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Montag, 18. Juni 2018 26° 3

Fussball

Thomas Graml an die Spitze gewählt

Bezirkstag gibt Meinung zu möglichen Reformen des Spielbetriebs ab: Ab 18. Geburtstag soll Einsatz bei Herren möglich sein.

Die neue Führungsmannschaft des Fußballbezirks Oberpfalz mit dem neuen Vorsitzenden Thomas Graml (rechts) sowie BFV-Präsident Dr. Rainer Koch (links) sowie den drei Kreisvorsitzenden Rupert Karl, Albert Kellner und Karl-Heinz Sölch. Foto: ra
Die neue Führungsmannschaft des Fußballbezirks Oberpfalz mit dem neuen Vorsitzenden Thomas Graml (rechts) sowie BFV-Präsident Dr. Rainer Koch (links) sowie den drei Kreisvorsitzenden Rupert Karl, Albert Kellner und Karl-Heinz Sölch. Foto: ra

Amberg.Alte und neue BFV-Bezirks-Funktionäre, Fazit der vergangenen Amtsperiode sowie Neuausrichtung und Meinungsaustausch zu möglichen Reformen des Spielbetriebs: Der Bezirk Oberpfalz hat sich im Amberger Congress-Centrum für die kommenden vier Jahre neu aufgestellt.

Das einstimmige Votum der 174 Delegierten erhielt Bezirksvorsitzender Thomas Graml, der das Amt nach dem plötzlichen Tod von Maximilian Karl im Oktober kommissarisch übernommen hatte. „Er hat Spuren für die Ewigkeit hinterlassen“, würdigte Graml seinen Vorgänger und kündigte gleichzeitig seinen Rückzug von allen Äntern bei seinem Heimatverein SV Raigering an. „Ich will mich als Bezirksvorsitzender zu 100 Prozent für den Fußball in der Oberpfalz einsetzen. Wir stehen vor großen Herausforderungen; diese möchte ich zusammen mit den Vereinen anpacken“, erklärte der im Amt bestätigte Graml. Er steht an der Spitze des kleinsten bayerischen Fußballbezirks mit 417 Vereinen, die dem BLSV als Dachverband 142166 Mitglieder gemeldet haben. 2110 Teams spielen um Punkte, wobei 1750 Schiedsrichter für die Einhaltung der Regeln sorgen. 84 ehrenamtliche Mitarbeiter organisieren diesen Spielbetrieb und unterstützen die Vereine von Verbandsseite.

Aus dem Kreis der Bezirksfunktionäre verabschiedete Thomas Graml den bisherigen Vorsitzenden des Jugendsportgerichts, Franz Steinbach, Frieda Bauer, die jetzt Ehrenvorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses ist, und Sportrichter Hans Höfler (von rechts). Foto: ra
Aus dem Kreis der Bezirksfunktionäre verabschiedete Thomas Graml den bisherigen Vorsitzenden des Jugendsportgerichts, Franz Steinbach, Frieda Bauer, die jetzt Ehrenvorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses ist, und Sportrichter Hans Höfler (von rechts). Foto: ra

Aus dem Kreis der Bezirksfunktionäre verabschiedet wurden Frieda Bauer, die jetzt Ehrenvorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses ist, Sportrichter Hans Höfler und der Vorsitzende des Jugendsportgerichts, Franz Steinbach, der ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Meinungsbilder abgefragt

Beim Bezirkstag waren die Teilnehmer aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. Für die Möglichkeit, künftig wieder A-Junioren mit Vollendung des 18. Lebensjahres in Herren-Mannschaften einsetzen zu dürfen, sprachen sich 61,8 Prozent aus. Für die Einführung einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach einer Gelb-Roten Karte auf Bezirksebene votierten 58 Prozent.

Damit lag die Oberpfalz bei der Frage der 18-Jährigen im bayernweiten Trend, so dass man ab der nächsten Saison zu der bereits früher einmal geltenden Regelung zurückkehren dürfte. Kein klares Bild ergibt sich nach den sieben Bezirkstagen bei der automatischen Sperre nach „Gelb-Rot“. Wie die Oberpfalz ist Oberbayern klar dafür, ein Bezirk stimmte 50:50 und vier waren knapp dagegen. Dem Initiativantrag des BFV-Präsidiums zum Thema „Montagsspiele“ stimmten 75,9 Prozent der Delegierten zu. Damit soll erreicht werden, dass nicht noch mehr Bundesligaspiele am Sonntagnachmittag angesetzt werden. Einem Antrag des TSV Kareth-Lappersdorf zur Änderung der Wechselfrist für Vertragsamateure befürworteten die Delegierten mit großer Mehrheit: Danach soll das Wechselfenster am 30. Juni oder 31. Juli und nicht erst Ende August geschlossen werden, um den Vereinen mehr Planungssicherheit zu geben. Der Antrag geht damit an den Verbandstag, wobei dies laut BFV-Präsident Dr. Rainer Koch eine bundesweite DFB-Regelung sei und Bayern hier auch nur den Änderungswunsch vortragen könne.

Keine fünf Auswechselspieler

Bekanntgegeben wurden auch die Meinungsbilder bei den 22 Kreistagen in Bayern: Dabei sprachen sich 57 Prozent gegen eine Erhöhung der Zahl der Auswechselspieler von drei auf fünf bei Herrenspielen auf Kreisebene aus. Noch klarer war die Mehrheit für die Beibehaltung der bisherigen Regelung, wonach in den A- und B-Klassen bei 2. Mannschaften auch drei Spieler eingesetzt werden dürfen, die auch in der „Ersten“ von Anfang an gespielt haben. Und sogar 72 Prozent waren dafür, dass Jugendspieler ab dem 18. Geburtstag in den Herrenteams mitkicken dürfen.

BFV-Präsident und 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch ging auf die bisherige und auch weiterhin nötige Modernisierung und Digitalisierung des Amateurfußballs in Bayern ein. Die Ausrichtung der Verbandsfinanzen als Ergebnis der gleichnamigen Arbeitsgruppe und von 20 Runden Tischen in Bayern erläuterte Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. Eine von Andreas Hahn moderierte Talkrunde mit FIFA-Schiedsrichterassistent Eduard Beitinger und BFV-Arzt Dr. Werner Krutsch vom FIFA Medical Center der Universitätsklinik Regensburg rundete den Bezirkstag ab. (bfv/ra)

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Bezirksführung

  • Gewählt

    wurden von den 174 Delegierten des Bezirkstags in Amberg: Bezirksvorsitzender Thomas Graml, Bezirksspielleiter Christian Wolfram, Bezirksjugendleiter Karl fenzl, Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses Kerstin Costa und U30-Mitglied Daniel Vöhringer.

  • Bestätigt

    wurde der im Vorfeld von den sechs Gruppen einstimmig gewählte Bezirksschiedsrichterobmann Andreas Allacher.

  • Zur Berufung

    werden dem BFV-Präsidium vorgeschlagen: Bezirkssportgerichtsvorsitzender Josef Wein, Bezirksehrenamtsreferent Reinhard Rengsberger, Bezirksjugendsportgerichtsvorsitzender Rainer M. Rößler, Bezirksseniorenspielleiter Johann Dammer, Schulfußballbeauftragter Martin Gradl, EDV-Beauftragter Dennis Martin und Bezirks-Onlinebeauftragter Timmy Joe Schlesinger.

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