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Donnerstag, 16. August 2018 30° 1

Bambini-Turnier

Silver Sharks in der Favoritenrolle

Neben Moskau ist nach zwei Spielen nur noch das Team Oberösterreich nach dem 4:3-Sieg gegen den Gastgeber EVR ungeschlagen.
Von Dieter Krelle

Kampf um jeden Puck: Die EVR-Talente (rotes Trikot) beharken sich mit einem Akteur des Teams Oberösterreich. Fotos: Christian Brüssel
Kampf um jeden Puck: Die EVR-Talente (rotes Trikot) beharken sich mit einem Akteur des Teams Oberösterreich. Fotos: Christian Brüssel

Regensburg. Mit zwei souveränen Siegen (6:1 gegen den SC Langenthal und 5:0 gegen Helsinki White) haben sich die Silver Sharks aus Moskau am ersten Tag des 45. Internationalen Bambini-Turniers um den Wanderpokal der Stadt Regensburg in die Rolle des hohen Turnierfavoriten katapultiert. Das wegen der kurzfristigen Absage von Titelverteidiger HC Pilsen auf sieben Teilnehmer reduzierte Eishockey-Feld verspricht einen unerwartet heißen Kampf um die Teilnahme am Halbfinale, das an diesem Freitag über die Bühne gehen wird.

Fehlstart korrigiert

Die Eidgenossen aus Langenthal korrigierten ihren Fehlstart mit dem 6:2-Überraschungserfolg gegen Helsinki Red. Damit gewann auch das 6:0 (1:0) für Team Oberösterreich im Austria-Duell gegen EK Zell vor dem abschließenden siebten Spiel gegen die Regensburger Gastgeber im Ringen um einen Halbfinalplatz am Freitag bereits zusätzliches Gewicht.

Dessen waren sich die EVR-Knaben durchaus bewusst. Sie agierten über verbessertes Kombinationsspiel fast auf Augenhöhe, ehe die Österreicher nach acht Minuten durch Luca Wimmer in Führung gingen. Davor und danach hatten Luis Marusch und Jonas Stern in guten Positionen Chancen für die Regensburger ausgelassen, die nach 14 Minuten Treffer Nummer zwei durch Wimmer kassierten, nach 16 Minuten aber zum klasse herausgespielten Anschlusstreffer im Powerplay durch Michael Reich kamen.

Kapitän Korbinian Ledutke hatte zweimal das 2:2 auf dem Schläger, das er dann in der 31. Minute nach beherztem Handgelenkschuss tatsächlich für die Mannen von Jim Setters erzielte. Zwei Minuten später netzte Marusch zur ersten EVR-Führung ein.

Um diesen Pokal geht es: Offizielle Turniereröffnung mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer
Um diesen Pokal geht es: Offizielle Turniereröffnung mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer

Doch der Ausgleich durch Felix Eichinger (35.) ließ nicht lange auf sich warten. Im Powerplay allerdings gelang den Oberösterreichern 51 Sekunden vor Schluss der Siegtreffer durch Paul Pirklbauer.

Die 1:23-Schlappe des Mini-Aufgebots des EK Zell gegen IHFK Helsinki Red, das mit Tommi Vesterinen, Eelis Manelius (je fünf Tore) und Acht-Punkte-Crack Anton Pakkala (4+4) gleich vier Anwärter auf den Vorrunden-Skorer-König präsentierte, war Ausdruck skandinavischer Eishockey-Schule. Mit dieser mussten sich bei ihrer Turnier-Premiere auch die Bambini des Veranstalters auseinandersetzen.

Obwohl sich die IHFK White mit ihrer körperlichen Präsenz einige Strafminuten einhandelten, erteilten sie den Schützlingen von Jim Setters eine Lektion in Sachen Effizienz, läuferischem Vermögen und Kombinationssicherheit. Das 11:0 (6:0) gegen die auch mit einer gewissen Startnervosität ankämpfenden Oberpfälzer war eine deutliche Abfuhr. Dass Leon Beyer und Daniel Rolsing nach geglückten Kombinationen am Torgestänge scheiterten, war auch kein Trost für den mit etlichen Paraden aufwartenden Torhüter Fabio Marx.

Erster „Giganten-Treff“

Stimmung in die Donau-Arena brachte der erste „Giganten-Treff“ zwischen IHFK White und den Silver Sharks. Die traditionell starke russische Kolonie feuerte ihr Team schon während des Aufwärmens an.

Doch auch als Maksim Bokhonov (10.) eine doppelte Überzahl zum 0:1 nutzte, gaben beide Teams ihre defensiv geprägte Konterhaltung nicht auf. Der „Dosenöffner“: In erneuter Überzahl war Alexej Endovitskiy (25.) zum 0:2 erfolgreich. Und er verwandelte auch einen Penalty sieben Minuten vor dem Ende zum 0:3. Den Deckel endgültig drauf machten mit dem jeweils toll heraus kombinierten 0:4 und 0:5 Bykanov und Mirolyubov.

Groß auch der Jubel im eidgenössischen Fan-Lager, weil der SC Langenthal sehr effizient seine Chancen durch Nando Kasper und Timo Heibeisen zum 2:0 nutzte und damit IHFK Red aus der Reserve lockte. Den 2:2-Pausenstand nach Toren von Eelis Manelius und Rasmus Svartström verteidigten die Schweizer um den starken Goalie Yves Seiler aufopferungsvoll und kamen dann durch ein Break in Unterzahl über Timour Namalgue zur erneuten Führung, die erneut der körperlich herausragende Namalgue per Solo zum 4:2 und seinem Hattrick-Treffer zur 5:2-Entscheidung ausbaute.

Das Bambini-Turnier hatte im sechsten Spiel seine erste Überraschung, zumal Alin Marti ins leere Tor traf, als die Finnen den Torhüter vom Eis nahmen.

Erfolgreiche Partnerschaft

Schirmherrin und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer wünschte bei der offiziellen Eröffnung am frühen Dienstagabend dem Turnier einen erfolgreichen Verlauf. Dem schloss sich BMW-Pressesprecher Andreas Komes an, der die 30-jährige erfolgreiche Partnerschaft des Bambini-Turniers mit dem Werk Regensburg würdigte.

Organisations-Chef Dr. Rudolph Ebneth wünschte im Sinne des Mottos „Durch Sport zu Freunden“ ein weiterhin spannendes Turnier, wie es sich auch die derzeitige „Vielzweckwaffe“, der als Stadionsprecher und Multifunktionär wirkende Claus Pirkenseer, erhofft. Das ebenso seit Jahrzehnten bewährte Achter-Schiedsrichter-Team unter der Führung von Ralph Barth hatte am ersten Turniertag angesichts der überwiegend fairen Einstellung der Teams keinerlei Probleme.

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