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Radsport

Sagan holt zweiten Etappensieg

Bei der fünften Etappe der Tour de France konnte der Slowake auf sein Team zählen. In Gelb fährt wieder Greg Van Avermaet.
Von Andreas Zellmer und Christoph Sicars

Der slowakische Weltmeister Peter Sagan gewann die Etappe in Quimper. Foto: David Stockman/BELGA
Der slowakische Weltmeister Peter Sagan gewann die Etappe in Quimper. Foto: David Stockman/BELGA

Quimper.Superstar Peter Sagan hatte sogar noch Kraft und Zeit zum Jubeln. Der dreimalige Weltmeister feierte am Mittwoch in souveräner Manier seinen zweiten Etappensieg bei der 105. Tour de France. Nach seinem Zwangs-Aus im Vorjahr hat der Kapitän des deutschen Bora-hansgrohe-Teams offenbar einiges nachzuholen. Der Olympiasieger Greg Van Avermaet verteidigte sein Gelbes Trikot im Ziel der fünften Etappe ohne Mühe, auch wenn er im Schlussspurt gegen die Stärksten zurückstecken musste.

Auf dem Klassikerkurs zwischen Lorient und Quimper in der Bretagne verwies Sagan, zugleich Träger des Grünen Trikots, nach 204,5 Kilometern Sonny Colbrelli aus Italien und Ex-Weltmeister Philippe Gilbert aus Belgien auf die Plätze. Der Slowake, der 2017 wegen eines angeblichen Fouls auf der vierten Etappe disqualifiziert worden war, hatte einmal mehr eine taktische Meisterleistung geboten. Auf der Schlusssteigung hatte er genau im richtigen Moment attackiert.

Sargan lobt Teamarbeit

Weltmeister Peter Sagan feierte den Etappensieg in Quimper. Foto: Peter Dejong/AP
Weltmeister Peter Sagan feierte den Etappensieg in Quimper. Foto: Peter Dejong/AP

„Es ist besser gelaufen, als ich gedacht habe. Ein bisschen Glück war mit dabei, aber im entscheidenden Moment hatte ich noch etwas in den Beinen. Das Team hat einen guten Job gemacht. Sie haben mich optimal in Position gebracht“, sagte Sagan und wirkte nach seinem insgesamt zehnten Tour-Etappensieg etwas bescheiden. „Der überrascht mich immer wieder. Das war eine echt schwere Ankunft – Peter macht uns stolz“, lobte der routinierte Marcus Burghardt seinen Kapitän.

Nach dem Start hatte sich eine siebenköpfige Ausreißergruppe gebildet, die der Tour-Veteran Sylvain Chavanel anführte. Der französische Rekordhalter mit 18 Tour-Teilnahmen will bei seiner letzten Frankreich-Rundfahrt unbedingt noch einmal einen Etappensieg schaffen. Aber auch am Mittwoch klappte es nicht.

Der 39 Jahre alte Chavanel und seine im Finale versprengten Begleiter wurden auf dem schwierigen Kurs über die Hügel der Bretagne vom Feld auf den letzten Kilometern vor dem Ziel eingeholt. In der Radsport-verrückten Region im Westen Frankreichs säumten an einem regulären Arbeitstag hunderttausende Zuschauer den Straßenrand.

Die Sprinter, die den Tour-Auftakt bestimmt hatten, spielten erwartungsgemäß keine Rolle, nicht einmal der zuvor ebenfalls zweimalige Etappensieger Fernando Gaviria.

Die Deutschen hatten nichts zu melden

An der vorletzten Steigung war Marcel Kittel, der mit Rang drei und Platz fünf in drei Massensprints bisher nicht ganz das versprach, was vom fünfmaligen Etappensieger des Vorjahres erwartet worden war, abgefallen. Auch der bullige André Greipel, der am Vortag in Sarzeau Dritter geworden war, konnte mit den Schnellsten auf dem anspruchsvollen Profil nicht mehr mithalten. Sogar John Degenkolb, eigentlich bei moderaten Steigungen mit Durchhaltevermögen ausgestattet, musste im Finale passen.

Das Profil des Abschnitts mit fünf klassifizierten Anstiegen der dritten und vierten Kategorie ähnelte dem des Ardennen-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich, den im April Gavirias Teamkollege Bob Jungels gewonnen hatte.

Michael Matthews vom deutschen Sunweb-Team war der erste prominente Aussteiger der diesjährigen Tour. Der Australier, im Vorjahr Gewinner des Grünen Trikots, trat wegen einer Magen- Darm-Erkrankung mit hohem Fieber am Mittwoch nicht mehr an. Sowohl in den vorangegangenen Massensprints noch in der Punktwertung um das Grüne Trikot hatte Matthews in diesem Jahr keine Rolle gespielt.

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