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„Für Zielgruppen ist Angebot optimal“

Der erste Sommer im FitalPARC Lam: Die Kursleiter und die Initiatoren sind zufrieden, schlagen aber auch Verbesserungen vor.

Der FitalPARC in Lam stand im ersten Jahr hoch im Kurs.
Der FitalPARC in Lam stand im ersten Jahr hoch im Kurs. Foto: kfe

Lam.„Der FitalPARC Lam wäre ohne euch Übungsleiter eine tote Anlage geblieben“, war sich Diplom-Sportwissenschaftler und Marktrat Stephan Jarosch im Gasthof Stöberl sicher. Die Leute wüssten nach dem bravourösen Anlauf in diesem Sommer, dass ihnen beim Training geschulte Fachleute zur Seite stehen und sie auf Fehler bei Handicaps wie künstlichen Gelenken oder Bandscheibenschäden hinweisen.

„Der Einstand verlief absolut positiv. Die Gerätschaften wurden viel genutzt“, resümierte Jarosch, der der Einrichtung zusammen mit Diplom Aerobic-Instructor Silvia Raab Leben eingehaucht hat. Ein Indiz für das Gelingen war auch, dass Rimbach in Anlehnung an das Vorzeigemodell auf den fahrenden Zug aufgesprungen sei. Hauptgrund des Treffens am Mittwoch war aber auch, zu eruieren, was aus Sicht der Übungsleiter noch verbesserungswürdig ist.

Alle Interessen wurden bedient. Dazu gehörten die sportlich Ambitionierten, „die es krachen lassen wollen“ und die von Crosspowertrainerin Kathi Fechter sowie der Bachelor of Gesundheitsmanagement Steffi Koller betreut wurden. „Die beiden geben selbst gerne und viel Gas“, so Jarosch. „Den Leuten hat es einfach getaugt. Das ist euer Verdienst“, lautete sein Kompliment an die Adresse der Übungsleiter Hans Multerer, Gabi Moser, Maria und Steffi Koller sowie Kathi Fechter.

Die Kurse waren zielgruppenspezifisch ausgeschrieben. Die durchschnittliche Beteiligung lag bei zehn Leuten. Bei Kathi Fechter kamen etwas weniger, was eventuell auch der Tageszeit am Dienstagvormittag geschuldet war. Allerdings hatte im Vorfeld eine Reihe von Müttern und Hausfrauen diese Zeit begrüßt, nahmen sie dann aber nicht in Anspruch. Von Vorteil sei die Leitung durch einheimische Übungsleiter.

Zusammenarbeit „absolut positiv“

„Absolut positiv ist die Zusammenarbeit mit der Tourist-Info und die Unterstützung der Marktgemeinde zu werten. Die Bewerbung erfolgte auch im Facebook“, lobte der Mitinitiator, der sich ebenso beim stellvertretenden Bürgermeister Alois Vogl bedankte.

„Eine volle Stunde dauert den Älteren bei 50 plus zu lange“, stellte Hans Multerer fest, der den Rest der Zeit mit Rückengymnastik mit Terraband überbrückte. Denkbar wäre die Bildung einer zusätzlichen Zielgruppe. Für die Senioren bräuchte man Tritthilfen, sagte Gabi Moser. Sie greift bei Bedarf Hans Multerer unter die Arme. Voraussichtlich errichtet der Markt noch ein Häusl, in dem entsprechende Materialien wie Matten, Kleingeräte, Sandsäcke deponiert werden.

„Es war immer ein harter Kern da“, lautete das Fazit von Hans Multerer und Maria Koller. Gewünscht werde von den Fachkräften noch eine Außensteckdose für Musik. Möglichkeiten biete auch das Umfeld des FitalPARC`s. „Der Barfußpfad als sensomotorisches Training, balancieren usw.“, meinte Jarosch.

Steffi Koller hatte Listen eingeführt, auf denen sich die Beteiligten für die nächste Woche eintragen konnten. Wünschenswert wäre, mehr Feriengäste zu gewinnen. Bei den Einheimischen habe es sich durch Mundpropaganda herumgesprochen, dass das Training gut und effektiv sei. „Für die Zielgruppen ist das Angebot optimal“, fand Jarosch, der es jedoch bedauerte, dass speziell die Übungsleiter der Vereine nicht mehr darauf zurückgreifen. „Schon bei der Einführungsveranstaltung waren relativ wenige da“, fand der Sportwissenschaftler. Eventuell werde man nochmals eine Fortbildung anbieten, damit die Trainer bereit sind, ihr gewohntes Trainingsprogramm zu bereichern. „Der FitalPARC ist eine echte Alternative. Man kann dort ein prima Zirkeltraining durchziehen“, schlug er vor.

Vom Berufsalltag kenne Jarosch die weitreichenden Verletzungen von Fußballern, weil sie im Gegensatz zu den Profis Erfordernisse wie die Körperstabilität vernachlässigten. „Die Burschen würden wirklich davon profitieren, sei es durch allgemeine Fitness oder als Verletzungsprophylaxe“, warb er. Nur können sich leider die Coaches, die dies eigentlich vorleben müssten, nur wenig dafür erwärmen.

„Wozu brauchen wir das?“, hörte Maria Koller schon öfter Jugendfußballer sagen, die erfahrungsgemäß aber großen Spaß daran haben.

„Nächstes Jahr geht es weiter“

Vize-Bürgermeister Alois Vogl bedankte sich für das Engagement aller, die zur Belebung des FitalPARC`s beigetragen haben. „Es geht nächstes Jahr weiter. Das Ganze beschränkt sich nicht auf Lam. Es sollte vielmehr der gesamte Lamer Winkel teilhaben“, betonte Jarosch und meinte damit beispielsweise die Inliner. „Auch die Verbindung Lauftreff-FitalPARC ist im Grunde optimal“, bestätigte die Sportlehrerin und renommierte Trailrunnerin Maria Koller. Jarosch konnte sich vorstellen, dass sich die Einrichtung im Lamer Kurpark als Ausklang und Regeneration nach einer anstrengenden Wanderung bewährt. Denkbar wäre, eine Art Fitnesswanderung in den Tourenkalender des Lamer Winkels aufzunehmen. (kfe)

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