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Reitz und Karsch holen Silber und Bronze

Beim Weltcup-Finale in China runden die beiden Regensburger Weltklasse-Schützen ihre erfolgreiche vorolympische Saison ab.
Von Thilo von Hagen

Glücklich und zufrieden als Dritte in China: Monika Karsch  Foto: Karsch
Glücklich und zufrieden als Dritte in China: Monika Karsch Foto: Karsch

Putian. Die beiden Regensburger Weltklasseschützen Monika Karsch und Christian Reitz haben eine starke vorolympische Saison beim Weltcup-Finale in China erfolgreich abgerundet. Reitz gewann in Putian die Silbermedaille mit der Schnellfeuerpistole, Karsch holte Bronze mit der Sportpistole. Platz vier für Doreen Vennekamp und Platz sechs für Oliver Geis komplettieren den glänzenden Saisonabschluss.

Die Hoffnungen auf deutsche Medaillen beim Weltcupfinale lagen vor allem auf den Schnellfeuerpistolenschützen. Und diese ließen sich nicht „lumpen“, Reitz erfüllte die von Bundestrainer Detlef Glenz immer geforderte Leistung, „einen Schützen auf das Podest zu bekommen.“ Dabei sah es im Finale sogar lange nach Gold aus. Reitz übernahm in der dritten Fünferserie mit 13 Treffern die Führung und baute diese auf drei Treffer (26:23) aus. Vor der letzten Fünferserie hatte er immer noch komfortable zwei Treffer Vorsprung vor dem Franzosen Bessaguet. Ausgerechnet in dieser letzten Serie traf Reitz nur zwei der fünf Scheiben, sein Konkurrent alle fünf, sodass Bessaguet 32:31 siegte. Der Olympiasieger aus Regensburg war dennoch zufrieden: „Hinten habe ich einfach zu viele Fehler gemacht und die rächen sich. Schade, aber ich habe ja noch den zweiten Platz bekommen.“ Auch Geis schoss in dem Weltklassefeld mit nur drei Nationen (je zwei Franzosen, Deutsche und Chinesen) stark, scheiterte aber nach 14 Treffern im Shootoff am Chinesen Zhu. Bereits in der Qualifikation hatte Reitz mit 587 Ringen als Dritter geglänzt: „Mit dem Vorkampf war ich sehr zufrieden, die 587 waren ein schöner Abschluss der Saison.“

Aus Monika Karsch sprudelte es nach dem Erfolg richtig heraus. „ Die 290 in der Präzision und 299 im Duell waren als Dritte im Vorkampf richtig gut. Im Finale habe ich richtig stark angefangen. Am Ende war es Platz drei, ich freue mich sehr.“ Entsprechend zufrieden zeigte sich Bundestrainerin Barbara Georgi und schloss die viertplatzierte Vennekamp ein: „Ich bin unglaublich stolz auf die Beiden für ihre tolle Leistung, die sie hier gezeigt haben. Wir kommen ja aus der Pause, in die die Sportler nach der EM gegangen sind und somit wenig trainiert haben.“

Ihre Klasse demonstrierten sie zunächst in der Qualifikation, als vor allem Karsch im Duell-Teil wie entfesselt loslegte und mit 299 Ringen Bestleistung schoss. „Das habe ich im Training schon oft geschossen. Wenn nach 25 Schuss 250 Ringe stehen, geht der Puls ganz schön hoch.“ Im Finale startete nach drei Fünferserien mit 13 Treffern an die Spitze. Karsch führte noch mit einem Treffer (20) nach 25 abgegebenen Schüssen, ehe sie am Ende „nur“ noch drei Zweierserien erreichte und somit hinter der Chinesin Zhang und der Koreanerin Kim landete.

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