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Fußball

Mit einer Gnabry-Gala auf Platz eins

Im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland hat die DFB-Elf anfangs ein paar Schwierigkeiten – gewinnt dann aber 6:1.
Von Arne Richter, Jens Mende und Wolfgang Müller

Serge Gnabry traf gleich dreimal für Deutschland.  Foto: Tom Weller/dpa
Serge Gnabry traf gleich dreimal für Deutschland. Foto: Tom Weller/dpa

Frankfurt.Deutschland stürmt zum Gruppensieg: Nach zähem Beginn siegte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Nordirland mit 6:1 (2:1). Serge Gnabry (19./47./59. Minute) mit einem Dreierpack, Leon Goretzka (43./73.) per Doppelschlag und Julian Brandt (90.+1) sicherten gestern Abend in Frankfurt vor 42 855 Zuschauern den Sieg im letzten Qualifikationsspiel für die Endrunde 2020. Der frühe Rückstand nach einem Tor von Michael Smith (7.) wurde mit einem am Ende überzeugenden Sieg noch deutlich wettgemacht.

Bundestrainer Joachim Löw reist deshalb mit einem positiven Gefühl zur Endrundenauslosung kommende Woche nach Bukarest. Dann droht der DFB-Elf aber eine schwere EM-Gruppe mit Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal als Kontrahenten. Eine gute Nachricht kam aus Cardiff. Da Ungarn gegen Wales verlor, wird die DFB-Elf im Sommer alle drei Gruppenspiele in München bestreiten.

Tore brachten nötige Sicherheit

Der Auftritt gegen die Nordiren wurde zum Spiegelbild des schwierigen Zwischenjahres. Erst die Tore kurz vor und nach der Halbzeitpause der Münchner Goretzka und Gnabry gaben dem Team Sicherheit. „Siege helfen uns weiter, wir wollen die Gruppe als Tabellenführer abschließen“, bekräftigte Löw vor Anpfiff im TV-Sender RTL, warnte aber auch: „Den Sieg müssen wir uns erkämpfen.“ Willen und Kampfgeist zeigte die DFB-Elf auch von Beginn an und offenbarte nur in Teilen der ersten Hälfte Abstimmungsschwierigkeiten. Toni Kroos, der die Kapitänsbinde tragen durfte, unterlief vor dem frühen Gegentreffer ein Fehler. Sein Abwehrversuch in die Mitte per Kopf landete direkt vor den Füßen von Smith, der Neuer-Vertreter Marc-André ter Stegen keine Chance ließ.

Die Nordiren machten es den Deutschen mit einem Sechser- oder Siebener-Riegel anfangs schwer. Offensiv jedoch sorgten sie abgesehen von dem Führungstreffer praktisch nicht mehr für Gefahr. Daher änderte sich auch die Laune auf den Rängen, nachdem zunächst nur die Gäste-Fans für Länderspiel-Stimmung gesorgt hatten. Als Gnabry den Ausgleich erzielte, erwachten die deutschen Anhänger.

Bewährungsprobe für Hector

Zuvor war der Bayern-Profi alleine vor dem nordirischen Torhüter Bailey Peacock-Farrell gescheitert (10.). Bei Craig Cathcarts unfreiwillig abgefälschtem Ball verhinderte Peacock-Farrell ein Eigentor (18.), kurz darauf war er gegen Gnabrys Schuss machtlos.

Trotz des Ausgleichs war es nicht einfach für Kroos & Co., Struktur ins Spiel zu bringen. In der Abwehrkette erhielt Hector eine Bewährungsprobe als linker Verteidiger. Wie schon bei seiner Hereingabe vor dem 1:1 passte der Kölner auch vor dem 2:1 präzise nach innen. Gnabry verpasste, aber Goretzkas Schuss ging ins Tor.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich zur Gnabry- und Goretzka-Show. Keine drei Minuten waren gespielt, als Gnabry auf 3:1 erhöhte. Deutschland verstärkte den Druck, Kroos zwang Peacock-Farrell zu einem Reflex (52.). Das frühe 3:1 gab Sicherheit. Nachdem Gnabry auch mit dem 4:1 seine Extra-Klasse demonstrierte, war sogar noch Zeit für ein kleines Präsent: Stark kam zu seinem Debüt im Trikot der Nationalmannschaft. Als Goretzka auf 5:1 erhöhte, war kurz der Gassenhauer „Oh, wie ist das schön“ zu hören. Joshua Kimmich hätte fast das halbe Dutzend voll gemacht – das erledigte Brandt kurz vor Schluss.

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