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Fußball

Müller rettet 1:1 gegen Spanien

Die Nationalelf liegt gegen starke Spanier schnell zurück. Doch Thomas Müller gelingt ein sehenswerter Ausgleich.
Von Klaus Bergmann und Jens Mende, dpa

Torschütze Müller /r.) jubelt mit Boateng . Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf. Düsseldorf. So ein Fußball macht Lust auf die WM. Die deutschen Weltmeister haben beim Start ins WM-Jahr gegen technisch brillante Spanier gleich erlebt, wie herausfordernd das Unternehmen Titelverteidigung wird. 86 Tage vor dem Auftaktspiel gegen Mexiko trennten sich die beiden Mitfavoriten am Freitagabend in einem hochklassigen Härtetest in Düsseldorf mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:1). Thomas Müller sorgte mit seinem 38. Ländspieltor in der 35. Minute dafür, dass das in der ersten halben Stunde deutlich unterlegene Team von Bundestrainer Joachim Löw seine Erfolgsserie auf 22 Partien ohne Niederlage ausbauen konnte.

Rodrigo brachte die Spanier vor 50 653 Zuschauern früh in Führung (6.). Schon am Dienstag muss sich die DFB-Auswahl gegen Brasilien erneut beweisen. Bei der finalen Sichtung vor der Bekanntgabe des WM-Kaders am könnte in Berlin der 38 Jahre alte Ungeschlagen-Rekord von 23 Partien unter Jupp Derwall egalisiert werden.

Keine Zeit für Experimente

„Die Spielfreude kann man den Spaniern niemals nehmen, aber man kann ihnen das Spiel schwer machen“, analysierte Müller. „Das war ein Spiel, das auch 2:2 oder 3:3 hätte ausgehen können. Das war ein guter Test“, sagte der Bayern-Profi. „Das waren tolle 70 bis 80 Minuten“, sagte Torwart Marc-André ter Stegen. „Wie haben nach dem Gegentor einen guten Fluss gefunden. Das war ein gutes Fußballspiel.“

Zum Experimentieren war diesmal keine Zeit. Sieben Weltmeister und vier Confed-Cup-Gewinner um Kapitän Sami Khedira bot Löw bei der Premiere in den grünen Trikots in seiner Startformation auf, die auch am 17. Juni gegen Mexiko in Moskau denkbar wäre.

Spanier reizen den Weltmeister

Gegen die elf deutschen Turniersieger der Jahre 2014 oder 2017 zeigten die Spanier sofort, dass das Duell kein Freundschaftsspiel sein konnte. In unfassbar hohem Tempo und mit großer Ballsicherheit agierten Andres Iniesta und seine Kollegen. Die DFB-Elf bekam erstmal überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner.

Die logische Konsequenz: Das frühe Tor der Gäste. Iniesta zelebrierte einen Traumpass kurz vor dem Strafraum in den Rücken des schlecht postierten Mats Hummels. Moreno ließ dem sonst souverän und aufmerksam agierenden Marc-André ter Stegen im deutschen Tor aus kurzer Distanz keine Chance.

Die etablierten Kräfte um Khedira und Müller waren es, die sich gegen die aufreizende Lässigkeit der Spanier mit Robustheit zur Wehr setzten - und sei es mit einem Foul wie Müller gegen Sergio Ramos. Und die Botschaft - sich nicht veralbern zu lassen - kam an. Müller zirkelte einen Ball unhaltbar für David de Gea ins Tor. Für den Münchner war es in seinem 90. Länderspiel der erste DFB-Treffer seit fast genau einem Jahr. Die Weltmeister konnten froh sein, dass sie wieder ins Spiel gefunden hatten.

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