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Schützen-EM

Reitz/Karsch verteilen Gold-Küsschen

Zwei Regensburger Pistolenfrauen holen EM-Titel im Team. Julia Simon gewinnt ihre erste internationale Medaille.

Sandra Reitz, Monika Karsch und Doreen Vennekamp holten den EM-Titel im Team. Foto: Hornung/Reitz
Sandra Reitz, Monika Karsch und Doreen Vennekamp holten den EM-Titel im Team. Foto: Hornung/Reitz

Osijek.Am Ende gab es dann doch noch die erhofften Medaillen für die Sportschützen aus der Region bei den Druckluft-Europameisterschaften im kroatischen Osijek. Erst kam Julia Simon aus Saltendorf mit ihrem Partner Julian Justus zu Luftgewehr-Bronze im Mixed-Wettbewerb. Dann holten sich die Regensburgerinnen Sandra Reitz und Monika Karsch im Zusammenspiel mit Doreen Vennekamp nach Platz fünf in der Vorrunde sogar den Europameistertitel im Team.

Im Einzel hatten Reitz (19., 569 Ringe), Karsch (23., 565) und Vennekamp (31., 560) das Finale klar verfehlt. In der Teamwertung bedeutete das Rang fünf und noch einen Viertelfinal-Auftritt gegen Polen am Freitag, den das deutsche Trio mit 571:562 gewann. Im Halbfinale nahm das Team am Samstag in einer Neuauflage des letztjährigen Goldfinals mit 14:10 erfolgreich Revanche an den Russinnen und zog ins Finale gegen die favorisierten Ukrainerinnen um Superstar Olena Kostevych ein.

Die Ukraine lag auch zunächst 2:0 und 4:2 in Führung, doch als Monika Karsch im fünften Durchgang mit einer 10,9 der perfekte Schuss gelang, war erstmals die Führung da. Dies schien eine Initialzündung zu sein, denn das deutsche Team packte zwei weitere starke Serien (30,2 und 31,4) drauf und ging 10:4 in Führung. Zwar verkürzte die Ukraine nochmals auf 10:8, dann jedoch fielen die Zehner wieder auf deutscher Seite. Die drei nächsten Serien – insgesamt schoss das DSB-Trio acht (!) Serien über 30 Ringe – gingen somit an das DSB-Team, das anschließend in Jubel ausbrach und sich um den Hals fiel.

Eine Vorschau auf die Druckluft-EM in Osijek finden Sie hier.

Schützen-EM

Reitz und Karsch haben drei Chancen

In Kroatien stellt Regensburg mal wieder zwei Drittel des deutschen Frauenteams. Die EM hat diesmal weniger Bedeutung.

„Die Drei haben ganz cool und souverän agiert. Sie haben das gezeigt, was möglich ist. Acht Serien über 30 Ringe, das ist in einem Finale sehr gut. Ich bin sehr stolz auf sie“, zeigte sich Bundestrainerin Barbara Georgi auf der Homepage des Deutschen-Bundes beeindruckt. Die waren überglücklich: „Der Titel hat eine sehr hohe Bedeutung, nachdem es in Einzel und Mixed nicht so geklappt hat. Eine Goldmedaille ist eine Goldmedaille. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben es gut gemacht“, sagte Sandra Reitz und Karsch ergänzte: „Ich war total fokussiert und habe insgesamt sehr gut geschossen. Ich war in einer Art Flow. Es ist einfach wichtig, ein ausgeglichenes Team am Start zu haben.“

Julia Simon und Julian Justus hatten zuvor die erste deutsche Medaille im Erwachsenenbereich in Kroatien geholt. Als drittbestes Team hatten sich Simon/Justus für das Finale der besten fünf Mixed-Duos qualifiziert. Im Finale bestätigten sie dieses Ergebnis eindrucksvoll, nur die Duos aus Italien und Russland waren zu weit weg. Für Simon war es gar die erste internationale Medaille überhaupt: „Es fühlt sich großartig an, vor allem nachdem ich im Einzel nicht zufrieden war. Danach habe ich viel Trockentraining in der Kabine gemacht.“

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