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Aufsteiger

Weber führt TSV Dietfurt direkt zurück

Nach nur einem Jahr in der Kreisliga 2 kehrt das Team aus dem Altmühltal zurück auf die fußballerische Oberpfalz-Bühne.
Von Markus Schmautz

Nach einem Jahr in der Kreisliga 2 kehrte der TSV Dietfurt Altmühl als Meister zurück in die Bezirksliga Süd. Foto: Schmautz
Nach einem Jahr in der Kreisliga 2 kehrte der TSV Dietfurt Altmühl als Meister zurück in die Bezirksliga Süd. Foto: Schmautz

Dietfurt. Bis zum Abstieg im Sommer 2018 spielte der TSV Dietfurt Altmühl in zehn von elf Jahren in der Fußball-Bezirksliga Süd. Nur die Saison 13/14 musste man in der Kreisliga verbringen, allerdings gelang unter Admir Viden die sofortige Rückkehr als Meister. Zurück in der Bezirksliga ging es erneut gegen den Abstieg, der 2016/17 gerade noch abgewendet wurde, doch ein Jahr darauf ging es in die Kreisliga.

In der Relegation zog Dietfurt gegen Sulzbach den Kürzeren. Abermals musste Dietfurt aber nur ein Jahr in der Kreisliga verbringen. Der neue Trainer Stefan Weber führte den TSV nämlich sofort zur Kreisliga-Meisterschaft. Mit einem Sieg in Peising am vorletzten Spieltag machte Dietfurt die Meisterschaft fix. In der Endabrechnung standen 18 Siege und fünf Unentschieden bei nur drei Niederlagen – macht zusammen 59 Punkte. Vizemeister Pirkensee-Ponholz kam auf 53 Zähler.

Mit einem Torverhältnis von 62:30 stellte Dietfurt nach Riedenburg (69) die beste Offensive und vor Pirkensee-Ponholz die beste Defensive (32). Das Team von Trainer Stefan Weber hat nie die Ruhe und den Glauben verloren. Das fordert der erfahrene Coach nun auch eine Liga höher: „Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben werden, wenn jeder voll mitzieht.“ Der Grundstock in einer schweißtreibenden Vorbereitung soll ab morgen gelegt werden.

Aufgabenteilung im Trainerteam

Coach Stefan Weber war von 2015 bis 2018 als Co-Trainer beim Bayernligisten ASV Neumarkt tätig. Der zweite „Co“ war dort Dieter Fink. Als Duo übernahmen die beiden den TSV Dietfurt. „Dieter kümmert sich im Training um die Torhüter. Johannes Baier, der Trainer unserer Kreisklassen-Mannschaft, ist für die Bereiche Technik, Athletik, Kraft, Stabilisation zuständig. Ich bringe mich vor allem im Taktiktraining ein“, erklärt Weber, der mit dieser Art der Aufgabenteilung in Neumarkt gute Erfahrungen machte.

Im Spiel coacht Fink insbesondere die Defensive, Weber die Offensive. Eine Sommerpause hatte Stefan Weber nicht. „Natürlich ist es unser Ziel, die Mannschaft punktuell zu verstärken. Es ist aber unglaublich, welche Summen von niederklassigen Spielern aufgerufen werden. Da machen wir nicht mit“, so Weber, der weiß, wie viel gestandene Bayernliga-Spieler bekommen. „Da wollen einige Akteure mehr als Top-Spieler in der Bayernliga verdienen.“ Leider sei der Reiz, in der Bezirksliga spielen zu dürfen, dem einen oder anderen Spieler aus der Umgebung nicht mehr groß genug. „Das macht es nicht leichter, interessante Spieler zu verpflichten, Talenten die Chance zu geben, sich auf Bezirksebene beweisen zu können“, bedauert Weber.

Das Duo Weber/Fink

  • Trainer:

    Stefan Weber (43) coachte die DJK Daßwang und die DJK/SV Wallnsdorf/Schweigersdorf, bevor er 2015 Co-Trainer beim Landesligisten ASV Neumarkt geworden ist. Gleich im ersten Jahr gelang ihm und seinem Team der Bayernliga-Aufstieg.

  • Co-Trainer:

    Dieter Fink (42) war zuvor beim SV Seligenporten und ebenfalls beim ASV Neumarkt als Torwarttrainer tätig. In seiner Zeit stieg der Seligenporten in die Regionalliga auf und Neumarkt schaffte den Sprung in die Bayernliga.

Neu ist Keeper Bernd Beer (32), der bereits in Viehhausen und Hohenschambach gespielt hat. „Er soll unser Backup hinter unserem Stammkeeper Lukas Schmid werden.“ Aus der U 19 der JFG Region Dietfurt stoßen mit Lukas Weigl, Paul Hierl, Torwart Michael Oexl, Christoph Mödl, Andreas Pollinger und Abidim Qeperlaku Talente nach. „Wir werden sie allesamt in unsere beiden Herrenteams einbauen“, erklärt Weber. Die Zweite spielt übrigens in der Kreisklasse 3, will dort wieder im oberen Tabellendrittel mitmischen. Stefan Weber hofft zudem, dass er Alexander Pfindel dazu überreden kann, seine Karriere doch noch nicht zu beenden. Der 30-Jährige war bis Sommer 2018 Stammspieler beim ASV Neumarkt, hörte dann auf. Als in Dietfurt Not am Mann war, half er vor der Winterpause für sieben Spiele aus. Dietfurt holte in dieser Zeit sechs Siege und ein Remis. „Wir sind in guten Gesprächen mit Alexander, der menschlich und sportlich natürlich ein riesiger Gewinn für den TSV wäre.“

„TSV gehört in die Bezirksliga“

Gute Arbeit beim TSV leisten auch der sportliche Leiter Josef Baier und Sportdirektor Matthias Staudigl. „Im Umfeld wird alles dafür getan, dass wir weiterhin erfolgreich spielen können“, weiß Weber. Das große Ziel ist es, sofort wieder in der Bezirksliga Fuß zu fassen und sich auch langfristig zu etablieren. Coach Stefan Weber und sein Co-Trainer Dieter Fink hoffen auf eine „ruhige Saison ohne große Abstiegsnöte“. Weber findet: „Der TSV gehört in die Bezirksliga. Dort wollen wir bleiben.“ Übrigens gehörte Dietfurt von 2003 bis 2005 sogar der inzwischen abgeschafften Bezirksoberliga an.

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