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Radsport

VCR ist fit für die Rad-Bundesliga

Veloclub Ratisbona: Mit Teamgeist wollen die Regensburger in die Top Ten vorstoßen und dabei die Profis ein wenig ärgern.
Von Dieter Krelle

Optimistisch geht das Team VCR/Zweiradcenter Stadler in die Bundesliga-Saison. Foto: Philipp Luxi
Optimistisch geht das Team VCR/Zweiradcenter Stadler in die Bundesliga-Saison. Foto: Philipp Luxi

Regensburg.„Wir wollen unter die ersten Zehn in der Rad-Bundesliga kommen. Platz acht wäre ein Traum“ , sagt der Sportliche Leiter Paul Renger, der dem Radrennteam des Veloclub Regensburg neue Konturen geben will. Bekannt genug ist der im Juli zum 35. Mal den Arber-Radmarathon ausrichtenden Verein am Ziegetsberg sowieso. Und die Darstellung des Rennsport-Programms – erstmals im Vereinsheim und mit einem höchst eloquenten und unterhaltsamen Eurosport-Radkommentator Christian Lichtenberg – fand dankbare Abnehmer. Und das Rahmenprogramm mit den Oberpfälzer Bier-Königen, stilgerechtem Bieranstich durch Kapitän Stefan Brandlmeier sowie einem Büffet mit Brezen und Schnittchen waren als ein Dankeschön an die Sponsoren gedacht.

„Wir waren nervös, ob die auch vom Hauptsponsor Zweirad-Center Stadler geförderte neue Veranstaltungs-Form ankommt. Jetzt muss auch der Leistungstest der Mannschaft noch entsprechend laufen“, sagt Renger vor dem gelungenen sechsstündigen Fitness-Test, mit dem die mit Ski-Langläufen erworbene Fitness überprüft wurde. Moderator Lichtenberg übernahm die Vorstellung des neuen Teams und streute viele Informationen gekonnt sowie unterhaltsam ein.

Eine kleine, aber feine 15-Mann-Crew hört weiter auf das Kommando von Stefan Brandlmeier, dem „Captain of the Road“. Den Takt bestimmen und die situationsbedingte Kommunikation während des Rennens – diese Rolle erfüllt der Langenpreisinger (25), Zollbeamter am Flughafen München, auch in der kommenden Saison. Und er wird darin vom Augsburger Yannick Mayer (27) unterstützt, der sich als Kriteriums-Spezialist durchaus schnelle Beine antrainiert hat.

An der „schmerzhaften Grenze“

„Wir sind alle heiß auf die Saison“, beschreibt Lukas Malgay die Stimmung im Team. Der 28-jährige Münchner hat schon mal „ein paar Jahre“ auf Mallorca verbracht und dabei den Spaß an der Radsport-Quälerei nie verloren. Das gilt auch für Thomas Götzenberger. Der Neufahrner Kriteriums- und Zeitfahrspezialist (25) liebt es, lange „an der schmerzhaften Grenze“ zu fahren und will das bei bayerischer und deutscher Meisterschaft im Einzelzeitfahren beweisen.

„Bestes Bundesliga-Team im Amateur-Bereich“ zu werden, ist für den Krumbacher Allrounder Benjamin Herden (28), den auch die bayerischen Klassiker reizen, ein wichtiges Ziel. „Ankommen und dann reinhalten“, beschreibt Christoph Kaspera aus Langpreising (24) seine Spurt-Qualitäten, die der Student für „Angewandte Trainingswissenschaften“ wieder ausspielen will.

Wirtschaftswissenschaft studiert Lukas Ortner aus Külbingen (20), der für sich einen Spitzenplatz im U-23-Rennen rund um den Henninger Turm zum Saison-Höhepunkt ausgemacht hat. „Ein paar Stellschrauben muss ich noch drehen“, sagt der Feuchter Leon Frosch (23), der nach Abschluss seines „Masters im Management“ seine Zeitfahr-Ambitionen, vor allem aber die Helferdienste voll einbringen will.

Sein Ruf, „in jeder Fluchtgruppe dabei zu sein“, hat den Münchner Dominic Böke (28) auch für den VCR interessant gemacht. „Wir wollten ihn als Teamplayer unbedingt haben“, sagt Paul Renger. Andere Ambitionen hat Nepomuk Roth (18), ein VCR-Eigengewächs, das die „lockere Stimmung im Team“ half, einigen interessanten Angeboten zu widerstehen. Und auch Timo Funk aus Füramoos (20) sieht den VCR als Sprungbrett. „Die Radsport-Ausrüstung ist top“, kann der Zweiradmechaniker bestätigen.

Universitätsliga gewonnen

Besonders motiviert ist „Heimkehrer“ Peter Förster. Der 24-jährige Erlanger hat während seines USA-Aufenthalts die Universitätsliga gewonnen, freut sich aber sehr, wieder daheim zu sein. Nicht nur die Top Ten in der Bundesliga, sondern eine Spitzenplatzierung in der Einzelwertung ist sein Ziel. Das hat auch Jonas Sonnleitner (21) zum Saisonziel erkoren. Der Orthopädie Schuhmacher (21) aus Passau, der schon mit 17 sein Abitur ablegte, will in den U-23-Rennen und in der Bundesliga seine Zielstrebigkeit unter Beweis stellen. Gleiches gilt für Lokalmatator Severin Giessibl (20). Der Pentlinger kann sich in der „Fraktion der Spaßmacher“ mit genau der Einstellung in den Vordergrund rücken, die ihn als Teilzeit-Fahrradverkäufer beim Zweiradcenter Stadler so glaubwürdig machen.

Mit einer Video-Botschaft aus den Philipinen, wo sich der „Lebenskünstler“ Robert Müller aus Karlsruhe (32) mit einer recht gefährlichen Radrenn-Tour auf die Aufgabe beim VCR vorbereitet, meldete sich der Badener beim Team, das sich auf die kommenden Aufgaben in froher Erwartung stürzt.

Das bewährte Vorbereitungs-Programm von Ende Februar bis Ende März mit UCI 1.2-Rennen in Laguna Porec, GP Imola, Trofej Umag, Trofej Porec, Istrien Sprint Trophy, Austria-Bundesliga-Rennen und Tour de Normandie soll die Ausdauer-Grundlagen für die Rennen im April schaffen.

Paul Renger hat sich übrigens für das Ziel „Top Ten“ in der Rad-Bundesliga die Arbeitszeit auf 32 Stunden reduzieren lassen.

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