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Sonntag, 23. September 2018 24° 7

Kommentar

Muss man tun, was alle tun?

Ein Kommentar von Claus-Dieter Wotruba

Ganz ernsthaft: Manches Mal liegt in einer Breitseite für den deutschen Fußball auch eine Chance. Siehe 2000. Beim damaligen EM-Fiasko wurden die Veränderungen schon davor eingefädelt und nach dem großen Knall noch forciert. In den vergangenen Jahren hatte man den Eindruck, dass die allseitigen Lobeshymnen über die grandiose Spielerqualität der Deutschen den Blick für die Realität auch ein wenig verstellten und verklärten. Dabei zeigte der deutsche Vereinsfußball, der ja die Basis des Nationalteams bildet, durchaus diverse Schwachstellen auf.

Jetzt kann aus einem bösen Erwachen vielleicht neuerlich ein Anfang entstehen wie damals. Auch 2000 fand sich übrigens nicht sofort die langfristige Trainerlösung. Und klar liegt im Falle eines solch krachenden Scheiterns der Schluss nahe, den Trainer zu wechseln. Das tun viele. Die WM wird es wieder zeigen.

Aber nicht immer muss man tun, was alle tun. Manchmal ist es durchaus passend, auch mit einem Trainer, der abgestiegen ist, den Wiederaufstieg anzupacken. Wenn man von ihm überzeugt ist. Und es der Trainer selbst als Herausforderung sieht. Ob das so ist, werden wir sehen.

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