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Vorsicht, Daumen nicht überlasten!

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat ein Problem: Er hat begonnen, die vielen Glückwünschnachrichten zu beantworten.
Jürgen Scharf

Regensburg.Auf der Piste läuft alles eigentlich wunderbar. Der deutsche Biathlon-Star Arnd Peiffer ist bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gut drauf und hat bereits eine Goldmedaille gewonnen. Dennoch hat er ein Problem. Er hat zuletzt nämlich damit begonnen, die vielen Glückwunsch-Nachrichten, die er nach seinem Triumph erhalten, zu beantworten. Nun tut ihm der Daumen vom vielen Tippen aufs Handy weh. „Das muss ich jetzt erstmal ein bisschen auf Eis legen“, sagt er. Er braucht schließlich fitte Finger, um bei den nächsten Wettbewerben am Schießstand wieder eine gute Figur zu machen.

Für Peiffer ist das aber natürlich eine blöde Situation. Wenn er aufs Tippen verzichtet, gerät er möglicherweise in den Verdacht, seine alten Freunde, die an ihn in der Stunde des Erfolgs gedacht haben, vergessen zu haben. Wenn er aber zuviel tippt, riskiert er eine Daumen-Überlastung, die seine sportlichen Leistungen beeinträchtigen könnte. Bereits im 17. Jahrhundert hat der deutsche Dichter Friedrich von Logau schließlich geschrieben: „Wenn der Daumen wird zunichten, kann die Hand nicht viel verrichten.“

Bundestrainer Mark Kirchner wird die Belastungssituation von Peiffers Daumen sicher kennen. Und er wird sich seine Gedanken gemacht haben, wie er seinem Schützling helfen kann. Das Beste ist in solchen Fällen natürlich immer ein genauer Plan. Der könnte so aussehen: Frühstück, dann zehn Minuten tippen, dann Ausgleichdaumengymnastik. Mittagessen – fünfzehn Minuten tippen, dann Wärmebehandlung des Daumens. Abendessen, dann zwanzig Minuten tippen, dann Ausgleichsdaumenmassage plus Entlastungsstreckverband für die Nacht.

Und das Allerwichtigste natürlich ist, dass Arnd Peiffer anderen Sportlern bei ihren Auftritten in Pyeongchang nicht die Daumen drücken darf. Das würde die ohnehin ungewohnt hohe Belastung endgültig in den roten Bereich treiben.

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