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Fussball

Mit Gottes Hilfe gegen Dortmund

Der BVB hat einen Traumstart hingelegt. Doch Angst haben die Kölner nicht.

Kölns Trainer Achim Beierlorzer fühlt sich bereit. Foto: Pförtner/dpa
Kölns Trainer Achim Beierlorzer fühlt sich bereit. Foto: Pförtner/dpa

Köln.„Wir sind auf alles vorbereitet“, versicherte BVB-Trainer Lucien Favre vor dem Spiel am Freitag und sprach durchaus ehrfürchtig von den Kölner Gegnern. „Das wird ein schweres Spiel. Sie sind viel besser vorbereitet als Augsburg.“ Den FCA hatte Dortmund zum Auftakt mit 5:1 besiegt und im erwarteten Titelkampf mit dem FC Bayern gleich mal ein Zeichen gesetzt.

Das wollen nun auch die Kölner. Und sie greifen dabei zu allen psychologischen Mitteln. Vier Stunden vor dem ersten Heimspiel gegen den Titel-Anwärter und Tabellenführer trifft sich die gesamte FC-Familie zu einem rot-weißen Gottesdienst im Kölner Dom, wird für eine erfolgreiche Saison beten und bei der FC-Hymne die Schals recken. Vor dem Spiel wird Geißbock Hennes IX. den 50000 Zuschauern als Nachfolger des an Arthrose erkrankten Hennes VIII. als neues Maskottchen präsentiert. Für die 90 Minuten Fußball verspricht Trainer Achim Beierlorzer, sein Team werde „das Herz in die Hand nehmen und voll auf Attacke spielen“.

Die Dortmunder beeindruckt das durchaus. „Wir müssen neben unserer spielerischen Qualität und einer gewissen Leichtigkeit auf jeden Fall auch die Schärfe haben, dieses Spiel gewinnen zu wollen“, mahnte Sportdirektor Michael Zorc: „Wir wissen, dass es sehr wahrscheinlich nicht so einfach wird wie in der zweiten Halbzeit gegen Augsburg.“ Der erfolgreiche Auftakt mit dem Gewinn des Supercups gegen Meisterrivale München (2:0) zeigt, dass die Dortmunder bisher mit dem selbst gemachten Druck zurechtkommen. Sie hatten den Titel klar als Ziel ausgegeben. An diesem Spieltag können sie nun vorlegen und die Bayern vor dem Spiel auf Schalke mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung unter Druck setzen. Dafür müssen die Westfalen sich aber in Köln eines Gegners erwehren, der sich nicht in die Opferrolle begibt.

Nach dem Vorbild von Mit-Aufsteiger Paderborn, der zum Auftakt Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit Spektakel-Fußball in Nöte stürzte (2:3), will der FC gegen den BVB alles riskieren. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen“, sagte der frühere Jahn-Coach Beierlorzer, der die offensive Ausrichtung seines Paderborner Kollegen Steffen Baumgart ausdrücklich lobte: „Gegen Dortmund passiv zu spielen, geht garantiert schief. Ob es so erfolgreich wird, weiß ich nicht. Aber es ist eine Art und Weise, die die Fans mitnimmt.“ (dpa)

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