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Eiskunstlauf

Savchenko/Massot veredeln Olympiasieg mit WM-Titel

Savchenko/Massot sind die einzigen Olympiasieger, die bei der WM in Mailand noch an den Start gehen. Ihr Einsatz lohnt sich: Mit Weltrekord holen sie den Titel und lassen sich ausgiebig feiern. Bäumler rät nun zum Karriere-Ende.
Von Britta Körber, dpa

Weltmeister mit Bestnote: Aljona Savchenko und Bruno Massot mit Medaillen und Fahne. Foto: Luca Bruno

Mailand.22 Mal vergaben die Preisrichter die Höchstnote 10,0: Aljona Savchenko und Bruno Massot haben ihren Olympiasieg bei den Weltmeisterschaften in Mailand veredelt - und dazu auch noch alle Paarlauf-Rekorde gebrochen.

„Es war hart, aber wir waren fokussiert und haben alles gezeigt. Wir haben sogar versucht, das Ganze noch mehr als bei den Winterspielen zu genießen. Zum Schluss habe ich das Eis geküsst und danke gesagt“, erzählte die in Tränen aufgelöste Savchenko nach dem perfekten Abschluss einer langen Saison mit vielen Unwägbarkeiten. Die 34-Jährige gewann mit Robin Szolkowy fünf WM-Titel, mit Massot war es der erste.

„Physisch war es hart. Wir waren müde, hatten kaum Vorbereitung, und so haben wir es dank der mentalen Stärke geschafft. Es war hart, aber es war magisch“, meinte der 29-jährige Deutsch-Franzose bei der Pressekonferenz kurz vor Mitternacht am Donnerstag im Mediolanum Forum. Besonders den nach Italien gereisten Familienmitgliedern und Freunden, die nicht in Südkorea waren, widmeten sie den Erfolg mit Weltrekord von 245,84 Punkten.

Wie sehr sie der Konkurrenz enteilt sind, zeigen die Punktabstände zu den von Szolkowy trainierten Europameistern Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morosow (225,53) aus Moskau und den Franzosen Vanessa James/Morgan Cipres (218,36). In der von Eistanz-Legende Christopher Dean choreographierten Kür „La terre vue du ciel“ (Die Erde vom Himmel aus gesehen) klappte jedes Element. Der Lohn waren nie zuvor vergebene 162,86 Zähler für die stimmigen viereinhalb Minuten.

Wie es nun für die Wahl-Oberstdorfer weitergeht, war die meistgestellte Frage im Anschluss. Während sich die Athleten noch bedeckt hielten und auf ein wenig Bedenkzeit bestanden, haben ihre Vorgänger Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler gute Ratschläge parat. „Ich muss meinen Hut ziehen. Sie können sich nicht noch mal steigern, mehr geht nicht. Das ist perfekt. Ich weiß nicht, was die beiden noch wollen. Ich bin froh, dass ich alt genug geworden bin, um unsere beiden Nachfolger zu sehen. Ich an ihrer Stelle würde jetzt aufhören“, sagte der zweimalige Olympia-Zweite Bäumler in der ARD.

„Es war wieder ganz toll. Ich fand es genauso gut wie bei Olympia. Man könnte sie nachts wecken, sie würden aufstehen und sie könnten diese Kür wieder laufen - sie wären immer gleich gut“, schwärmte seine 74 Jahre alte Ex-Partnerin.

Begeistert waren alle Experten auch von den WM-Debütanten Annika Hocke/Ruben Blommaert aus Berlin, die mit dem 13. Platz aufhorchen ließen. „Das war sensationell“, sagte Kilius.

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