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Nach Rassismus: Rennfahrer solidarisch

Bei einem schwarzen Nascar-Fahrer hing ein Galgenstrick in der Garage. Kollegen stellten sich an die Seite ihres Kumpels.

Solidarität: Die Nascar-Fahrer schieben auf dem Talladega Superspeedway den Wagen von Bubba Wallace. Foto: John Bazemore/AP/dpa
Solidarität: Die Nascar-Fahrer schieben auf dem Talladega Superspeedway den Wagen von Bubba Wallace. Foto: John Bazemore/AP/dpa

Lincoln.Ein Galgenstrick war in der Garage des einzigen schwarzen Nascar-Fahrers Bubba Wallace (26) am Talladega Superspeedway gefunden worden. Kollegen zeigten sich solidarisch.

Justizministerium ermittelt

Nascar verurteilte den Vorfall. Für Rassismus sei in der Rennserie kein Platz, hieß es in einer Stellungnahme. Mittlerweile ermitteln die Staatsanwaltschaft, die Bundespolizei FBI und das Justizministerium in dem Fall. „Unabhängig davon, ob Anklage erhoben werden kann, haben solche Aktionen keinen Platz in unserer Gesellschaft“, teilte das Ministerium mit.

„Das ist wirklich unglaublich, und ich bin stolz, Teil dieses Sports zu sein.“

Bubba Wallace

Nach dem Fund des Galgenstricks haben sich andere Fahrer und Crew-Mitglieder mit ihm solidarisiert. In einer Prozession Dutzender Menschen schoben sie Wallaces Auto zum Start des Rennens auf dem Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama, wie in einem Twitterbeitrag von Nascar zu sehen ist. „Das ist wirklich unglaublich, und ich bin stolz, Teil dieses Sports zu sein“, sagte der sichtlich bewegte Wallace dem Sender FOX Sports, nachdem er das Rennen in Amerikas beliebtester Motorsportserie auf dem 14. Platz abgeschlossen hatte.

Diskriminierung

Leben mit Rassismus

Auch Sportler aus dem Landkreis Neumarkt haben Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit gemacht. In der MZ erzählen sie davon.

Der 26-jährige Wallace setzt sich für die Bewegung „Black Lives Matter“ ein und hatte sich für ein Verbot der Konföderiertenflagge bei Nascar-Veranstaltungen ausgesprochen. Die Konföderierten hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) der Südstaaten gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt. Kurz nach Wallaces Forderung wurde die Flagge – die in den Augen vieler US-Bürger ein Symbol für Rassismus darstellt – auf Nascar-Veranstaltungen verboten.

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