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Timo Werner macht RB-Leipzig-Sieg klar

Der Torjäger schoss den 1:0-Siegtreffer im Viertelfinal-Hinspiel gegen Olympique Marseille. Das Rückspiel ist nächste Woche.
Von Jens Marx und Frank Kastner, dpa

Timo Werner hat das 1:0 für RB Leipzig erzielt. Foto: Sebastian Kahnert

Leipzig.Dank Timo Werner und dem ersten internationalen Zu-Null-Sieg darf sich RB Leipzig berechtigte Hoffnungen auf das Halbfinale der Europa League machen. Der deutsche Fußball-Vizemeister gewann am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel gegen die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Olympique Marseille mit 1:0 (1:0). Den einzigen Treffer einer intensiven und temporeichen Partie erzielte Torjäger Timo Werner in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) vor 34 043 Zuschauern in der heimischen Red-Bull-Arena.

Ein Unentschieden würde den Leipzigern am Donnerstag kommender Woche beim Tabellendritten der französischen Ligue 1 zum Weiterkommen reichen. Auch eine Niederlage mit einem Tor Unterschied bei mindestens einem RB-Treffer wäre genug, um den Rekord des FC Villarreal einzustellen. Die Spanier waren in der Saison 2003/2004 als bislang einziger Europapokal-Debütant in die Runde der besten vier Teams eingezogen. Allerdings muss sich die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl auf eine ganz schwere Aufgabe im Stade Vélodrome einstellen. „Wir müssen dann noch einmal so ein Spiel wie heute machen“, sagte Offensivspieler Emil Forsberg beim TV-Sender Sport1. „Das war eine harte und enge Partie mit vielen Zweikämpfen. Das 1:0 ist ein gutes Ergebnis.“ Torschütze Werner erklärte: „Am Ende waren wir platt, es war eine intensive Begegnung.“

Mintzlaff spricht Machtwort

Noch bevor das Attacke-Duell der beiden forsch aufspielenden Mannschaften angepfiffen wurde, ging RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der seit Monaten anhaltenden Diskussion um den Leipziger Coach in die Offensive. „Hasenhüttl wird in der kommenden Saison unser Trainer sein“, sagte er gegenüber Sport1. Womöglich ja sogar als Europa-League-Sieger. Die Mannschaft des 50 Jahre alten Österreichers, der trotz Dreijahresvertrags bis Ende Juni 2019 als Kandidat beim FC Bayern München und Borussia Dortmund gehandelt wurde, versuchte jedenfalls von Beginn an, den weiteren Weg in der internationalen Premieren-Saison der Sachsen zu ebnen.

Allerdings zeigte sich ebenso von den ersten Minuten an, dass Gegner Marseille Probleme bereiten kann. Es dauerte nicht einmal zehn Minuten, da musste RB-Keeper Peter Gulacsi nach einem Schuss von Kostas Mitroglu retten. Bloß nicht wieder einen Treffer hinnehmen – das war die erste Vorgabe der Hausherren: 16 Gegentore in zuvor zehn Europokalspielen sollten reichen. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte die Leipziger Bilanz beinahe einen weiteren Makel bekommen. Bouna Sarr traf mit einem hoch abspringenden Aufsetzer die Latte. Doch in einer hektischen Schlussphase des ersten Abschnitts mit einer Schwalbe von Leipzigs Angreifer Jean-Kevin Augustin und zwei Rettungstaten durch RB-Torhüter Gulacsi gelang den vor dem Wechsel meist feldüberlegenen Gastgebern der Führungstreffer. Timo Werner erzielte das 1:0 nach einem Konter. Bis dahin hatten sich die Leipziger nur selten gegen die vom früheren Bundesliga-Profi Luiz Gustavo dirigierte Olympique-Abwehr durchsetzen können.

Kurze Zitterpartie

Doch auch Marseille machte nach dem Seitenwechsel auf sich aufmerksam. Lucas Ocampos vergab freistehend aus kurzer Distanz (55.), Dimitri Payet schoss knapp übers Tor (56.). Doch die Sachsen gewannen anschließend wieder die Kontrolle über die Begegnung. Insbesondere der glänzend disponierte Mittelfeldspieler Diego Demme sorgte in der Defensive weitgehend für Stabilität. Doch als die Franzosen in der Nachspielzeit noch einmal aufkamen, zitterten sich die Leipziger zum Sieg.

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