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Interview

„Pogba ist auf dem Feld wie ein Tänzer“

Nathalie Licard wurde als Stimme der Harald-Schmidt-Show bekannt. In der MZ spricht sie über ihren neuen Job und EM-Stars.
Von Jürgen Scharf, MZ

Nathalie Licard ist derzeit als Co-Moderatorin einer Fußball-Talkrunde im Fernsehen aktiv.
Nathalie Licard ist derzeit als Co-Moderatorin einer Fußball-Talkrunde im Fernsehen aktiv. Foto: Sport1

Regensburg.Frau Licard, wie lange interessieren Sie sich schon für Fußball?

Ich interessiere mich für Fußball besonders in zwei Fällen: bei der EM oder bei der WM. Sonst nicht so intensiv. Wenn aber eine EM oder WM läuft, dann bin ich sehr interessiert. Das ist dann immer auch eine Gelegenheit, Party zu machen, zu grillen und sich für sein Land zu begeistern. Einfach Spaß haben.

Wie kamen Sie zu Ihrer neuen Aufgabe als Co-Moderatorin des EM-Doppelpass?

Sport1 hat mich gefragt und ich habe ja gesagt. Ich fand die Idee klasse. Natürlich weiß ich, dass ich keine Fußball-Spezialistin bin. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass es viele Leute wie mich gibt, die sich vor allem bei großen Spielen für Fußball interessieren.

In der letzten Sendung sprachen Sie über einen Brief, den Sie an Jogi Löw schreiben wollen. Werden Sie am Sonntag wieder einen verfassen?

Ja, das werde ich.

Welche Fragen werden Sie ihm dieses Mal stellen?

Das weiß ich noch nicht, ich habe den Brief noch nicht geschrieben.

Aber gibt es vielleicht eine zum Mini-Skandal um seinen Griff in die Hose?

Ich sage ganz ehrlich, dass ich das zwar gehört habe, die Bilder davon im Internet aber nicht rausgesucht habe. Meiner Meinung nach ist es nämlich etwas bitter, dass so viel Akzent auf diese Sache gesetzt wird. Es ist doch höchstens ein Beweis dafür, mit welcher Leidenschaft und Konzentration Jogi Löw bei der Sache ist. Er hat ja selbst gesagt, dass er das nicht bewusst wahrgenommen hat.

Hier können Sie das Interview in voller Länge als Audiofile anhören.

Was sagen Sie zum französischen Team?

Ich bin bisher ein bisschen enttäuscht. Ehrlich gesagt, kenne ich aber gar nicht alle französischen Spieler. Ich bin aber großer Fan von diesem…

Payet?

Nein, Paul Pogba. Aber auch Payet ist genial. Er hat ein Tor geschossen, wie wir es seit Zidane nicht mehr gesehen haben. Vor allem aber gefällt mir Paul Pogba. Wenn er auf dem Feld ist, ist er ein Tänzer. Es ist schön anzusehen, weil es so ästhetisch ist. Sportlich war er bislang aber leider nicht so erfolgreich.

Bekannt wurden Sie als Mitarbeiterin der Harald-Schmidt-Show. Haben Sie mit ihm noch Kontakt?

Ja, wir sehen uns ab und zu in Köln. Er läuft oft am Rhein entlang und ich auch. Dann diskutieren und lachen wir gemeinsam. Es macht immer viel Spaß. Und ich glaube, dass ich sagen kann, dass es ihm sehr gut geht.

Was glauben Sie, was denkt er über den Abstieg seines Lieblingsvereins, dem VfB Stuttgart, aus der Bundesliga?

Das weiß ich nicht. Als wir uns das letzte Mal getroffen haben, haben wir nicht über Fußball gesprochen.

Sie sind bekannt für Ihre tolle Stimme. Wie haben Sie es eigentlich geschafft, sich über die vielen Jahre in Deutschland ihren starken französischen Akzent zu erhalten?

Das ist ganz einfach. Ich habe erst Deutsch gelernt, als ich 30 Jahre alt war. Vorher konnte ich kein einziges Wort. Ich hatte auch wenig Unterricht und niemanden, der mich korrigiert hat, wenn ich etwas falsch formuliert habe. Auch meine deutschen Freunde haben mich da nie korrigiert. Und leider gibt es unter meinen Bekannten viel zu viele Deutsche, die sehr gut Französisch sprechen. Ich vermute zudem, dass ich nicht allzu talentiert darin bin, eine Sprache zu lernen. Allerdings möchte ich dazu noch etwas sagen.

Ja?

Sie sprechen ja selbst mit diesem schönen starken bayerischen Akzent. Das wundert mich, dass Sie so lange schon in Deutschland leben und selbst noch nicht Hochdeutsch sprechen (lacht).

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