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Judo

Zwei Bayern schönen die Judo-Bilanz

Der Grand-Slam in Paris endet für Manuel Scheibel und Schamil Dzavbatyrov in Runde vier. Nächste Station ist Düsseldorf.
Von Dieter Krelle

Manuel Scheibel gelang in Paris sein international bisher bestes Ergebnis im Halbleichtgewicht. Foto: Rutrecht
Manuel Scheibel gelang in Paris sein international bisher bestes Ergebnis im Halbleichtgewicht. Foto: Rutrecht

Paris.Die Generalprobe der deutschen Judo-Männer für den Heim-Grand-Slam vom 21. bis 23. Februar in Düsseldorf ist weitgehend missglückt. Die Bilanz wurde nur durch zwei deutsche Meister aufgehübscht. Die Bayern Manuel Scheibel vom TSV Abensberg (66 kg) und Schamil Dzavbatyrov (73 kg) erreichten wenigstens die vierte Runde. Für Düsseldorf empfahl sich im fernen Sofia der Abensberger Halbmittelgewichtler Timo Cavelius mit Platz zwei bei den European Open.

Damit feierte Scheibel beim Turnier auf fünf Matten in der fast ausverkauften Halle von Paris-Bercy sein international bisher bestes Ergebnis im Halbleichtgewicht. Nachdem er endlich mal eine günstige Auslosung erwischt hatte, nutzte der Abensberger das nach Freilos in Runde eins zu einem Festhalte-Erfolg gegen den Honkong-Chinesen Ka Yau Leon Chow. Die Disqualifikation für den taktisch überforderten Australier Nathan Katz aber konnte er in der nachfolgenden Runde gegen den Ukrainer Bogdan Jadov, der rasch mit einer Kontertechnik in Führung ging, nach einer verzweifelten Aufholjagd nicht nutzen.

Weitaus übler erwischte es seinen TSV-Clubkollegen Sebastian Seidl. Viereinhalb Stunden musste der 66-kg-Olympiastarter wegen zweier Freilose auf seinen ersten Einsatz warten. Und diesen verlor er glatt gegen den Israeli Baruch Shmailov, der sich nach seiner Poolfinal-Niederlage gegen den taktisch äußerst clever agierenden langjährigen Abensberger Star Georgii Zantaraia in die Trostrunde wieder fand. In dieser aber stand der mit dem Bronze-Trostpreis abgefundene Ukrainer nach seiner Halbfinal-Abnutzungsschlacht gegen den Koreaner Linh Wan Kim, der nach über sechs Minuten zum Disqualifikations-Sieg kam.

Noch größer dürfte die Enttäuschung beim Abensberger Neuzugang Daniel Vieru gewesen sein. Denn der favorisierte WM-Dritte aus Moldawien scheiterte nach seinem Wechsel aus Leipzig in der vierten Runde in seinem außergewöhnlich stark besetzten Pool am späteren Turniersieger An Baul, der für ein rein koreanisches Finale sorgte.

Das frühe Aus mussten von den DJB-Athleten Moritz Plafke (60 kg) und Olympiastarter Igor Wandtke jeweils im zweiten Kampf quittieren. Eine gute Talentprobe legte bei seinem ersten internationalen Männer-Auftritt der frisch gebackene deutsche 73-kg-Meister Schamil Dzavbatyrov hin. Der Großhaderner scheiterte erst in Runde vier am Kirkisen Khojazod, der im Golden Score die dritte Verwarnung erkämpfte.

Am zweiten Turniertag musste die Abensberger Schwergewichts-Hoffnung Johannes Frey bereits im Golden Score der Runde eins gegen den Kubaner Andy Granda quittieren. Das gleiche Schicksal teilten alle weiteren DJB-Starter in ihren Auftaktkämpfen.

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