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Handball

Siege für Topclubs Flensburg und Kiel - Todesfall in Berlin

Flensburg und Kiel geben sich in der Handball-Bundesliga weiter keine Blöße. Berlin gewinnt das Verfolgerduell gegen Melsungen, doch die Stimmung ist wegen eines Todesfalls vor dem Spiel gedämpft.

  • Frank Steffel (r), Präsident der Füchse Berlin, bittet um eine Schweigeminute vor Spielbeginn für den zu Tode gekommenen Fan. Foto: Andreas Gora/dpa
  • Frank Steffel (r), Präsident der Füchse Berlin, bittet um eine Schweigeminute vor Spielbeginn für den zu Tode gekommenen Fan. Foto: Andreas Gora/dpa

Frankfurt.Meister SG Flensburg-Handewitt und Pokalsieger THW Kiel dominieren weiter die Handball-Bundesliga.

Flensburg gewann vor heimischer Kulisse gegen den Bergischen HC mit 29:23 (13:11) und behauptete mit 24:6 Punkten die Tabellenführung vor den Kielern (22:4), die sich beim HC Erlangen mit 31:27 (14:13) durchsetzten.

Ein Todesfall überschattete das Verfolgerduell zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen, das die Hausherren mit 28:22 (15:15) für sich entschieden. Die Partie begann 30 Minuten später, nachdem ein Berliner Fan kurz vor dem geplanten Anpfiff am Eingang der Tribüne C in der Max-Schmeling-Halle schwer stürzte. Notarzt und Rettungssanitäter waren gleich zur Stelle, es kam aber jede Hilfe zu spät. Der Mann verstarb noch vor Ort in der Halle.

„Es wurde eine Verlegung diskutiert, aber wir haben dann gesagt: Komm, wir machen das jetzt“, berichtete Berlins Torhüter Silvio Heinevetter bei Sky. „Das hat uns schon mitgenommen. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen. Wir hätten uns nicht beschwert, wenn das Spiel abgesagt worden wäre“, sagte Melsungens Michael Allendorf. Bester Werfer für die Füchse, die mit 20:8 Punkten auf Rang vier kletterten, war Nationalspieler Fabian Wiede mit sieben Toren.

Flensburg kam gegen den BHC erst in der Schlussviertelstunde auf Touren. Großen Anteil daran hatte Torhüter Benjamin Buric, der seinen Vertrag zuvor bis 2024 verlängert hatte. „Dass wir hier noch mit sechs Toren Vorsprung gewinnen, war nach 45 Minuten nicht zu erwarten“, sagte Trainer Maik Machulla und schob ein Extralob an Buric hinterher: „Da sieht man mal, was es ausmacht, wenn der Torwart ein paar Bälle hält. Da sind wir ins Laufen gekommen.“

Auch Kiel tat sich in Erlangen eine Halbzeit lang schwer, zog dann aber davon. Neben Top-Werfer Magnus Landin (7 Tore) überzeugte beim THW auch Jubilar Nikola Bilyk (6), der am Donnerstag 23 Jahre alte wurde. „Die zwei Punkte sind wichtig für den Verein“, befand der Österreicher. „Und ich hatte einen schönen Geburtstag.“

Im Kampf gegen den Abstieg feierte der TBV Lemgo Lippe einen wichtigen 27:24 (14:9)-Sieg gegen Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten und schob sich mit 8:22 Zählern auf Rang 15. Der Tabellenvorletzte Eulen Ludwigshafen (6:24) verpasste beim 17:20 (10:9) gegen den SC Magdeburg nach langer Führung eine Überraschung.

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