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Tennis-Traumfinale in München

Auf dieses Endspiel hatten die Fans der BMW Open gehofft. Favorit Zverev trifft am Sonntag auf Rekordchampion Kohlschreiber.

Alexander Zverev steht nach dem Sieg über den Südkoreaner Hyeon Chung im Finale von München. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Alexander Zverev steht nach dem Sieg über den Südkoreaner Hyeon Chung im Finale von München. Foto: Angelika Warmuth/dpa

München.Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber sorgen für ein Traumfinale beim ATP-Turnier in München. Die zwei besten deutschen Tennisspieler ließen sich am Samstag in der Vorschlussrunde nicht stoppen und kämpfen nun um Preisgeld, Pokal, Sportwagen und Siegerlederhose der BMW Open. Der Weltranglistendritte Zverev greift am Sonntag (13.30 Uhr) nach der Titelverteidigung, Kohlschreiber als Rekordchampion nach seinem vierten Triumph am Aumeisterweg.

Chung Hyeon aus Südkorea unterlag Alexander Zverev. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Chung Hyeon aus Südkorea unterlag Alexander Zverev. Foto: Angelika Warmuth/dpa

„Das wird nicht einfach“, sagte Zverev, nachdem Kohlschreiber mit 6:2, 6:4 gegen Maximilian Marterer gewonnen und ins erste deutsche Endspiel in München seit 2013 eingezogen war. Vor fünf Jahren war der Augsburger selbst im Endspiel gegen Tommy Haas unterlegen. Im Vorjahr in Halle standen letztmals zwei Deutsche in einem ATP-Finale, damals unterlag Zverev noch dem Bayreuther Routinier Florian Mayer.

Zverev setzte sich im Halbfinale – in dem erstmals seit 2013 in München wieder drei Deutsche standen – mit 7:5 und 6:2 gegen Hyeon Chung durch. „Von der Taktik her ist mir viel gelungen“, resümierte der 21-Jährige, der das Tempo variierte und Chung aus dem Konzept brachte. Vor dem Match hatte Zverev seinen Rivalen noch mit Novak Djokovic verglichen und war von wenigen Fehlern ausgegangen. Bei den Australian Open hatte Chung das Duell mit Zverev in der dritten Runde gewonnen und war bis ins Halbfinale vorgestoßen.

Kohlschreiber will seinen vierten Triumph bei den BMW Open

Beim Sandplatzevent in München aber überzeugte der Deutsche vor allem beim Return und nahm Chung gleich fünfmal den Aufschlag ab. Nach 91 Minuten konnte er nach dem zweiten Matchball jubeln. Jetzt will der topgesetzte Spieler seinen Vorjahreserfolg wiederholen. „Ich habe dieses Jahr schon ein Finale verloren, deswegen möchte ich das ein bisschen ändern“, sagte er im Rückblick auf das Masters in Miami.

„Ich habe dieses Jahr schon ein Finale verloren, deswegen möchte ich das ein bisschen ändern.“

Alexander Zverev

Im Endspiel wartet die schwerste Aufgabe auf Zverev. „Kohlschreiber spielt hier sehr, sehr gutes Tennis, war mehrmals im Finale und hat auch Titel gewonnen“, erinnerte der Jung-Star. Sein Rivale steht am Aumeisterweg zum sechsten Mal im Finale und will seinen vierten Coup nach 2007, 2012 und 2016 landen – das war vor dem Augsburger noch keinem Spieler gelungen. Er verlor die Finals 2013 und 2015.

Kohlschreiber verwandelt dritten Matchball

Philipp Kohlschreiber beim Match gegen Maximilian Marterer. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Philipp Kohlschreiber beim Match gegen Maximilian Marterer. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Der 34-Jährige blieb gegen seinen zwölf Jahre jüngeren Gegner, mit dem er zusammen in Oberhaching bei München sein Trainingszentrum hat, cool. Vor ausverkauften Rängen am Centre Court und bei frühlingshaft warmen Top-Bedingungen nahm er Marterer in beiden Sätzen die Aufschlagspiele zum 3:2 und 5:2 ab. Der junge Nürnberger verpasste sein erstes ATP-Finale, konnte das Turner aber dennoch als Erfolg verbuchen, stand er doch auch noch nie in einem ATP-Halbfinale. Nach 65 Minute verwandelte Kohlschreiber seinen dritten Matchball.

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