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Ausdauer

Rundherum beim Spindellauf im DEZ

Das ganz spezielle Lauf-Ereignis in Regensburg boomt weiter. Am Samstag steht die siebte Auflage auf dem Programm.
Von Heinz Gläser

Rauf und runter: Der Spindellauf im DEZ bietet jährlich auch eine besondere Perspektive. Foto: Brüssel
Rauf und runter: Der Spindellauf im DEZ bietet jährlich auch eine besondere Perspektive. Foto: Brüssel

Regensburg.Natürlich geht es bei Laufwettbewerben darum, möglichst schnell zu sein. Im Fall des Spindellaufs im Regensburger Donau-Einkaufszentrum (DEZ) trifft das gleich doppelt zu. Wer einen der höchst begehrten Startplätze bei dem Ausdauer-Event ergattern wollte, der musste sich enorm sputen. Der Spindellauf, der an diesem Samstag (ab 20.30 Uhr) zum siebten Mal über die Bühne geht, genießt bereits Kultstatus.

Am 15. September um Mitternacht ging die Anmeldung online, um 10 Uhr morgens waren die 100 Staffelplätze und um 16 Uhr auch die 200 Plätze für Einzelläufer vergeben. Veranstaltungsleiterin Claudia Fritsch vom LLC Marathon Regensburg reicht ein Wort, um den Run auf das Ereignis zu beschreiben: „Wahnsinn!“ Der Lauf durch den Einkaufstempel und über die Parkhausspindel biete nun mal den „speziellen Kick“. Fritsch fügt hinzu: „Das Besondere zieht ganz offensichtlich viele an. Außerdem gibt es zu dieser Jahreszeit wenig Laufangebote.“

All das schlage sich auch in einer hohen Zahl von „Wiederholungstätern“ nieder. Als Beleg für diese Aussage dient ein Blick in die aktuelle Startliste für Samstag: Sechs der zehn erstplatzierten Herren des Vorjahres und sogar neun der zehn schnellsten Damen stellen sich wieder der laufsportlichen Herausforderung, die auch einen steten Wechsel zwischen wohlig warmen Innen- und frostigen Außentemperaturen beinhaltet.

Medaillen statt Shirts

Der LLC Marathon hält am Veranstaltungskonzept fest. Eine Neuerung ist, dass die Teilnehmer am 7. Spindellauf eine Medaille anstelle eines Shirts erhalten. Ein Motiv der DEZ-Parkhausspindel ziert die Plaketten. Im Feld der 200 Einzelläufer sind die Männer deutlich in der Überzahl. Sie müssen ebenso wie die Läuferinnen 14-mal die Spindel rauf und runter bewältigen, eine ebenso kraftraubende wie schweißtreibende Aufgabe. Eine Runde beim Spindellauf misst rund 1,5 Kilometer, also steht unter dem Strich bei einem Höhenunterschied von insgesamt plus/minus 600 Metern in etwa eine Halbmarathonstrecke.

Eine Veränderung gab es im Vorjahr bei den Staffeln, bestehend aus je drei Läuferinnen bzw. Läufern sowie Mixed-Staffeln. Sie müssen zwei Stunden absolvieren, gewertet wird dann die Anzahl der Runden. Dieser Modus hat sich nach den Worten von Fritsch bewährt. „Das nimmt die Geschwindigkeit etwas raus. Zuvor kamen sich die schnellen Staffelläufer und die Einzelläufer manchmal ins Gehege. Diese Gefahr haben wir deutlich reduziert“, erläutert die Veranstaltungsleiterin.

Die Vorjahressieger sind beide erneut am Start und stellen sich dem Unternehmen Titelverteidigung. Der für die DJK Daßwang startende Parsberger Felix Mayerhöfer ist dabei auf dem besten Weg, sich zum „Mister Spindellauf“ aufzuschwingen. Der 36-Jährige hat zudem 2017 und 2018 beim Regensburg-Marathon triumphiert. Beim Spindellauf 2018 überquerte Mayerhöfer im DEZ nach 1:18:31 Stunden den Zielstrich. Harte Konkurrenz könnte ihm diesmal unter anderem durch den Vorjahresdritten Wolfgang Theisinger (RC Abschnitt Mitte) erwachsen.

Lesen Sie hier: So entstand die Idee zum Spindellauf!

Laufsport

Spindellauf: Ansturm auf den Drehwurm

Das sportliche Ereignis im Regensburger Donau-Einkaufszentrum mausert sich zu einem ganz speziellen Spektakel.

Bei den Damen war 2018 Anika Harrer (SWC Regensburg) nicht zu schlagen. Sie benötigte für die rund 21 Kilometer 1:33:36 Stunden. In den Wettbewerben der Damen- und Mixed-Staffeln hatten jeweils Armin-Wolf-Laufteams die Nase vorn. Bei den Herren häufte das Jura-Vollgas-Team in zwei Stunden Laufzeit 23 Runden quer durchs DEZ aufs Konto und gab damit der Konkurrenz das Nachsehen. In dieser Wertung gilt heuer ein durch Triathlon-Lokalmatador Sebastian Neef verstärktes Armin-Wolf-Laufteam als favorisiert.

Kein Ende in Sicht

Der Spindellauf boomt weiter, und nach Ansicht von Claudia Fritsch ist für die Veranstaltung „kein Ende in Sicht“. Beeindruckend sei vor allem, wie sich über die Jahre der sportliche Stellenwert entwickelt habe. „Viele Starter sind ambitioniert“, von einem reinen Hobbylauf kann längst keine Rede mehr sein. Dabei kann der LLC Marathon auf die Unterstützung des Donau-Einkaufszentrums bauen. Dessen Geschäftsführer Thomas Zink war nicht nur einer der „Väter“ des Spindellauf-Gedankens. Er steht auch zum siebten Mal selbst am Start.

Hier geht es zum Sport.

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