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Judo

Rekordmeister Abensberg will sich besonders darstellen

Der 18. Deutsche Meistertitel soll Olympiasieger Ole Bischof den Abschied als Aktiver versüßen und die TSV-Anhänger richtig in Stimmung bringen.
Von Dieter Krelle, MZ

Abensbergs Trainer Radu Ivan erwartet sich auch von Philip Graf (in Weiß) viel. Foto: MZ-Archiv

Abensberg. Zurück zu den Wurzeln, als Erfolge zu feiern noch nicht die pure Selbstverständlichkeit war: Dieses Vorhaben hat beim deutschen Judo-Rekordmeister TSV Abensberg Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger zum Programm erhoben. Im „Finale dahoam in Omschberg“ soll am Samstag der 18. Titel erkämpft werden. Doch Trainer Radu Ivan, der seit 1993 als Aktiver und seit 2007 als Trainer an 16 Meisterschaften beteiligt war, warnt vor der um 10 Uhr mit den Halbfinals KSV Esslingen gegen UJKC Potsdam und Abensberg gegen Ettlingen startenden Endrunde in der proppenvollen Josef-Stanglmeier-Halle. „Das wird kein Selbstläufer.“

Emotionen vor dem Finale

Gewiss aber ist, dass alle TSV-Kämpfer zur ebenfalls ausgebuchten abendlichen Jahres-Abschlussfeier des frischgebackenen Europapokalsiegers in Lederhosen im Gasthaus „Zum Lauberger“ antreten werden. Genau diese möchte den Abensbergern mit dem Süddritten JC Ettlingen ein Erzrivale schon im Halbfinale ausziehen.

Doch beim TSV ist der Ehrgeiz groß, in der Pause vor dem für 14.15 Uhr angesetzten Endkampf stimmungsvolle Atmosphäre für die offizielle Verabschiedung von 81-kg-Olympiasieger Ole Bischof (2008 in Peking) zu garantieren, der seine aktive Laufbahn mit dem zweiten Platz von London beendet hat und sich nun voll in die künftige berufliche Laufbahn stürzen wird. Mit ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz ist ein in Judo-Sachen höchst kompetenter Laudator vorgesehen, und Charivari-Sportchef Armin Wolf ist für die Schaffung der gewiss mal wieder überbordenden Stimmung zuständig.

Fast alle Istanbul-Sieger dabei

Mit Ausnahme der Olympiafünften Marcos Uriate (66 kg) und Trevor Francis Stevens (81 kg) kann Radu Ivan auf die Crew zurückgreifen, die in Istanbul den sechsten Europacup-Triumph feierte. „Wir vertrauen unseren jungen deutschen Kämpfern“, erwartet sich der Trainer viel von Manuel Scheibel, Philip Graf (60 kg), dem als U-23-EM-Siebter zurückgekehrten Sebastian Seidl und Gerhard Zeitler (66 kg).

Der erstmals seit seinem London-Start wieder vor seinem Abensberger Publikum kämpfende Christopher Völk (73 kg) – in Istanbul schon maßgeblich am Europokal-Triumph beteiligt – wird von Kyoshi Uematsu und Stefan Kneitinger unterstützt. Uwe Mares (81 kg) dürfte sich für die zu erwartenden schweren Kämpfe in seiner Gewichtsklasse vielleicht schon im Halbfinale mit Fabian Seidlmeier abwechseln, so es der Zwischenstand nach dem ersten Durchgang überhaupt erlaubt.

Neben dem Olympiadritten Ilias Iliadis (90 kg) sollen Robert Dumke und Florian Germroth mithelfen, den zwölften Meistertitel in Serie zu erkämpfen. In der 100-kg-Klasse steht Dominik Gerzer bereit. Dazu wären der London-Dritte Dimitri Peters (100, kg) und der Olympia-Fünfte und frisch gebackene U-23-Europameister Lukas Krpalik auch stark genug, um Bronzegewinner Andi Tölzer im Schwergewicht zu entlasten. Der war bei den elf Titelgewinnen in Serie stets der Erfolgsgarant und Motivator des TSV-Teams in seiner zweiten Heimat.

Ihm könnte schon gegen Ettlingen eine Neuauflage des kräftezehrenden Europacup-Kampfes mit dem da für Istanbul startenden Adam Okruashvili drohen, so der umtriebige JC-Trainer Alfredo Palermo, der neben seinen deutschen Spitzenkämpfern Yves Behr (60 kg), Soshin Katsumi (73 kg), Dennis Huck (90 kg) und Dino Pfeiffer (100 kg) sowie dem Dauer-Punktgaranten Levan Tsiklauri (81 kg) und Timur Bolat-uly einen besonderen Pfeil aus dem Köcher ziehen will.

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