifizieren“, sagt Orth.

  • Verzicht:

    „In diesem Jahr war es ein bisschen leichter, weil mit Richard Ringer und Amanal Petros zwei deutsche Spitzenläufer auf eine Cross-Saison verzichten.“ (orv)

Tagesform entscheidet über Teamergebnis

Die „Einkaufspolitik“ der Türken missfällt vielen Ländern. Nach dem jetzigen Regelwerk des internationalen Verbandes IAAF ist sie aber legal. So wären Platzierungen zwischen 20 und 40 für Orth, Boch und Wedel in der Einzelwertung gute Ergebnisse. An einem guten Tag wäre zumindest für Orth vielleicht ein Platz unter den besten 15 möglich. Deutlich anders ist die Situation für Miriam Dattke in der U23. In dieser Klasse hat Deutschland mit gleich vier Läuferinnen auf europäischem Topniveau sogar ein Luxusproblem. In Tilburg kommt es aber nicht zum Tragen, weil Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen in diesem Jahr keinen Cross mehr laufen.

So liegt die Verantwortung für ein gutes Teamergebnis bei Anna Gehring (ASV Köln), der U20-Bronzemedaillengewinnerin von 2017, Miriam Dattke, und einer Läuferin aus dem restlichen Trio, bestehend aus Lea Meyer, Svenja Pingpank und Lisa Tertsch. „Miri kann Cross. Sie muss allerdings einen guten Tag erwischen. Auf Grund ihrer 10 000-Meter-Stärke mit einem Niveau unter 33 Minuten kann sie mit breiter Brust ins Rennen gehen“, sagt Kurt Ring zu den Möglichkeiten der 20-jährigen Regensburgerin. (orv)

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